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Kundenrezension

am 6. April 2014
[enthält minimal Spoiler]

kurz vorweg,
ich habe damals über 7 Jahre Everquest gespielt. Nachdem die tägliche Spielzeit aber immer weiter zunahm, habe ich aus persönlichen/familieren Gründen die Notbremse gezogen und mir eigentlich selbst eine MMO-Sperre verhängt. Was macht man stattdessen? Richtig... man spielt Elder-Scrolls, angefangen mit Morrowind, dann Oblivion und danach das fantastische Skyrim, alles mit Mods.

Lange Rede kurzer Sinn, bei "The Elder Scrolls Online" bin ich einfach schwach geworden... und habe mich direkt bei der Beta angemeldet, insofern habe ich schon ein wenig von der "TESO"-Welt gesehen.

Der Grafikstil erinnert stark an die jeweiligen Elder-Scrolls Titel. Es gibt Bereiche, die erinnern an Morrowind, wie z.B. der Vulkan, oder auch der Baustil der Gebäude, dann sind auch Anleihen aus Oblivion und natürlich Skyrim vorhanden.

Für die Modder unter euch: die Grafik ist qualitativ deutlich über Skyrim "Vanilla" angesiedelt. Hier hat man sich wohl von "ENB" inspirieren lassen. Viel "sun glare", Tiefenunschärfe usw sind Garant für eine für MMORPG-Verhältnisse wirklich hervorragende Grafik.

Mit der Musik verhält es sich ähnlich und ist wirklich sehr stimmig geworden. Es stellt sich auf jeden Fall sofort das Elder-Scrolls-Gefühl ein und man vergisst zunächst, dass man einen MMO-Titel spielt.

Der Spielercharakter kann also auch erstmal solo gemütlich die Welt erkunden und kleinere und auch größere Aufgaben erledigen, die sich teilweise auch sogar auf die Spielwelt auswirken. Hinter jeder Quest steckt eine Geschichte. So unterhält sich der Pöbel über denjenigen, der den König gerettet oder auch die Belagerung der Stadt vereitelt hat. Es ist mir auch noch kein wiederholbarer Quest begegnet. Quests wie "Bringe mir 15 Felle von Puma XY" kann man nur ein einziges mal machen, danach ist Feierabend!

Die deutsche Synchronisation ist hervorragend und eigentlich jeder NPC hat etwas zu plaudern... so und nicht anders muss das sein!

All das trägt dazu bei, eine realistische und dynamische Welt aufzubauen, in dem der Held quasi eintauchen kann.

Erfahrung sammelt der Held eher über erledigte Quests anstatt das übliche Monster-grinden, zumindest ist das am Anfang so. Wie bereits erwähnt sollte man eventuell nicht zu schnell leveln und die Quests auch mal zu Ende lesen, und sich nicht durchzuklicken, denn dann stellt sich insgesamt ein tolles Elder-Scrolls feeling ein.

Ausgesprochen gut gefällt mir das "Crafting" system. Wie in anderen MMO-Titeln muss man dafür Ressourcen sammeln wie z.B. Eisenerz, aus denen man dann Eisenbarren herstellen kann. So stehen einem aber am Anfang die sogenannten "Rezepte" nur rudimentär zur Verfügung, manches bleibt dem Held auch verwehrt und ist der anderen Rasse vorbehalten. Andere Rezepte müssen erst noch gefunden werden. Weitere "Tradeskills" sind das Schneidern, das Schreinern, die Verzauberung, Alchemie und das Kochen. Außerdem kann auch noch geangelt werden.

Insgesamt gefällt mir "TESO" bis jetzt wirklich ausgesprochen gut, vor allem die Atmosphäre ist wirklich toll!

Weitere Fakten die eventuell erwähnenswert sind:

-Es gibt zwei "Mega-Server", einen USA-Server und einen für Europa, auf denen man jeweils 8 Charaktere erstellen kann.

-Die Stabilität der Server ist bisher sehr gut.

-Auf Computern der Mittelklasse ( HD 7870 GHZ aka R9 270X ) läuft TESO bereits auf höchstmöglichen Einstellungen.

-Einige Bugs sind noch vorhanden, von denen aber auch schon viele bereits bereinigt worden sind.

-Die monatlichen Kosten belaufen sich auf etwa 13 Euro und können auch mit der Game Time Card beglichen werden.

-Nach Eingabe des Game-Codes ist die Angabe eines weiteren Abo-Models nach Ablauf der 30 Tage erforderlich.

-Wer keine Kreditkarte hat, ordert die "Game Time Card" am besten gleich mit dazu.

-Im Kampf kann aktiv geblockt und mit einer "Hecht-Rolle" ausgewichen werden.

Zur physischen Imperial Edition: Das Artbook ist herausragend gut, toll bebildert, ist ziemlich wertig verarbeitet und hat über 200 Seiten. Ganz im Gegensatz zur Molag Bal-Statue. Hat man die nämlich erstmal aus der sehr umfangreichen Verpackung befreit und zusammengebaut ( 3 Teile ) macht sich die Ernüchterung breit. So toll wie so oft beschrieben, finde ich persönlich die nämlich gar nicht und das liegt nicht am Design sondern am Material. Billigstes Plastik ohne Gewicht... also die Hobbit-Figur aus der Extended Blu-ray, oder auch der Drache von der Skyrim Limited Edition ist da um Welten besser und massiver, einfach wertiger verarbeitet.

Trotzdem, insgesamt gesehen ist es eine tolle Edition geworden, der digitale Inhalt ist auch ok.

Wer auf Figur und Buch verzichten kann, ist vielleicht bei der digitalen Imperial Edition am besten aufgehoben.

Als Fazit fällt mir nur wenig negatives ein. Vier Charakterklassen sind sehr wenig. Desweiteren können z.B. Gegenstände, die sich im Bankfach befinden, am Amboss aufgewertet werden. Das ist nicht realistisch und mir zu "komfortabel". Einige Quests könnten auch besser "instanziert" sein. So tummeln sich sehr oft mehrere Spieler im gleichen Raum, nur um z.B. einen Zettel aus einer Hütte zu besorgen. Außerdem gibt es auch noch kein Handelshaus oder dergleichen. So bieten Spieler in guter alter Marktschreier-Manier ihre Waren an... hat ja auch was für sich.

Ich bin gespannt wie ein Flitzebogen wie sich das Game mit der Zeit entwickeln wird. Ein gewaltiges Potential ist auf jeden Fall vorhanden. Bis dahin ist es mir gute 5 Sterne wert!

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Nachtrag 14.04.14

Über die Güte und langfristigen Erfolg eines Online-Spiels entscheidet in einem großen Maße auch, und vor allem die Community selbst. Wie ist der allgemeine Umgangston untereinander? Niemand, dem es wirklich langfristig auf den Spielspaß ankommt, lässt sich gerne diesen durch andere permanent vermiesen.

Ein kurzes Statement dazu:

Noch niemals habe ich persönlich so viele verbale Entgleisungen der übelsten Art gesehen, wie bei TESO. Vor allem "deutsche" Kommentare stoßen mir im Zonen-Chat teilweise übelst auf. Was ich da schon zum Teil lesen musste ist haarsträubend. Entweder hat das allgemeine Niveau im Vergleich zu vor 10 Jahren gewaltig nachgelassen oder ich habe nur zu lange kein MMO mehr gespielt. Ein gewisses Mindestmaß von "playing nice" wird von mir einfach vorausgesetzt.

Desweiteren wird das Chat-Fenster dermaßen von "Gold-sellern" zugespammt, dass etwa alle 5 bis maximal 10 Minuten ein neuer "Kandidat" auf die "Ignore" Liste gesetzt wird. Es tummeln sich da bereits über 100 Namen. Für jeden, der darauf landet, kommen aber gefühlt 5 neue bekloppte dazu.

Noch etwas ist mir aufgefallen... ich renne also Richtung Eisenerz, möchte ja schließlich mal gut Schmieden können. Kurz vor Erreichen des Brockens "ploppt" plötzlich ein Charakter auf, schnappt sich das Eisenerz, ist aber eine Sekunde später wieder weg?
Ok, dachte ich mir, hatte vielleicht lag, da hinten ist ja auch noch ein "Jute" und eine Rune. Ploppt wieder einer für eine Sekunde auf und erntet alles ab. Kann alles Zufall sein, kein Problem. Nur haben diese imaginären Charaktere Namen wie z.B. "ljfdhabg" oder "dwgtkjthd" und haben auch keinerlei Equipment oder Ausrüstung dabei... Spawnen, Ernten und verschwinden in weniger als zwei Sekunden, alles ohne "Spitzhacken-Animation". Lustig wird es eigentlich erst dann, wenn sich beide (oder auch ein Dutzend von den China-Bots) auf einer großen grünen Wiese um ein einziges, besonders schnelles Jute "zanken" und wie angewurzelt in der Pampa rumstehen. Ohne entsprechende Screenshots kaum zu glauben.

Neuerdings looten Speed-Hacker sogar aus der Luft oder "glitchen" durch den Boden. So wird das nötige Ressourcensammeln für den ehrlichen Spieler extrem erschwert und ist für ungehinderten Spielspaß nicht gerade förderlich.

Erwähnenswert sind auch ganze Gruppen solcher Bots, die wie an der Perlenkette gezogen von Mob zu Mob rennen. Hier wird es wohl nicht mehr lange dauern, bis der neugekrönte Kaiser computergesteuerter Natur sein wird.

"hail mein Kaiser iyfxhxtghxpwhxsfdfgjh"

Bleibt abzuwarten wie Zenimax gegen Bots, Cheater, Gold-Spammer, Speed-Hacker und Konsorten vorgeht. Laut Hersteller sind bereits hunderte Spieler gebannt worden.

Zumindest gegen den Spam der total nervigen Gold-seller lässt sich etwas ausrichten. Es gibt mittlerweile Mods bzw sogenannte "Addons", die sich in das Verzeichnis installieren lassen und Abhilfe schaffen.

Bis dahin "Happy Hunting" Euch Gamern.

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Nachtrag 19.08.2014

Kurz zum positiven, die Bot-Problematik hat sich deutlich entschärft, hier hat Zenimax gut gehandelt und dem Ganzen wohl den Riegel vorgeschoben.

Nach dem Umzug des EU-Servers von Amerika nach Deutschland und endlosen Updates/Patches möchte ich nochmal auf die zahllosen Unzulänglichkeiten des Spiels eingehen, die mich dazu veranlasst haben, ESO doch deutlich (um zwei Sterne) abzuwerten. Denn es gibt einfach noch viel zu viele frustrierende Kleinigkeiten, die mir in Summe einfach auf den Keks gehen.

Seit dem Serverumzug hat ESO massiv mit Lags zu kämpfen. So dauert es mitunter schon mal 10 Sekunden, um eine Kiste zu öffnen. Das wäre nicht so schlimm. Wenn aber der Character mitten im Kampf scheinbar die selbe Zeit regungslos da steht, oder deswegen aus den Instanzen gekickt wird, alles scheinbar nicht mehr in Echtzeit abläuft, ist für mich der Spielspaß deutlich abgewertet. Diese "Lags" erscheinen dann oftmals in Peaks, wo dann fast die gesamte Zone betroffen zu sein scheint. Scheinbar ist der Megaserver dann überlastet, oftmals geschieht das dann am Wochenende. Wenn man nun aus dem Spiel geworfen wird, und sich danach wieder einloggen möchte, erscheint nicht etwa eine kleine Entschuldigung... nein, man bekommt dann schon mal die Meldung, dass man doch zu viele Nachrichten verschickt hätte und man doch das Spamming zu unterlassen habe. Wenn man in einem sogenannten MMO keine 3 Sätze mehr schreiben darf, bzw dann schon als Spammer deklariert wird, macht mich das erstmal ratlos. Es handelt sich hier übrigens nicht um einen Einzelfall, wie mir Gilden-Mitglieder bestätigt haben.

Desweiteren nervt mich die unglaubliche Platznot im Inventar, auch wenn das durch größere Stapelgrößen von z.B. Runen etwas besser worden ist. Diesbezüglich bleiben mir einfach noch zu viel Fragen offen, und zwingen zum ständigen umloggen zwischen den jeweiligen Charakteren und ein ausgedachtes Inventar-Management, verusacht durch ein nicht durchdachtes Handelssystem. Hierzu ein kleines Beispiel: Man geht zum Händler (NPC) und "verkauft" einen Stapel bestehend aus 100 Stück Rotweizen, 100 Molybdän, 100 Mangan, 100 Würmer (wichtig zum Angeln), 100 Flusskrebse, 100 Knoblauch, 100 Zwiebeln, 100 Schneebeeren... und bekommt 0 Goldstücke (NULL GOLDSTÜCKE!?!), was soll das?

Ein Auktionshaus gibt es nicht, stattdessen kann man dann ja in bis zu fünf Gilden eintreten und dann jeweils bis zu 30 Gegenstände 30 Tage lang verkaufen. Echtes Gildenfeeling kommt bei mir dabei aber ehrlich gesagt nicht auf.

Zusätzlich erschwerend kommt hinzu, dass das Zusammenspiel durch die drei Allianzen verhindert wird. Will man ein Verlies absolvieren, muss nicht nur das Spielerlevel einigermaßen übereinstimmen, sondern alle müssen auch der selben Allianz angehören. Nicht einmal Gildenintern kommen Spieler der drei Allianzen zusammen. Frustpotential für zukünftige große Raids ist vorprogrammiert.

Desweiteren ist eine Überarbeitung des UI und der "Schnellzugriffs-Leiste" für Heiltranke notwendig. Außerdem nervt, dass Items oft nicht auf vorhandene Stapel gelagert werden, sondern ein neuer Stapel "aufgemacht" wird, den man dann später zusammenführen muss, um keinen unnötigen Platz zu verschwenden.

Jedes große Update geht mit zusätzlichen Problemen einher. Was vorher ging, geht auf einmal nicht mehr (z.B. neue Bugs bei Quests), Erfolge/Errungenschaften fehlen plötzlich, abgeschlossene und erledigte Verliese und Dungeons sind plötzlich nicht erkundetes Neuland.

Ich könnte jetzt weitere Punkte aufführen, wie z.B. den /stuck-Befehl, der einem aus der mangelnden Kollisionsabfrage befreit, allerdings dann mit vielen Goldstücken bezahlt werden will, nicht erscheinenden Errungenschaften im Archievementsystem etc.

Eine Abwertung von fünf auf drei Sterne bleibt mir als Fazit.
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