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Kundenrezension

5 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Riotguns Dead Space-Rezension: Mein Spiel des Jahres 2008, 30. März 2009
Von 
Rezension bezieht sich auf: Dead Space (Videospiel)
Wie seltsam inkonstant die FSK der Unterhaltungsindustrie doch mit ihren Produkten ist...Steht hinter einem Spiel ein großer Publisher oder eine erfolgreiche Franchise (GTA), wird das rote 18er Logo oft gewährt, auch wenn vergleichbare Titel wie z.B. Clive Barker's Jericho mit einer Indizierung zu kämpfen hatten. Noch merkwürdiger ist es dann, wenn die deutsche Version von der UK/US-Version auch gar nicht abweicht. So verhält es sich mit EA's Sci-Fi-Horror 'Dead Space', so dass dem Spielspaß erstmal nichts im Wege steht.

Die Story - Sci-Fi-Survival-Horror vom allerfeinsten
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Freunde des klassischen Science-Fiction-Settings waren in den letzten Jahren wahrlich nicht verwöhnt. Bis auf Biowares Weltraum-RPG 'Mass Effect', gab es kaum einen echten Spitzentitel. EA hat mit diesem Mangel aufgeräumt und die Story um Schiffsmecheniker Isaac Clarke schlägt Freunde sofort in ihren Bann.

Eine Woche vor dem Einsetzen des Plots ist der Kontakt zur USG Ishimura abgebrochen, dem größten Minenschiff seiner Klasse, mit mehr als 1000 Menschen an Bord. Isaac gehört zu einer Erkundungsmission, die die Geschehnisse aufklären und rekonstruieren soll. Vor allem ist die Hauptfigur auch persönlich involviert, befindet sich seine Verlobte Nicole doch unter der Besatzung des havarierten Planet-Crackers. Schon bei der Ankunft der fünfköpfigen Besatzung fallen zwei Kollegen degenerierten alienförmigen Kreaturen zum Opfer und Kapitän Hammond, Wissenschaftlerin Kendra und Isaac werden getrennt. Es beginnt die Hast durch dunkle Korridore, schwerkraftlose Antriebsräume und durch das Vakuum des Alls und nach und nach erschließen sich dem Spieler - ähnlich wie im grandiosen Action-Meilenstein 'Bioshock' die Geschehnisse durch über 150 Video-, Audio- und Text-Logs, die sich um eine Meuterei und ein uraltes, geborgenes Alien-Artefakt an Bord der Ishimura drehen.

Auch wenn die Story niemanden überraschen dürfte, muss man zugeben, dass diese doch so grandios spannend erzählt wird, dass der Spieler sofort in ihren Bann geschlagen wird. Hier stimmt nämlich fast alles. Das Puzzle, das sich nach und nach zusammensetzt täuscht darüber hinweg, dass es sich bei 'Dead Space' eigentlich nur um einen Horror-Shooter handelt und erreicht eine Referenz wie 'Bioshock' spielend leicht.

Story: 9/10

Das Spielprinzip - Überraschend innovativ und creepy
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Natürlich ist 'Dead Space' sehr linear, aber das Spiel macht aus dieser Tatsache sogar noch einen Trumpf. Denn wer gedacht hat, hier steht eine vorgeschriebene Route samt gescripteter Schieß-Einlagen im Vordergrund hat nur zum Teil recht. Der Titel setzt natürlich auch auf diese Merkmale und lehnt sich somit an Klassiker wie 'Doom 3' an. Auf der anderen Seite sind die einzelnen Level so gut aufeinander abgestimmt, das sich ein stimmiges, aufeinander aufbauendes Gesamtbild erschließt.

So muss man im ersten der insgesamt 12 Level erstmal das interne Tram-System der Ishimura zum Laufen bringen, um die Reisemöglichkeiten innerhalb des gigantischen Schiffs zu gewährleisten, später dann die Kommunikationssystem reparieren, bevor daran gedacht werden kann, ein Notsignal abzusetzen. Isaac ist schließlich nicht umsonst Techniker und das Spiel verknüpft die Missionen immer mit einer Rätsel-Einlage, die zwar nie wirklich herausfordernd sind, aber den doch relativ anstrengenden Action-Teil sehr schön auflockern.

Dem Spieler werden dabei einige neue Spielelemente präsentiert, die 'Dead Space' aus der Masse bestehender Titel herausragen lassen. Die Necromorphs sind nämlich besonders anfällig, wenn man ihre Gliedmaßen abtrennt. Sehr schnell kommt man auf den Trichter, erst auf die Beine zu zielen, um schließlich die Arme und andere Gliedmaßen aufs Korn zu nehmen. So kann man sich die Viecher nämlich vom Leib halten und Munition für die insgesamt nur 7, dafür aber abwechslungsreichen und mit Sekundärfeuer ausgestatteten Waffen sparen. Dass der Titel ziemlich Gore ist, fällt hier auf: Rotierende Kreissägen, Plasmacutter und Flammenwerfer gehören zum Inventar, das in den über den Levels verteilten Stores eingekauft und an Werkbänken mithilfe von wertvollen Power Nodes aufgerüstet werden kann. So kann der Schaden erhöht, die Nachladezeit verringert, der Luftvorrat des Anzugs erhöht oder die Dauer der Stasis erhöht werden. Sehr motivierend!

Desweiteren hat man die Stasis eingebaut, eine Art Bullet-Time-Modus, in der Abläufe wie schnell zuschlagende Türen, umherzappelnde Starkstromleitungen und natürlich auch extrem agile Gegner verlangsamt werden können. Dies bringt viel Abwechslung ins Spiel, genau wie das Kinetik-Modul, das eigentlich nicht viel mehr ist, als die Gravity Gun aus 'Half-Life 2'. So können weit entfernte Pick-Ups erreicht werden und die Kinetik ist oft auch Lösung für kleinere Mini-Rätsel im Spiel. Den ganzen Gesamteindruck abrunden tut das Umherspringen im schwerkraftlosen Raum, das ein echtes 3D-Gefühl vermittelt, sowie das Umherhetzen im Vakuum bei begrenztem Luftvorrat und die eindrucksvollen Zwischenboss-Kämpfe.

Spielprinzip: 10/10

Die Präsentation - Gekonntes Spiel mit Schatten, kein HUD
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Grafisch sticht bei 'Dead Space' vor allem das Spiel mit der Beleuchtung hervor. Man ertappt sich am Anfang, wie man extrem langsam durch die dunklen Korridore schleicht, immer gefasst auf einen durch die Lüftung brechenden Necromorph und die perfekt abgeleuchtetn Räume erstmal absucht. Natürlich entwickelt man mit der Zeit eine gewisse Resistenz dagegen, aber langweilig wird es nie, die Spannung kann 'Dead Space' größtenteils halten und das ist schon stark. Ein weiteres Plus ist, dass sich das Intérieur des Schiffes niemals wiederholt. Hier sind die Entwickler geschickt der Falle ausgewichen, die einzelnen Abschnitte zu ähnlich zu gestalten. Zwar erreicht der Titel nicht die grafische Abwechslung eines 'Bioshock', hat es angesichts seines Settings auf nur einem Schiff aber auch wesentlich schwerer und macht das beste daraus. Darüber hinaus kann das Spiel auch echte Ausrufezeichen setzen, meistens immer dann, wenn man das Schiff für kurze Zeit verlässt und sich im luftleeren Raum umschaut. Tolle Panoramaaufnahmen wechseln sich mit schönen Vakuum-Effekten z.B. von Flüssigkeiten ab. Weniger gelungen sind die Körper und Gesichter der Protagonisten. Kendra und Hammond und auch die Video-Logs samt vermisster Freundin Nicole können mit dem sonst starken Eindruck nicht ganz mithalten. Super dagegen, dass man auf ein HUD verzichtet hat, um den Spieler noch tiefer in diesen Sci-Fi-Albtraum eintauchen zu lassen. Alle relevanten Informationen lassen sich direkt am Anzug oder den Waffen ablesen und intensivieren somit das Spielerlebnis noch.

Die Soundkulisse steht der grafischen Präsentation in nichts nach und unterstreicht wie in einer Symbiose das creepy Bedrohungsszenario der einzelnen Levels. Immer, wenn das automatische Notfall-System einzelne Räume absperrt, die Alarmsirene losschlägt und man sich darauf gefasst macht, in einem engen Raum gleich um sein Leben zu fürchten, steigt der Adrenalin-Spiegel des Spielers in ungeahnte Höhen. Und der Score ist so gut, dass man ihn wahrnimmt, auch wenn er allein gesehen nicht besonders hervorstechen würde. Die Synchronisation ist im Englischen (gespielt wurde die UK-Version) extrem dicht und der Titel bestätigt die Tatsache, dass deutsche Lokalisationen zwar durchaus solide und akzeptabel sind, man im Zweifelsfall aber immer besser daran tut, die Systemsprache seiner PS3 auf Englisch umzustellen. Schade nur, dass Spielfigur Isaac wie die Hauptfigur aus 'Bioshock' nie die Geschehnisse kommentiert und keine Antworten in "Dialogen" gibt. Das hätte das Involvieren des Spielers nochmals gesteigert.

Grafik: 9/10
Sound: 8/10

Sonstiges - Spielzeit, Ladezeiten und Langzeitmotivation
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Die insgesamt 12 Level sind für geübte Spieler im normalen Schwierigkeitsgrad in 10-13 Stunden abgehandelt, wobei gerade die späteren Levels recht groß und lang werden können. Das Trophy-System motiviert neben der Qualität des Spiels zu weiteren Durchgängen in höheren Graden. Da fällt auch der fehlende Multiplayer nicht ins Gewicht. Dabei ist das Spiel nie unfair, arbeitet mit fair verteilten Speicherpunkten und sollte man mal im Spiel den Necromorphs zum Opfer fallen, wird man ebenfalls an fair verteilte Checkpoints versetzt.

Sehr angenehm sind auch die Ladezeiten. Die gibt es im Spiel explizit nämlich nur sehr selten. Ansonsten haben die Entwickler darauf gesetzt, die Module im Hintergrund immer dann laden zu lassen, wenn man Drucktüren öffnet oder mit dem Aufzügen fährt. So wird gewährleistet, dass das Spiel so selten wie möglich unterbrochen wird und auch die Stabilität des Titels ist handwerklich solide Arbeit. Kein Freeze, kein Absturz bei mittlerweile 2 Durchgängen und rund 20 Stunden Spielzeit.

Spielzeit: 7/10
Ladezeiten/Stabilität: 9,5/10

Fazit
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Dead Space ist eines, wenn nicht das beste Spiel, das derzeit für Sonys Konsole zu haben ist und das erscheint angesichts der Konkurrenz, die sich nach mühseligem Beginn etabliert hat wie ein Qualitäts-Zeugnis. Natürlich muss man als Spieler ein Faible für Science-Fiction und für Horror mitbringen, darf man sich vom Gore-Gehalt des Spiels nicht abschrecken lassen. Wer damit kein Problem hat, kommt an dem Spiel nicht vorbei. In meiner Gunst steht Dead Space sogar über Blockbustern wie GTA IV und dem thematisch ähnlichen Bioshock. Definitiv ein Spiel für die Hall of Fame, ein Spiel zum Sammeln und Behalten. Normalerweise bin ich mit Wertungen jenseits der 90% sparsam aber hier gibt es;

Spielspaß: 9,6/10
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1-3 von 3 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 09.04.2009 02:19:48 GMT+02:00
Tolles Review!
Das einzige, was du nicht erwähnt hast ist die Tatsache, dass die ohnehin schon kurzen Ladezeiten nicht durch eine 5 GB-Instalation erkauft werden (wie bei DMC 4 oder RE5).
Ansonsten ein sehr gutes Review, Dead Space rockt!

Veröffentlicht am 11.04.2009 12:22:25 GMT+02:00
Matt meint:
Gute Rezension, aber ein kleiner Fehler ist da: Nicht die FSK ist für die Games da, sondern die USK!

Veröffentlicht am 26.11.2009 19:45:13 GMT+01:00
Älex2509 meint:
ja gute rezension aber ehrlich nicht DAS beste aber sehr gutes game...
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