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Kundenrezension

am 3. Juni 2012
Stephen King Büchern sehe ich immer mit gemischten Gefühlen entgegen. Ich habe schon einige gelesen aber nur mit wenigen konnte ich so richtig was anfangen, daher bin ich in "Die Arena" ohne große Erwartungen gegangen und wurde mehr als überrascht.
Die Geschichte ist so komplex und mitreißend, dass ich mich zum Schluss kaum mehr als außenstehender Leser sondern vielmehr als Teil von Chester's Mill betrachtet habe. Es gab zwar auch schwächere Abschnitte im Buch, aber insgesamt ist diese Geschichte für mich eine der Stärksten von Stephen King.

Zum Inhalt: Es ist ein Tag wie jeder andere in der Kleinstadt Chester's Mill, doch er wird das Leben der Einwohner für immer verändern. Urplötzlich und ohne Vorwarnung stülpt sich eine gigantische Kuppel über die gesamte Stadt und schneidet ihre Einwohner so von der Außenwelt ab. Die Regierung zeigt sich schnell machtlos und so bricht bald Panik in der Bevölkerung von Chester's Mill aus, wodurch alle normal-menschlichen Gesetze außer Kraft gesetzt werden...

Bevor man sich an ein Buch setzt, dass 1275 Seiten hat muss man schon wissen worauf man sich einlässt. Natürlich ist die Geschichte komplexer und detailreicher, sodass sie besonders stark auf den Leser wirken kann. Gleichzeitig ist es aber auch schwieriger langatmige Passagen zu vermeiden. Auch wenn ich dieses Buch nirgendwo als langatmig bezeichnen möchte, gibt es durchaus Szenen die der Autor sich vielleicht hätte sparen können, die allerdings für die Stimmung beim Leser immer wieder gut waren.
Wenn man sich für dieses Buch Zeit nimmt und sich auf die schockierende Geschichte einlässt, dann wird es einen beeindrucken können und auch danach noch zum nachdenken anregen.

Die Geschehnisse unter der Kuppel sind hart und sehr überspitzt. Nun könnte man diese Ereignisse als lächerlich oder komplett überzogen ansehen, doch King hat eine Art sehr glaubwürdig zu schreiben, sodass ich mir immer noch Gedanken mache ob so schnelle Anarchie nicht durchaus denkbar wäre, wenn es eben einen 2. Stadtverordneten gibt, der die richtigen Fäden zieht.
Der Mittelteil der Geschichte geht teilweise langsamer voran, aber ich hätte trotzdem nie in Betracht gezogen das Buch abzubrechen. Immerhin passieren immer wieder neue Dinge, die Einwohner der Stadt sterben auf immer schrecklichere Weise und die große Frage nach der Entstehung der Kuppel bleibt im Vordergrund. Wer nach Büchern sucht, die man in 1-2 Tagen schnell durchliest, der ist hier natürlich vollkommen falsch. Auch ich als Schnell- und Vielleserin habe dem Buch fast 2 Wochen gewidmet, weil es eben viel Stoff ist, den man nicht auf einmal inhalieren kann. Wenn man sich aber die Zeit nehmen will, dann bekommt man eine Geschichte die berührt.

Zum Ende hin geht es dann richtig schnell. Die verbliebenen Überlebenden sterben in kürzesten Abständen, sodass die Emotionen für mich etwas sehr karg wurden. Vorher wurde jeder Tod noch groß betrauert, nun werden die Verstorbenen gerade mal in einem Satz noch genannt - für mich mehr als hart zu lesen, aber gerade diese Art hat natürlich auch wieder bestimmte Gefühle beim Lesen ausgelöst. Jeder neue Tote wird zu einem Schock für den Leser, sodass ich das Ende nur noch atemlos und mitgerissen verfolgt habe und die Geschichte unter keinen Umständen hätte mehr unterbrechen können.
Die Auflösung des Ganzen hat mir - hingegen der allgemeinen Meinung in den Rezensionen - allerdings gefallen. Klar, wer hier eine detailierte Auflösung will, wird enttäuscht sein. Wie in anderen King Büchern zuvor spielt auch hier Übernatürliches mit und so gibt es eben nicht die "logische" Erklärung für die Kuppel. Bei mir hat das Ende aber in jedem Fall zu einem geführt: Nachdenken. Es mag zwar eigentlich nicht logisch sein, trotzdem hat King es geschafft an die Ängste bei seinen Lesern zu appellieren: Was wäre wenn doch? Nur selten schafft es ein Autor mich so nachdenklich zu stimmen, sodass King hier einen wirklich guten Job geleistet hat.

Fazit: Dieses Buch ist lang und strotzt so natürlich nicht pausenlos vor Spannung. Dafür bekommt man als Leser die Möglichkeit Teil von Chester's Mill zu werden und die Gefühle und Gedanken der Einwohner hautnah mitzuerleben. Das Grauen unter der Kuppel berührt einen so besonders und es fällt schwer die Geschichte zwischendurch zu unterbrechen.
Bei mir verursacht das Buch beim Zurückdenken jedenfalls eine richtige Gänsehaut und ich komme von dem mehr als passanden Vergleich des "Ameisenhügels" kaum noch weg.
Wer nichts gegen eine lange und detaillierte Geschichte mit übernatürlichem Ausgang hat, der sollte dieses Buch schnellstens zur Hand nehmen. Es lohnt sich!
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