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Kundenrezension

am 6. Oktober 2013
"Ja wo isser denn ???" fragen die polnischen Death-Metaller DEMOGORGON im Titel ihres Zweitwerks, und liefern dem Hörer damit ausreichend Platz für Spekulationen. Wen oder was sucht das polnische Haudrauf-Trio auf "Where is he...?" denn nun sooo händeringend? Folgende Vermutungen sind naheliegend: Wo ist der rote Faden? Wo ist der musikalische Geistesblitz? Und vor allem, wo zum Kuckuck ist ein halbwegs kompetenter Produzent, der diesen lächerlichen Schlagzeug-Sound wieder "geradebiegen" kann? Fortsetzung folgt...
Die Todesblei-Kapelle DEMOGORGON gibt es schon seit knapp 18 Jahren, hat sich aber in dieser langen Zeit noch nicht den allergrößten Bekanntheitsgrad erspielt. Und die Band macht auch keinen Hehl daraus, dass sie sooowas von unfassbar böse ist...böser geht's eigentlich kaum! Von Religion halten sie nichts, von Christen am allerwenigsten, die Welt ist schlecht...und der Bassist kann sogar seine eigenen Fans nicht leiden, was er mit einer kurzen Schimpftirade in der Thankslist (im Booklet!) für die Nachwelt auch gern schriftlich festhält. Kurzum, es werden alle Klischees bedient!
Das alles wäre gegebenenfalls etwas glaubhafter, wenn die Mucke diesem verbal entfachten Hass auch standhalten würde. Aber grad hier bewegen sich DEMOGORGON auf verdammt dünnem Eis. Gegen simplen, primitiven Uptempo-Death-Metal habe ich grundsätzlich nie etwas einzuwenden. Blöd wird es dann nur, wenn man selbst an der niedrigsten Hürde kapituliert. DEMOGORGON würden vermutlich gerne ihren großen Todesblei-Idolen wie MORBID ANGEL , DEICIDE , MALEVOLENT CREATION (ganz eindeutig!) und entfernt DYING FETUS nacheifern...scheitern dabei aber bereits im Ansatz. Auf Songs wie "Kill for a drop of blood" , "Feel what I feel" , "Bleeding" oder "Chaos in the flesh" hantieren die drei Satansbraten vornehmlich mit denselben Ideen, die vor 20 Jahren eventuell mal ganz okay waren, die Mitte der Neunziger aber bereits von exakt jenen Bands gespielt wurden. Speziell bei den wütenden Gitarren-Riffs (im Extrem-Metal zweifellos das A und O!) greifen DEMOGORGON fast ausschließlich auf abgehangene Ladenhüter zurück. Ein gewisses Aggressionslevel ist durchaus vorhanden...und auch am spielerischen Können der Musiker liegt es wohl nicht, dass beim Hörer am Ende nichts ankommt. Akuter Melodiemangel ist auch kein echter Kritikpunkt. Es fehlt schlicht und ergreifend der Eigencharme oder ein gewisser "Pass auf, jetzt passiert was!"-Charakter. Nein, DEMOGORGON sind beileibe keine Songwriting-Genies, weswegen man während der 36minütigen Spielzeit ausschließlich ausgelutschte und längst verstaubte Ideen aus der Kiste holt - nur das es eben keine Schatzkiste ist! Richtig passabel geht das Trio immer nur dann zu Werke, wenn das Maschinengewehr-Dauerfeuer (also geschätzte 90% des Albums) mal zu Gunsten des Midtempos zurückgeschraubt wird. Denn Songs wie "Don't believe their lies" , "King" oder auch "Enemy of both sides" können zumindest phasenweise überzeugen.
Das größte K.O.-Kriterium von "Where is he...?" ist aber zweifelsohne die furchtbare Produktion...insbesondere der schlappe Schlagzeug-Sound: Kennt ihr noch dieses rosarote Trommelhäschen aus der Duracell-Werbung? Nun ja, der verantwortliche Soundmann - ein gewisser Herr Felek - kennt es offensichtlich noch und hat sich gleich mal inspirieren lassen. Anders lässt sich dieser komplett verhunzte Klang der Snare-Drum einfach nicht erklären. Selbst wenn man die notwendige Geduld aufbringt. So leid es mir tut: Keksdosen sind nicht evil! Keksdosen sind dazu da, um darin leckeres Gebäck aufzubewahren. Dies sieht die Band jedoch leider anders. Überraschend nur: So eine Keksdose kann als Ersatz für eine richtige Snare-Drum ganz schön laut sein. Das dachte wohl auch Herr Felek, und ließ dem Klöter-Wahnsinn seinen Lauf. Ob es beim Aufnehmen der Drums technisch mit rechten Dingen zugegangen ist kann ich nicht beurteilen. Leise Zweifel sind aber angebracht.
Dies ist aber nur der letzte Sargnagel für ein ansonsten ziemlich langweilige Platte, die bis zum Hals im unteren Mittelmaß versinkt. Warum ich die Band DEMOGORGON bisher nicht kannte? So langsam wird mir einiges klar...
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