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Kundenrezension

9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen „Früher gab es Sklavenketten; heute gibt es kabellose Computer“, 24. Oktober 2013
Rezension bezieht sich auf: Bin ich hier der Depp?: Wie Sie dem Arbeitswahn nicht länger zur Verfügung stehen (Broschiert)
Feierabend, Freizeit und Urlaub verlieren zunehmend an Bedeutung. Manchmal so scheint es, gelten sie bereits als Relikte vergangener Zeit. In der modernen Arbeitswelt zählen Flexibilität, Multitasking und sehr hohe Einsatzfreude. Möglichst 365 Tage im Jahr. Diese Aspekte gelten selbstverständlich ausschließlich für dieMitarbeitenden – nicht für die Unternehmenden.

In dem ihm eigenen Stil – konkret, pointiert und humorvoll – widmet sich Martin Wehrle in seinem neuesten Buch dem Arbeitswahn in deutschen Unternehmen.
Einem Wahn, der einem gefährlichen Virus gleich die moderne Arbeitswelt zu infizieren und zu zersetzen droht.
Überstundenberge (drei Milliarden werden pro Jahr in Deutschland geleistet), Multitasking und ständig wachsender Arbeitsdruck kennzeichnen den Arbeitsalltag vieler Menschen. „Dass jeder dritte Vorgesetzte von seinen Mitarbeitern erwartet, bei Krankheit weiterzuarbeiten und jeder vierte Arbeitnehmer keine Zeit mehr für seine Pausen hat, muss uns beunruhigen“, fordert der Autor gleich im Vorwort. Zu Recht.
Wehrle entlarvt - untermauert durch konkrete Beispiele - was sich tatsächlich vielfach unter dem Label ‚flexible Arbeitswelt/moderne Arbeitswelt’ verbirgt: Ein perfides System aus Manipulation, Verleumdung, (falschen) Versprechungen und sogar dreisten Lügen. Begründet wird dieses Verhalten oftmals mit der Globalisierung (S.23,280).
In einem Unternehmen zum Beispiel, so berichtet der Autor (Beispiel S. 36ff), führte der Vorgesetzte eine sogenannte ‚Ü-Prämie’ ein. Mit dieser Prämie sollte der fleißigste Mitarbeiter belohnt werden. Alle Mitarbeitenden waren aufgerufen, ihre Überstunden zu erfassen, um sie am Monatsende veröffentlichen zu können. Dieses Vorgehen erzeugte Druck und Konkurrenz. Der Gewinner dieses „Überstunden-Rennens“ konnte zum Jahresende 700 Überstunden vorweisen. Er wurde mit einer Prämie im Wert von 1.500€ belohnt. Zwei Euro pro Stunde.

Aus Angst vor einer möglichen Schlechterstellung oder gar Kündigung kommen viele Mitarbeitende selbst abstrusen Anweisungen ihrer Vorgesetzten nach, anstatt sich abzugrenzen. So campierte beispielsweise eine Filialleiterin im Lagerraum um weitere Einbrüche zu vereiteln. Einen Security-Dienst hatte die Geschäftsführung aus Kostengründen abgelehnt.
In vielen Unternehmen werden die Ängste der Mitarbeitenden geschürt. Allerdings, so zeigt Wehrle anhand der Praxisbeispiele auf, bietet angepasstes Verhalten auf Dauer keinen Schutz, um zum Beispiel die nächste Kündigungswelle zu umschiffen.

Wie man sich der obenbeschriebenen Überstundenfalle beziehungsweise dem Arbeitswahn grundsätzlich entziehen kann, thematisiert Wehrle im zweiten Teil des aktuellen Buches. Er gibt konkrete Anregungen und offeriert somit ein praxistaugliches Handwerkszeug zur nachhaltigen Abgrenzung im Arbeitsalltag.

Abgrenzung erfordert Mut. Martin Wehrle macht Mut und fordert zum Handeln auf. „Wenn Überforderung kein individuelles Problem ist, dann muss die Lösung aus mehreren Richtungen kommen“, so die Einschätzung des Autors. Er präsentiert sechs Vorschläge, was Gesellschaft, Politik und Firmen tun können.
Eine kritische Gesellschaft kann zum Beispiel den Boykott nutzen: „Wenn Millionen Menschen einen Konzern boykottieren, weil er seine Mitarbeiter ausbeutet, dann
behandelt der Konzern seine Mitarbeiter sofort besser“.
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