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Kundenrezension

am 8. November 2012
Nach langem Ringen habe ich mich doch entschlossen, eine Rezension zu Shades of Grey zu schreiben. Die Reihe ist einfach zu schlecht, um es nicht zu tun.

Meine Meinung zu Band 1 und 2 kann man sich zusammen reimen, wenn man die jeweiligen Bewertungen mit einem Stern liest... aber Band 3 toppt alles.

Zugegebenermaßen habe ich mir die Bände immer kurz nach dem Erscheinen gekauft, weil ich sehr neugierig war. Alle waren schnell gelesen, was aber auch kein Wunder ist bei dem literarischen Niveau. Inhaltlich war nichts dabei, woran man länger gekaut hätte.

Was das letzte Buch so entsetzlich zäh und unerträglich gemacht hat:

- die Prüderie. Ana macht ein unheimliches Theater, weil sie nicht vor ihrem Ehemann (!) pinkeln kann. Oder sich von ihm rasieren lassen will. Auf keinen Fall, das ist ja so unsittlich, das macht man nicht. Aber eigentlich möchte sie sich gern von ihm floggen und mit Silberkugeln stimulieren lassen. Wo passt das zusammen? Auch ihr kindisches Verhalten im Bezug auf Analspielchen ist anstrengend. Immer, wenn sie dachte "Sein Finger ist... DORT!" habe ich mir erstmal die Augen zuhalten müssen. Ich glaube, Feuchtgebiete wäre in Amerika streng verboten.

- die flache Persönlichkeit von Ana. Wer ist sie eigentlich? Was sind ihre Hobbies? Warum sind ihre besten Freunde ihre besten Freunde, sie behandelt sie wie normale Bekannte? Wie kommt es, dass sie trotz nicht vorhandenem Selbstbewusstseins und Graumaustum auf einmal die sexy Businesswoman spielen und einen ganzen Verlag leiten kann? Lächerlich. Sie ist ein völlig irrealer Charakter und ihre Darstellung - welche eigentlich? - hat mich durch alle Bücher gelangweilt. Am Ende ist sie nur noch Mrs. Grey, Anastasie Steele gibt es schon gar nicht mehr.

- die "Story", die im wahrsten Sinne des Wortes von vorne bis hinten voraussehbar war. Was bei den beiden in wenigen Tagen passiert, geschieht bei echten Paaren in Jahren nicht. Aber jede neue Wendung wird im Keim erstickt: der Stalker wird abgehängt, die nicht-Namensänderung nach einer Entschuldigung akzeptiert, der kranke Vater wird sofort wieder gesund, die Entführung wird quasi beendet bevor sie überhaupt beginnt. Und jeder, der das Ende von Band 2 gelesen hat und sich ernsthaft gefragt hat, wer der gruselige Verfolger in Band 3 sein mag, darf sich jetzt schämen. Die kurze Sichtweise von Jack war der schlechteste Cliffhanger, den ich jemals gelesen habe. Mit Abstand. Das Einzige, was wirklich ernst und realistisch ist, ist Christians Reaktion auf Anas Schwangerschaftsgeständnis. War wohl ein Zufallstreffer von James.

- die Krönung, das Schlimmste: die Darstellung einer krankhaften Beziehung als etwas Gutes, Reines, Wunderbares im Sinne von Disney. Nach der Vorstellung der Autorin findet eine verlorene, verkorkste, kranke Seele aka Christian ihre Seelenverwandte aka Ana und ihre unendliche Liebe "heilt" die kaputte Seele durch Geduld, durch Fürsorge und Hoffnung. Sie leben glücklich (wären sie Vampire würden sie auch nicht sterben!) und zeugen 7 Kinder. Oder so. Klingt natürlich toll, frau kann ihren Mann allein durch bedingungslose Liebe ins Licht zurückholen und die Wunden, die ihn sein ganzes Leben lang gequält haben, zum Verblassen bringen. So etwas wünschen sich viele und glauben auch daran, dass das möglich ist. Aber genau das ist Irrglaube. In der Realität verhält frau sich genau wie Ana, nämlich demütig, gehorsam, alles gebend, sich aufopfernd. Das Ergebnis davon ist nichts weiter als eine gegenseitige Abhängigkeit, die beide Partein (noch weiter) krank macht. Es gibt zu viele Frauen, die wirklich in einem solchen Teufelskreis leben, sich verzehren in der Hoffnung, bei ihrem Partner eine Wunderheilung vollbringen zu können, aber genau das ist nun mal nicht möglich. In Shades of Grey wird ein psychisches Problem verzerrt und verharmlost dargestellt.

Also, das Lesen des letzten Bandes hat mir beinahe schon physische Schmerzen bereitet. Die gesamte Reihe ist für etwas Ablenkung bei einem längeren Klobesuch zu empfehlen, ansonsten den Aufwand und das Geld nicht im Entferntesten wert.
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