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Kundenrezension

am 8. März 2013
Für Steven Wilson stellt das Rock-Album immer noch eine Kunstform dar. In akustischer, sowie physischer Hinsicht. Daher gibt er sich bei all seinen Alben die größtmögliche Mühe, jedes musikalische Detail und jede Stimmung auf den Punkt zu bringen und mit der verkörperten Form des Albums, durch das Artwork und das Material des Booklets, tatsächlich dem Kunstbegriff möglichst nahe zu kommen.

Während und nach seinem zweiten Album Grace For Drowning widmete sich Wilson in mehreren Reissue-Projekten den klassischen Alben von King Crimson, so wie einiger anderer klassischen Progrock-Alben von Prog-Größen wie ELP und Jethro Tull die er klangtechnisch aufpolierte und in 5.1 Suround abmischte.

Im Rahmen seiner Arbeit an deren Masterbändern stellte Wilson fest, dass der besondere Charme dieser Aufnahmen darin lag, dass die Bands ihre Stücke meist live einspielten und bei den Aufnahmen miteinander kommunizierten. Zudem besitzen diese größtenteils nicht großartig nachgebesserten Aufnahmen eine künstlerische Ehrlichkeit, die viele der heutigen Aufnahmen nicht mehr besitzen. Diese Erkenntnis und die intensive Beschäftigung mit dem musikalischen Werk dieser Bands, sollten dann auch die Inspiration für sein nächstes Werk The Raven That Refused To Sing darstellen. Eine Hommage an den musikalischen Geist der 70iger Jahre.

Das Album enthält sechs Songs, die Wilson speziell für seine Tourband im Hinblick auf deren musikalische Fähigkeiten komponierte. Mit dabei sind Nick Beggs (ja der von Kajagoogoo) am Bass, Marco Minnemann an den Drums, Theo Travis (Saxofon, Flöte etc.) und Adam Holzman an den Tasten. Neu ist lediglich Gitarrist Guthrie Govan, der das Sextett seitentechnisch virtuos vervollständigt und alle Soli spielt. Wilson beschränkt sich auf den Gesang, Rhythmusgitarre und zusätzlichen Keyboards. Zusätzlich verpflichtete er Alan Parsons (DER Alan Parsons) als Engineer und Co-Produzenten für The Raven und spielte mit seiner Band, die mit ihm die Grace For Drowning Tour bestritt, die Songs in wenigen Tagen live in Los Angeles ein.

Wilson setzt hier sechs von ihm verfasste und zum Teil sehr düstere Gruselgeschichten musikalisch in Szene.

Drei Songs (LUMINOL, THE HOLY DRINKER und THE WATCHMAKER) stellen hierbei musikalisch eine Verbeugung vor den Progrock-Größen der 70iger Jahre dar. Hier greift Wilson bewährte Stilelemente des Progrock von Bands wie King Crimson, Yes, Genesis, ELP oder Jethro Tull auf und vermischt diese zu seiner eigenen Progrock-Melange, der zum einen der Geist dieser Bands innewohnt, aber zugleich auch eine neue Interpretation dieses Musikgenres darstellt. Und die klingt zumeist wesentlich frischer und aufregender als die Altmeister zu ihrer Zeit. Dies liegt zum einem an den gänzlich anderen technischen Möglichkeiten der Studiotechnik und zum anderen musizieren hier wahrlich virtuose Musiker, die zum Teil seit Jahrzehnten sich ihre musikalischen Sporen verdient haben und wesentlich abgeklärter aufspielen können, als die damals noch sehr jungen Musiker der ersten Progrock-Bewegung. Daher ist dieser Vergleich vielleicht nicht ganz fair aber dennoch zutreffend. Zudem bietet Wilson hier keine großen Frickel-Epen an, sondern lässt seine Mitstreiter songdienlich ihr Können vorführen.

Die übrigen Songs (DRIVE HOME, PINDROP und THE RAVEN THAT REFUSED TO SING) bewegen sich dann eher in dem vertrauten Wilson-Klangkosmos, fügen sich aber nahtlos in das Gesamtbild des Albums mit ein. Mit dem Titelsong hat Wilson zudem ein großartiges Album-Finale geschaffen. Vom schwermütig düsteren Anfang bis zum erhebend schönen Finale, stellt er wieder einmal seine Fähigkeit unter Beweis, aus einer eigentlich einfachen Idee etwas zeitlos Schönes zu schaffen.

Wilson ist hier ein sehr homogenes Album gelungen, auf dem sich Text und Musik kongenial ergänzen, atmosphärisch dicht, virtuos eingespielt und durchweg sehr unterhaltsam. Die druckvolle aber dennoch warme Produktion des Albums ist sicherlich der Erfahrung Alan Parsons geschuldet, der hier mal wieder hervorragende Arbeit geleistet hat. Man glaubt fast mit den Musikern zusammen in einem Raum zu stehen. Das dies tatsächlich live eingespielt wurde mag man kaum glauben.
Ich denke es ist mehr als verfrüht hier von einem Klassiker zu sprechen. Dies wird die Zeit erst zeigen. Aber das Album wächst mit jedem Hören und hat meine hochgesteckten Erwartungen mehr als erfüllt. Großartig !
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