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Kundenrezension

15 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Die Verhunzung eines Meisterwerks, 23. Juli 2013
Rezension bezieht sich auf: Stonehenge (From Then Till Now) (Audio CD)
Was haben Fans darauf gewartet! Seit den Originalveröffentlichungen waren die beiden Werke des englischen Klangtüftlers Chris Evans und des deutschen Sängers David Hanselmann - "Stonehenge" (1980, fantastisch) und "Symbols" (1981, nicht ganz so stark aber immer noch mehr als hörbar) - nicht mehr erhältlich. Nun also ersteres in einer überarbeiteten Version, "Stonehenge - From Then Till Now" betitelt, erstmals auf CD.

Laut Werbung sollen vier neue Songs im alten Stil und zwei alte in neuen Versionen enthalten sein. Dazu wurde "Genesis", ursprünglich erster Titel auf Seite zwei der LP, an den Anfang gesetzt. So weit so gut...

Beim Anhören dann die böse Überraschung! Auch alle anderen Titel wurden massiv überarbeitet. Instrumente wie Irish Fiddle und Saxofon und (nicht wenig) Backgroundgesang wurden hinzugefügt und verändern den Charakter der Songs massiv. Das soll wohl an das alte England erinnern, was ja thematisch paßt - musikalisch paßt es nicht! Das Original bestand neben Drums, Bass und Gitarre sowie Davids mächtiger Stimme hauptsächlich aus elektronischem Instrumentarium, was eine einzigartige Atmosphäre schuf und Vergleiche mit Pink Floyd und The Alan Parsons Project provozierte. Diese Atmosphäre wurde jetzt durch das neu hinzugekommene Instrumentarium weitgehend zerstört. Davids Gesang geriet zu weit in den Hintergrund. Daß die neuen Songs keine große Bereicherung sind, fällt da gar nicht mehr ins Gewicht. "Guinevere" (ein langsames Stück mit Klavier und viel Chorgesang) ist OK und hätte ins Original noch gut gepaßt. "The Isle of Glass" besteht nur aus Chor. "Lancelot & Guinevere": Vogelgezwitscher, künstliches Orchester, Dudelsack und Kampfgeräusche (!). "Layamon's Prophecy" (nach dem Epilog!) ist sehr rockig - nicht schlecht aber ein Fremdkörper. Irrsinnigerweise klingt die neue Version vom Stonehenge Theme am Schluß am ehesten wie das Original, bevor die irische Fiedel vom Anfang wieder ertönt.

Könnte man nun über Sinn und Zweck (und Gelingen) der ganzen Neuerungen noch diskutieren (ist ja auch Geschmackssache), geht eins wirklich gar nicht: Gingen die Stücke auf dem Original meistens ineinander über oder schlossen zumindest nahtlos aneinander an, werden sie hier ein- und ausgeblendet und mit Pausen versehen. Dadurch wirkt das ganze Werk auch noch zerhackstückelt. Unmöglich!

Jemand hat das hier mit den Veränderungen bei dem ersten Alan-Parsons-Album verglichen. Kein Vergleich - Parsons hat dezent einige Gitarrenspuren und einen gesprochenen Part von Orson Welles hinzugefügt und die Dynamik etwas verändert (abgeschwächt - das einzig wirklich Negative) und die Atmosphäre seines Werks bewahrt. Hier hätte zwingend die Originalversion auf einer zweiten CD dabeisein müssen, dann wäre ich auch in meiner Bewertung gnädiger gewesen. Fans, die das Original im Ohr (oder gar noch auf LP) haben und hier lediglich eine Klangverbesserung erwarten, sollten dieser Veröffentlichung mit Vorsicht begegnen.
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1-2 von 2 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 02.10.2014 12:48:11 GMT+02:00
Hi Frankie Eyes,
..
ich stimme Dir sehr zu, und bin nun auch enttäuscht vom neuen Resultat, .. zumal behauptet wurde, es wurden 2 Jahre (!) am "Remastering" gearbeitet.
Herausgekommen ist aber ein ziemlicher Fusch mit grässlichen back-ground Stimmen, die - wie Du so treffend sagst, die Hauptstimme von David Hanselmann in den Hintergrund drücken. Der Sound war auch besser auf Vinyl ..

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 22.06.2016 23:42:29 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 23.06.2016 00:06:07 GMT+02:00
Frankie Eyes meint:
Der Sound ist (fast) immer besser auf Vinyl als auf CD. Aber darum geht es hier nicht. Es geht darum, daß ein großes Werk in seinem Charakter massiv verändert wurde. Vergleich: die Original-Trilogie von Star Wars (Ep. IV-VI). Hätte George Lucas in den 1990ern nur die Special Effects aufbereitet und durch neue Details bereichert, hätte wohl keiner der Fans etwas dagegen gehabt. Als er jedoch am Inhalt 'rummurkste (Stichwort: Han Solo schoß zuerst), war der Aufschrei berechtigterweise groß. Damit wurde in die Story und in einer ihrer Hauptcharaktere massiv eingegriffen und herummanipuliert. Dasselbe geschah nun in dem großartigen Werk von Evans/Hanselmann. Wäre das als Neuinterpretation deklariert worden - vergleichbar mit dem unlängst erschienenen "War of the Worlds" von Jeff Wayne - wäre das zumindest ehrlicher gewesen.

Auf eine richtig vernünftige CD-Veröffentlichung von "unserem" Stonehenge werden wir wohl weiterhin warten müssen - obwohl es schon mal eine CD-Version gegeben haben soll, wie ich inzwischen erfahren habe.
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