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Kundenrezension

am 4. Dezember 2008
Man kann sich der allgemeinen Begeisterung über diesen Film nur anschließen; meiner Meinung nach ist er vielleicht handwerklich nicht so perfekt wie die Leone-Filme, aber inhaltlich und vor allem wegen der Charakterzeichnung besser, so dass ich ihn noch über die Dollar-Trilogie stellen würde. Lee van Cleef, der wirklich ein großer Schauspieler war, gelingt es in der Figur von Corbett, Coolness und Zielstrebigkeit, aber auch Unsicherheit und Traurigkeit darzustellen. Anders als die meisten Italo-Western-Helden ist er verwundbar, was durch die Schusswunde, die ihm Baron von Schulenberg im finalen Duell zufügt, symbolisiert wird - ein Duell, das Corbett selber am allerwenigsten will und das ihm auch keine Befriedigung bereitet.
Die restaurierten Passagen sind außerordentlich wichtig und verändern die Perspektive auf beinahe alle Hauptfiguren - Brokston wirkt jetzt noch skrupelloser und hämischer, Corbett noch nachdenklicher, und von Schulenberg (Gerard Herter mal wieder als grandioser Gegenspieler, der aus seinen wenigen Szenen das Maximum herausholt), ein Charakter, der in der alten deutschen Fassung gar nicht auftritt, ist nicht nur selbst interessant, sondern dient auch dazu, Corbett enger zu definieren; dieser wechselt praktisch kein Wort mit von Schulenberg, obwohl er von diesem mehrfach dazu aufgefordert wird. Es wird deutlich, dass Corbett darauf Wert legt, zu betonen, dass ihn außer den Schießkünsten nichts mit dem Baron verbindet. Was mir persönlich allerdings fehlt, ist eine Szene, in der von Schulenberg wirklich zeigt, was er kann, etwa in einem Duell mit den beiden Komplizen von Broxtons Schwiegersohn, die der Magnat um die Ecke bringen lässt (leider geschieht dies off-stage). Einiges versteht man auch erst durch die restaurierten Szenen, etwa den Umstand, dass der mexikanische Don, bei dem Brokston zu Gast ist, am Ende nur einen Seitenblick auf dessen Leiche wirft und dann fortreitet, obwohl er und seine Leute Corbett und Cuchillo leicht überwältigen könnten.
Daher praktisch Daumen hoch auf der ganzen Linie. Nur die Rezension im Inneren des Booklets von Koch-Media darf man nicht ganz so ernst nehmen; will man ihr glauben, so handelt es sich bei Der Gehetzte um eine Art antikapitalistischer Parabel. Das ist maximal ein Aspekt eines komplexen Werks; so übersieht der Rezensent (Wolfgang Lukey) die religiöse Thematik vollständig.
Ein Superfilm!
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