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Kundenrezension

am 10. September 2012
Wirklich neu ist das Haus, dass Slaughterhouse da gebaut haben, genau genommen nicht. Bereits vor drei Jahren erschien ihr Debüt "Slaughterhouse". Nur wurde es nachdem man lange nichts von ihnen gehört hatte, mal wieder Zeit für einen Neuanstrich. Dieser wurde ausgerechnet von einem Signing durch Shady Records durchgeführt. Auf einmal standen Slaughterhouse mitten im Rampenlicht. Jeder sprach über die Supergroup, alle warteten auf dieses Album. Mit Eminem als leitendem Produzenten im Rücken schaffte es das Kollektiv sogar auf Platz 2 der Albencharts.

Da stellt sich zunächst natürlich direkt die Frage, inwiefern sich der Sound geändert hat. Sind sich die Schlachtermeister weitgehend treu geblieben oder huldigen sie in jedem Song ihrem neuen Chef und dem Mainstream? Natürlich fällt Eminems Einfluss durchaus auf und auch ist das Album massentauglicher als der Vorgänger, aber Slaughterhouse bewahrt seine Stärken nämlich lyrische Raffinesse und auf der selben Seite Skrupellosigkeit jetzt gepaart mit mehr nachdenklichen anmutenden Momenten.

Direkt der Albumstart mutet deutlich anders an, als es das bedrohliche Cover vermuten lässt. Über einem sehr ruhigen Beat von Alex da Kid gebühren die ersten Zeilen des ersten Songs (das Intro habe ich mal außen vorgelassen) "Our House" Eminem. Dieser bringt auch gleich noch einen ganzen Rap-Vers, der sich gewaschen hat. Die übrigen liefern ebenfalls ab, im Prinzip geht es um ihren Weg ins Rap-Business, um Erinnerungen an die Anfänge oder an ihr Leben vor Rap. Lediglich Joe Budden ist kaum beteiligt an dem Song. Er steuert gerade einmal zwei Zeilen bei, die als Motiv immer wieder auftauchen: "I just want to be the realest MC, the same time being as real as can be".

Erst nach diesem durchaus gelungenen, aber sehr verhaltenen Start nimmt das Album an Fahrt auf, was mit "Coffin" leider erstmal in die Hose geht. Ein enttäuschender Beat von Hit-Boy, eine enttäuschend repetitive Hook von Busta Rhymes und nervige Synths lassen einen diesen Song schnell skippen. Mit "Throw That" ist wieder einmal Eminem dabei, jedoch auch zum letzten Mal auf dem Album. Der Song überzeugt durch seinen Vybe, der Assoziationen zu Nachtclubs weckt und durch gewitzte Lines wie "You mad, they call me botox up in Hermes 'cause I help them get rid of all those bags"

Mit "Hammer Dance" folgt dann die erste Single und wohl auch das Highlight des Albums. Ein starker Beat von AraabMuzik und die Crew liefert genau das, wofür man sie liebt: aggressive gut geflowte Parts und eine gute Hook. Auf "Get Up" wird es dann zwangsläufig ein bisschen ignorant "Took the idea of a group and re-imagined it without planning it, now the whole planet has to admit that’s the shit" aber wenn das alles so gekonnt vorgetragen wird mit einer musikalischen Unterlegung, die No I.D. mehr als nur gelungen ist, muss man die Jungs dafür einfach lieben. Sich feiern tun sie dann auch weiter auf "My Life", der Lead-Single des Albums. Nur leider will diese nicht so richtig zünden. Der Beat klingt viel zu sehr nach Mainstream, es fehlt an Power und die Hook von Cee-Lo Green angelehnt an den Welthit "Rhythm of the Night" geht gar nicht. Royce und co. geben sich aber alle Mühe, durch gute Verses den Song vom Totalausfall zu bewahren, was irgendwie auch gelingt. Trotzdem eher Tief- als Höhepunkt.

Der Rest des Albums weiß nicht so wirklich, in welche Richtung es denn so gehen soll. Man findet Club-Tracks wie "Throw It Away", aggressive Bretter wie "Frat House" oder "Die", ruhig anmutende Songs wie "Goodbye" und "Rescue Me", etwas zum zelebrieren mit "Park It Sideways" und ein Outro, das soundtechnisch eher auf Größe setzt. Das ganze bleibt zwar höchst unterhaltsam, schwache Lieder findet man, obwohl Skylar Grey's Hook auf "Rescue Me" ein wenig ausgelutscht klingt, vergeblich. Sowohl die Beats als auch die Texte überzeugen auf ganzer Linie. Besonders hervorzuheben ist hier "Goodbye", auf dem sehr persönliche Geschichten erzählt werden, die alle mit dem Tod verbunden sind. Joe Budden trauert um die Fehlgeburt von Zwillingen seiner Freundin, Crooked I um seinen Onkel und Joell Ortiz um seine Großmutter. So persönlich und ehrlich hat man das Kollektiv bisher noch nicht hören können. Die Strophen sind großartig geschrieben mit detaillierten Beschreibungen, die erstaunlich lebendige Bilder vor den Augen des Zuhörers erzeugen. Die Hook sorgt dann für Gänsehaut.

Was prinzipiell ein sehr guter Schluss des Albums ist, wirkt nur leider sehr zusammengewürfelt. Dass auf "Goodbye" der Song "Park it Sideways" folgt, in dem über "Drug life" und "Thug life" gerappt wird, ist ein passendes Beispiel dafür, dass es dem Ende des Albums sehr an einer bestimmten Richtung mangelt. Diese Tatsache und der schwache Song "Coffin" sowie das suboptimale "My Life" sorgen dafür, dass das Album zwar nicht als perfekt oder überragend aber immer noch als sehr gut bezeichnet werden kann. Die vier haben sich deutlich weiterentwickelt, sowohl flowtechnisch als auch textlich. Die Songs im einzelnen wirken auch irgendwie mehr aus einem Guss, die Übergänge zwischen den Strophen sind flüssiger und greifen besser ineinander als auf dem Vorgänger. Leider ein bisschen zusammengewürfelt das Ganze.

Nun noch meine 5 Favoriten:

1. Hammer Dance - Die erste Single überzeugt durch den starken Beat und stimmige Verses. Es wird genau das geliefert, was man von Slaughterhouse erwartet.
2. Goodbye - Der persönlichste Song der Crew bis dato. Die verschiedenen Geschichten werden dabei so gut erzählt, dass sie einem selbst sehr ans Herz gehen.
3. Flip A Bird - Vielleicht der beste Beat des Albums. Die Schlachter flowen dann auch noch auf diesem so gut, dass es nur Spaß macht, ihnen dabei zuzuhören.
4. Get Up - Da diese Rapper raptechnisch sowieso immer überzeugen, machen die besten Beats die besten Songs auf dem Album. So auch hier mit einem von No I.D. sensationell eingearbeiteten Sample.
5. Throw That - Ein stabiler Beat von T-Minus und 5 herrausragende Rapper, die sich mit unendlich viel Wortwitz die Klinke in die Hand geben - was will man da noch mehr?
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