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Kundenrezension

am 2. Dezember 2013
Vorab sei darauf hingewiesen, dass in dieser Rezension ein oder zwei leichte Spoiler stecken, die aber sicherlich nicht zu viel verraten.

Earth 2 gehört zu den Serien, die es verdient gehabt hätten, wesentlich länger zu laufen, als nur eine Staffel. Sie gehört zu den wenigen Science Fiction Serien, die sich ernsterer Themen annehmen und nicht scheut, auch philosophische Fragen zu stellen. Wie verliefe unser Erstkontakt zu einer anderen Spezies, vor allem dann, wenn wir technologisch überlegen wären und ihre Welt besuchten? Kann und muss man sogar die Erde als lebenden Organismus betrachten, den es zu ehren und zu schützen gilt? Die einheimischen Bewohner der zweiten Erde, die Terraner, leben ja völlig im Einklang mit dem Planten und können ohne ihn nicht existieren. Sie leiden, wenn man der Erde gewaltsam gegenüber tritt, Raubbau an ihr betreibt. Sind wir Menschen wirklich in der Lage und bereit, aus unseren Fehlern zu lernen? Und nicht zuletzt: wie schaffen es Menschen, trotz unterschiedlichster Herkunft und verschiedenen Hintergründen dennoch, friedlich einem gemeinsamen Ziel entgegen zu streben? Sicherlich ist die Idee der Gaja-Hypothese in der SciFi nichts neues. Doch hier wird diese Theorie zum ersten und einzigen mal als Serie konsequent umgesetzt

Handwerklich bewegt sich der Pilot, aber auch der Rest der Serie tatsächlich auf höchstem Niveau. Das Design der im Film gezeigten Raumstation ist so gut durchdacht, dass für den Zuschauer kein Zweifel an der Funktionstüchigkeit aufkommt. So würden Wissenschaftler wahrscheinlich in Hundert Jahren solche Gebilde aus Stahl und Technik erbauen. In den 90er Jahren bereits bekannte praktische und theoretische Technologien werden erstaunlich ideenreich weiter entwickelt. Dabei halten sich die Produzenten und Drehbuchautoren glücklicherweise von gewissen genretypischen Elementen wie Laserwaffen oder „Gravitationsplatten“ fern. Nicht Warpantriebe, Kryotechnik ist hier der Schlüssel für lange Raumreisen. Der Pilot Alonzo Solace, gespielt von Antonio Sabáto Jr., sieht beispielsweise aus wie 22, ist aber über 100 Jahre alt. Die Kälteschlaftechnologie ist weit entwickelt, birgt aber Risiken. Auch Facharbeiter müssen sich in dieser Welt in den Kälteschlaf begeben, um zu Asteroiden zu fliegen, um diese auszubeuten. So bleibt auch Danziger nichts anderes übrig, als seine zehn jährige Tochter mitzunehmen. Derartige Details zeigen sehr deutlich, wie viel Mühe sich die Autoren gaben, eine glaubhafte und detaillierte Welt des 22. Jahrhunderts zu erschaffen.

Man wird in diese Welt gezogen, empfindet sie als real oder zumindest doch, als möglich.
Earth 2 ist eine Serie zum Mitdenken. Allzu viel Action darf man hier nicht erwarten. Sicherlich, es gibt diese Momente, in denen Danziger und die anderen Männer der Gruppe zur Waffe greifen, um sie zu verteidigen. Oft genug endet dieser Ausflug jedoch damit, dass sich zeigt, dass diese Maßnahme nicht nur unnötig, sondern falsch war. Friedliche Lösungen sind auf G889 angesagt.

Die Konflikte der Gruppe untereinander, die Auseinandersetzung mit dem Unbekannten, auch mit dem eigenen Ich und letztlich natürlich der Überlebenskampf aller Beteiligten, die auf bedingungslosen Zusammenhalt angewiesen sind, erzeugen hier die Spannung. Lediglich, dass die Autoren die Hauptstory manchmal aus den Augen verloren (z.B. Episode 13), stört ein wenig und sorgt für ein paar Abzüge in meiner Wertung.

Dennoch! Was hätte aus dem Projekt noch alles werden können, hätte man der Serie Zeit gelassen? Doch das Absacken von 21 auf 9 Punkte veranlasste NBC, die Serie vorzeitig einzustellen. So endete die Geschichte, bevor sie wirklich begann. Schade, denn Earth 2 hatte meiner Ansicht nach das Potential zu einer ganz großen Serie gehabt. So bleibt leider nur ein hervorragender Ansatz, dem eine viel zu kurze Lebensdauer beschieden war.
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