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Kundenrezension

am 5. Oktober 2010
Ein erkenntnistheoretisches Werk. Die Autoren - Vertreter des Konstruktivismus - wissen, wovon sie sprechen. Das erkenne ich daran, dass sie es zustande bringen, komplexe Sachverhalte in einer verständlichen Sprache zu vermitteln. Das Prinzip, das sie von Anfang an begreiflich machen wollen, ist das Prinzip der Wahrnehmung und wie sie die eigene Wirklichkeit konstruiert. Es heißt also, Verantwortung zu übernehmen für das, was wir sinnlich erfahren bzw. für die Art, wie wir es interpretieren. Du bist, was du wahrnimmst. Oder: Wir sehen die Dinge nicht so, wie sie sind, sondern so, wie wir sind. Mit anderen Worten: Wir sehen nicht, dass wir nicht sehen. Wir sind also blind gegenüber unserer eigenen Blindheit. Und das betrifft nicht bloß die Augen, sondern unsere Sprache, und damit unser Denken. Mit allen notwendigen Konsequenzen, die eine getrennte Sicht von Subjekt und Objekt zeitigt. Lasst uns also beginnen, weniger oft das kleine ich ins Spiel zu bringen und zu versuchen, es zu behaupten, wo es doch stets ein Postulat bleiben muss, lasst uns damit fortfahren, vom Werden statt vom Sein eines Zustandes zu sprechen, und lasst uns schließlich abrücken von der Diktatur einer aristotelischen zweiwertigen Logik, die mit all dem, was ihre dualistischen Formalismen transzendiert, nichts Anderes anzufangen weiß als deren Sinnhaftigkeit vehement zu bestreiten oder selbstbezügliche Aussagen bei Argumentationen innerhalb dieser Logik einfach auszuschließen.

Ich las das Buch im Zuge meines Philosophiestudiums und muss sagen, dass es eine wirklich gute Übersicht über die Funktion sich selbst organisierender Systeme (autopoiesis) bietet. Wer sich mit den Themenkomplexen Zirkularität, Teleologie, Systemtheorie, Selbstorganisation, selbstreferentielle Begriffe wie z.B. Zweck, Ziel, Sprache, Erkenntnis, Bewusstsein beschäftigt und mit Logiken zweiter Ordnung, Kybernetik oder Fuzzy Logic... wer also an diesen Themenbereichen interessiert ist, wird mit dem Kauf dieses grundlegenden Werkes eine gute Wahl treffen.

Francisco Varela wie auch Fritjof Capra haben sich übrigens eingehend mit der buddhistischen Psychologie und Philosophie auseinandergesetzt. Bei Humberto Maturana weiß ich es nicht, aber da Francisco und er lange zusammen gearbeitet haben, besteht zweifellos ein wechselseitiger Einfluss an Ideen- und Gedankenwelten.
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