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Kundenrezension

am 20. Februar 2011
Knapp drei Jahre sind vergangen, seitdem mit "The Silver Falls" das letzte Album der "Dark Fantasy Folk"-Band Elane erschienen ist.

Seitdem machte man sich auf zu neuen Pfaden und nähert sich nun mit dem aktuellen Album "Arcane - Music inspired by the works of Kai Meyer" der Literatur an, was eine gänzlich neuartige Episode im Schaffen dieser einzigartigen Band bedeutet, befasste man sich doch zuvor inhaltlich mit der selbstkreierten Fantasywelt "Glenvore".

Fans und Hörer, die sich inhaltlich an die alten Kompositionen gewöhnt hatten, werden sicherlich überrascht sein aufgrund der inhaltlichen Veränderungen in den Lyrics, was allerdings in keiner Weise etwas negatives bedeutet - die Texte sind wie gewohnt märchenhaft schön und fassen die Inhalte der behandelten Bücher von Kai Meyer wunderbar zusammen, sodass selbst Personen, die sich zuvor nicht mit den Büchern des Bestsellerautors befassen durften, ohne Umwege von der fantastischen Welt Kai Meyers gefesselt werden - auch der Autor dürfte durch diese musikalische Umsetzung also so einige Leser dazugewinnen.

Elane beginnen "Arcane" mit dem recht kurzen Intro "The Gift", welches sehr atmosphärisch ist und eine schöne Überleitung zum eigentlichen Opener "Heart of the Desert" darstellt.
Mit "Heart of the Desert" liefert die Band direkt zu Beginn einen sehr sperrigen und hypnotischen Track, der erst im Refrain große Eingängigkeit entfaltet, dafür aber sehr entwicklungsfähig ist und längerfristig sicherlich hängen bleiben wird (4 von 5 Punkte). Der Track stellt einen wunderbaren Zusammenhang zum Roman "Göttin der Wüste" her, Kopfkino garantiert. Man sieht vor den eigenen Augen förmlich die endlosen Weiten einer Wüste...

Im Folgenden setzt man mit dem sehr orientalischen "Samarkand" auf ein Instrumentalstück, welches sehr treibend und rhytmisch daherkommt und dadurch durchaus den Charakter hat, den Hörer zum Tanzen zu animieren. "Die Sturmkönige" werden ab diesem Zeitpunkt in Musik gewandelt und das vorbezeichnete Instrumental ist eine wunderbare Einleitung in diese Welt voller Dschinns und fliegender Teppiche (4 von 5 Punkte).

Und schon ereilt den Hörer eines der stärksten Lieder des Albums: "Arcane Ride" (auch "Die Sturmkönige") beinhaltet wieder Gesang und ist in seiner Eingängigkeit kaum zu überbieten - der Song kommt wieder etwas elektronischer und poppiger daher, entwickelt aber dadurch ein ganz eigenes Flair und weiß den Hörer schon in den Strophen völlig in seinen Bann zu ziehen - vom großartigen Refrain will ich erst gar nicht sprechen (5 von 5 Punkte).

Mit "Magdalena" ("Herrin der Lüge") haben Elane einen sehr melodischen, folkigen Song erschaffen, der allerdings wieder eine andere Facette dieses überaus vielfältigen Albums hervorruft - es wird sehr orchestral, chorale Strukturen verursachen eine absolute Gänsehaut und sowohl Strophen als auch Refrain wissen vollends zu überzeugen. Einfach zauberhaft und wieder ein Highlight der CD (5 von 5 Punkte).

Nach dem sehr emotionalen "Magdalena" beruhigen die qualitativ sehr hochwertigen und folkigen Instrumentals "Wasser und Fels" und "Die geheime Melodie" (beide "Loreley") den Hörer ein wenig, bevor mit "My Ivory Fairy" (ebenfalls "Loreley") eines meiner beiden absoluten Lieblingslieder des Albums folgt.
Von mir favorisiert werden hier vor allem die schwelgerischen, zauberhaften deutschen Strophen, welche sich direkt als Ohrwurm erweisen - der Refrain beinhaltet wiederholt viel Bombast und kommt in einem sehr melodiösen Gewand daher. Absolut klasse und vorrangiger Anspieltipp (5 von 5 Punkte).

"Abendruf" ist eines der letzten Stücke des "Loreley"-Zyklusses - verträumt und zurückhaltend entwickelt es eine Anmut, die ihresgleichen wohl nicht finden wird. Einfach wunderschön, so wie man es von Elane gewohnt ist (5 von 5 Punkte).

"Lurlinnight" ("Loreley") kann nicht besser gemacht werden, als man es hier vorfindet - Elane gehen mit akustischen Gitarren und Whistles zu Werke und vergessen somit wieder einmal ihre Wurzeln nicht. Wenn ich einen Lieblingstrack des Albums benennen müsste, würde ich diesen hier wählen (5 von 5 Punkte).

Das man auf textlose Instrumentals nicht verzichten möchte, beweist die Band weiterhin mit "Spinnenhaus" ("Loreley") - eines der besten Instrumentalstücke der CD und sehr empfehlenswert!

Lateinisch wird es mit "Deae Noctis" ("Loreley") - sehr beschwörerisch und rituell - hypnotisch, wieder sperriger und sehr düster; auch weniger eingängig als zuvor. Nicht weniger gelungen, nein! Das Stück braucht nur eine gewisse Eingewöhnungszeit und wird dann schon seine Wirkung haben. Nicht das allerbeste Lied von "Arcane", aber beileibe kein ungelungenes, daher vergebe ich hier 4 von 5 Punkte.

"Dämmertal" (letztes Lied im Zusammenhang mit "Loreley") ist ein etwas zu kurz geratenes Instrumental, allerdings ein wunderschönes Stück dazu! Wäre es etwas ausschweifender und tiefgreifender geworden, wäre meine Ansicht dazu noch verbessert worden - daher handelt es sich an dieser Stelle um ein sehr kurzweiliges Instrumental. Nicht um mehr, aber auch nicht um weniger.

Das am wenigsten gelungene Stück ist meiner Ansicht nach leider "Masken" - das vorletzte Stück - welches sich sehr von den anderen Stücken der CD unterscheidet und sehr experimentell erscheint. Auch die Thematik wird moderner und vor allem realer - "Das zweite Gesicht" von Kai Meyer entführt den Leser in das Berlin der 20er Jahre - in die düstere Epoche der Stummfilme.
Der Gesang in "Masken" ist alleinig Nicos Sache und ist daher durchgängig männlich. Das alleine ist nicht grundsätzlich zu beanstanden, aber für mich ist der Song strukturell etwas zu sperrig und er kann mich leider nicht im Ansatz ansprechen. Das ist allerdings sehr subjektiv und kann in anderen Rezensionen schon wieder anders gesehen werden, daher nur 2 von 5 Punkten.

Einen fantastischen Abschluss findet das Album dafür aber in "Goddess of the Night" (auch "Das zweite Gesicht") - Jorans Gesang und der dezidierte Einsatz der Geige machen den Song zu einem würdigen Ende von "Arcane" (4 von 5 Punkte).

Da das Album nun im Detail bewertet wurde, komme ich nun zum Fazit:

In der Gesamtheit haben sich Elane, wie schon einige Vorredner feststellen konnten, arg weiterentwickelt und dennoch nicht ihre folkigen Wurzeln aus den Augen verloren. Spielte man auf dem letzten Longplayer oft noch mit progressiverem Rock, kommen nun eher die Folkelemente zum Tragen, was mich als eher dem Mittelalter zugewandten Musikliebhaber sehr freut. Durch den vermehrten Einsatz von Folkinstrumenten wird die phantastische und mythische Stimmung der Lyrics, die eben von den Fantasy-Büchern Kai Meyers inspiriert wurden, perfekt transportiert. Ein sehr rockiges Album hätte an dieser Stelle schon eine sehr andere Wirkung gehabt und wäre dem vielleicht weniger gerecht geworden.
Das größte Lob geht allerdings wiederholt an Jorans Stimme - diese beherrscht das Album vordergründig und ist für mich die weltbeste.

In diesem Sinne bin ich sehr gespannt auf das nächste Album, von dem ebenfalls schon bekannt ist, dass es thematisch wieder Werke von Kai Meyer behandeln wird - diese Zusammenarbeit scheint die richtigen Ansätze zu schaffen und goldwerte Inspirationen ans Tageslicht zu befördern.

Weiter so! (Gesamt: 5 von 5 Punkte)
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