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Kundenrezension

am 15. September 2009
Das Buch hatte in mir die Hoffnung geweckt, dass es auch einem normalen Sterblichen die verborgenen Motive seines Konsumverhaltens erklären kann. Leider war das Buch weder informativ noch spannend geschrieben.

Häusel teilt die Motive eines Menschen in 3 Kategorien ein: Balance, Stimulanz und Dominanz. Nach seiner Theorie kann jedes (Kauf-)Verhalten aus diesen Grundmotiven erklärt werden. Das Ganze nennt Häusel Limbic Map. Das mag schön und gut sein, aber leider wird diese Theorie durch nichts belegt. Die Erläuterungen und Begründungen sind oberflächlich, und es gibt nur wenige neue oder gar überraschende Erkenntnisse.
Wenn es sich denn gar nicht zusammenfügt, wird die Realität auch schon mal der Theorie angepasst. Ein Beispiel: Es wird die - durchaus interessante - These vertreten, es gäbe keine rationalen Kaufentscheidungen, alles Handeln beruhe auf Emotionen. Zum Beleg wird ein Fall angeführt, in dem die Kunden ein Waschmittel nicht mehr kauften, weil der neu gestaltete Karton aufgrund der veränderten Grösse nicht mehr in das dafür vorgesehene Fach des Schranks passte. Da denkt der Leser "Wenn das keine rationale Kaufentscheidung ist, was dann?" Aber Häusel erklärt, ein solches Verhalten sei emotional, denn der jetzt zwangsläufig neben dem Schrank stehende Waschmittelkarton würde den Ordnungssinn der Hausfrau stören und sie so aus ihrer Balance bringen. Tja...

Häusel hält es nicht für nötig, eingangs die Begriffe Emotion bzw. Motivation zu erklären, obwohl auf ihnen fast das gesamte restliche Buch aufbaut. In der Fachliteratur füllen allein diese beiden psychologischen Fachbegriffe ganze Bücher. Der Autor führt in seinen Beispielen die subliminale Beeinflussung an (das Einblenden von Bildern oder Kaufaufforderungen in einem Film, so kurz, dass es nicht bewusst wahrnehmbar ist, das aber angeblich den Zuschauer zum Kauf animiert.) Doch es ist längst bekannt, dass die subliminale Beeinflussung zu den in den 50er Jahren aufgekommenen Alltagsmythen gehört. Solche Werbemethoden hat es nicht gegeben, und ein Nachstellen der beschriebenen Versuche hat gezeigt, dass eine derartige Beeinflussung keine Wirkung hat. Aufgrund von solchen Randdetails fällt es schwer zu glauben, dass der Autor tatsächlich einen Abschluss in Psychologie haben soll.

Warum im Buch immer wieder auf die Neurologie des Gehirns eingegangen wird (ab und zu werden Begriffe wie Amygdala, Hypothalamus oder orbitofrontaler Kortex eingestreut) bleibt rätselhaft. Vielleicht dienen sie nur dazu, Eindruck zu schinden, oder den Anschein zu erwecken, das Ganze sei neuro-physiologisch untermauert. Die Kernaussage des Buchs, die Limbic Map, kommt gut ohne derartige Fachbegriffe aus, und steht zu ihnen auch in keinem Zusammenhang. Das Buch hätte entscheidend an Profil gewonnen, wenn diese neurologischen Einschübe weggelassen worden wären.

Muss man Verkäufer sein, um sich für das Buch begeistern zu können? Ich habe darin weder interessante Information gefunden, noch fand ich es ansprechend geschrieben.
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