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Kundenrezension

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Motorölverschmierter Hard Rock Ende der 80iger, 12. Oktober 2013
Rezension bezieht sich auf: circus of power LP (Vinyl)
Mit Faster Pussycat und Guns N'Roses schwappte die Sleaze Rock-Welle über den Erdball, was es den 1986 in New York gegründeteten Circus Of Power ermöglichte, mit ihrem fiesen, rauen, von Blues und Punk beeinflussten Hard Rock einen Plattenvertrag zu ergattern, und eine gewisse Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Unmittelbar nach Abschluss des Plattenvertrages machte sich die Band daran, ihre erste LP aufzunehmen ..

Circus Of Power veröffentlichten dann 1988 mit ihrem Debütalbum "Circus Of Power" eine Scheibe, die vor Motoröl und Rock N'Roll nur so triefte. Seinerzeit wurden Circus Of Power sofort und oft mit Guns N'Roses verglichen, ein Vergleich, der nicht nur aufgrund der dreckigen Rockmusik, sondern auch aufgrund dem äußeren Erscheinungsbild und dem Biker-Image der Band, getroffen wurde. Es sollte damals das Schicksal jeder neuen amerikanischen Hard Rock-Band sein, mit Guns N'Roses, die ohne Zweifel das Maß aller Dinge waren, verglichen zu werden, ganz egal, ob dies zutraf oder nicht. Allzuweit hergeholt ist der Vergleich mit Guns N'Roses jedoch nicht. Die E-Gitarren bei Circus Of Power klingen ähnlich rau und schmutzig, wenn nicht sogar noch rauer. Doch wenn Guns N'Roses eine gut geschmierte Rennmaschine im Grenzbereich waren, dann waren Circus Of Power eine knatternde Harley-Davidson. Soll heißen, musikalisch traten die Blues-Einflüsse bei Circus Of Power viel stärker in den Vordergrund, sie spielten nicht so schnell und so offensichtlich von Punk beeinflusst wie Guns N'Roses.

Darüberhinaus umgibt den Sound von Circus Of Power eine gewisse Schwere, eine gewisse Düsternis, die man bei L.A.-Hard-Rock-Gruppen so nie finden konnte. Die Musik der Band hatte diesbezüglich den Vorteil, im Gegensatz zu einigen Post-Guns N'Roses-Hard-Rock-Bands, all ihre wesentlichen New Yorker Einflüsse und Erfahrungen aus einer Szene, der auch solche Bands wie Raging Slab, Blitzspeer und Cycle Sluts From Hell entsprangen, zu offenbaren und widerzuspiegeln. Ihr urbaner Großstadtdschungel war ein anderer als der in L.A., er war dichter in seiner Härte und Realität. Aber auch etwas trostloser. So rotzig, roh, und rau Circus Of Power auch geklungen haben, so unterlagen sie nicht nur einer gewissen Schwere, sondern sie transportieren dadurch auch eine gewisse Finsternis, die man in dieser Form am ehesten noch bei Danzig oder auch Kyuss finden konnte. Circus Of Power kommen nicht nur auf einem sonnenüberfluteten Highway oder bei Sommerhitze, sondern auch bei Regenwetter großartig.

Der Opener "Motor" gibt da gleich die Marschrichtung vor, und rockt bluesig, erdig und straight vorwärts, Frontmann Alex Mitchell hat eine ziemlich raue und dreckige, aber auch charismatische Stimme. Interessant finde ich, dass das kurze Solo zu Beginn, 2 Jahre vor "The Razor's Edge", dem Riff von "Thunderstruck" ziemlich ähnlich ist. Außerdem gibt es dann noch ein Böhse Onkelz-Lied, das auf den Namen "Sie hat 'nen Motor" hört, und so klingt, als die Onkelz sich davon haben beeinflussen lassen. An zweiter Stelle folgt "White Trash Queen", ein rauer, swingender, aber auch melodischer Blues-Rocker, der auch ein wenig (nur ein wenig) nach Swamp-Rock und Creedence Clearwater Revival klingt. "Call Of The Wild" ist meines Erachtens dann schon der absolute Höhepunkt auf dem Album, obwohl der Rest qualitativ nicht schlechter ist. Der Song gehört ganz allgemein zu meinen Lieblingsliedern: Quietschende Gitarren, harte Riffs, tolle Melodien, rauer Gesang, hartes Schlagzeugspiel, Tempowechsel, ein toller Refrain und ein toller Text.

Das Circus Of Power-Debüt ist ohnehin von sehr lyrischen, fast schon poetischen Texten über Frauen, Drogen, Straße und Motorrädern gefüllt. Der folgende Song "Needles" bietet dann eine kleine Überraschung auf dieser rohen Scheibe Rock N'Roll: ein kurzes Piano-Intro, bevor es ähnlich ruppig und bluesig weitergeht. Ein weiterer toller Song, mit einem ins Ohr gehenden Refrain. "In The Wind" nimmt dann ein wenig Geschwindigkeit auf und fetzt mit rasiermesserscharfen Gitarren über den Highway. Eine musikalische Liebeserklärung ohnegleichen. Dieses Tempo wird im wesentlichen auch bei "Heart Attack" beibehalten, der Song ist nur wesentlich bluesiger und erdiger, mit abgefahrenen, im Dreck wühlenden Gitarren-Riffs. "Crazy", ein hartes Iggy-Pop-Cover, bremst dann ab, ist aber keineswegs sauberer und fügt sich gut ins Album ein. "Letters Home" dürfte dann trotz des Textes der fröhlichste Song auf dem Album sein, er klingt ein wenig nach Southern Rock und ist nicht mehr ganz so ruppig, wie ich finde. "Backseat Mama" wird dann wieder schneller und gemeiner, getrieben von einem coolen Riff, rocken Circus Of Power nocheinmal mit höherer Geschwindigkeit, bevor "Machine", ein harter, sehr rauer Blues-Rocker, und der lässige, melodische Shuffle-Rocker "Turn Up The Jams", der damals nur auf der CD-Pressung erhältlich war, das Album beenden.

Obwohl es zu dem Album die gut gemachten Videoclips zu "Motor" und "Call Of The Wild" gab, die damals auf Rotation bei MTV gingen, ist dem Album kein größerer Erfolg vergönnt worden. Die Lieder auf dem selbstbetitelten Debüt sind in ihrer Rohheit und ihrem Klang so pur wie der Sound von AC/DC, wenn auch wesentlich rauer und zeitgemäß schmutzig. Die Produktion ist nicht unbedingt schlecht, wirkt aber nicht sehr wuchtig, wenn nicht gar ein wenig dünn, der Sound klingt jedoch klar und knochentrocken, was wiederum aber alles perfekt zu diesem räudigen Street-/Sleaze Rock von Circus Of Power passt, der nicht nur Musik für die Straße ist, sondern auch den "American Way Of Life" in seiner teilweise düsteren Realität charakterisiert und musikalisch ausdückt.
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