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Kundenrezension

19 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Mensch hinter dem Heiligenbildchen, 8. November 2000
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Johanna von Orleans (DVD)
Dieser Film macht Schluss mit dem verklärten, weltentrückten Bild von der heiligen Jungfrau! Wer sich mit der historischen Gestalt der Jeanne d'Arc eingehender auseinandergesetzt hat, wird festgestellt haben, dass sie keineswegs eine frömmliche mittelalterliche Version unserer heutigen Chearleader war, sondern eine impulsive, willensstarke, zugleich aber auch etwas naive Frau war, die Europas Geschichte wie keine andere Frau beeinflusst hat. Wie aus den heute noch erhaltenen Prozessakten hervorgeht, ist Jeanne d'Arc tatsächlich beim Anblick der ersten Toten und Verwundeten in Tränen ausgebrochen. Gleichzeitig hat sie sich tatsächlich über viele Ratschläge ihrer irdischen Berater hinweggesetzt, weil ihre Heiligenstimmen ihr eine andere Strategie befahlen; meist nach dem Motto "Augen zu und durch". Außerdem hat sie persönlich alle Huren aus den Lagern ihrer Soldaten verjagt. Sie hat mit ihren Hauptleuten von Anfang an einen fast unverschämt vertrauten Ton angeschlagen. Ohne ihre treibende Kraft hätte sich Charles VII. nie so zeitig in Reims zum König salben lassen. Diese Frau hatte Mumm in den Knochen aber gleichzeitig ein Herz, das um jeden Toten, ob Franzose oder Engländer, aufrichtig trauerte und Gewalt verabscheute.
Als echtem Jeanne-Fan hat mir dieser Film viel gegeben. So, wie die Jungfrau hier dargestellt wird, ist sie keine leblose Ikone mehr, sondern endlich ein Mensch mit Ängsten und Fehlern. Luc Besson und eine hervorragende Jovovich haben ihr wieder Leben eingehaucht und sie endlich entstaubt.
Meiner Meinung nach hat Milla ihre Hausaufgaben gemacht und sich hervorragend auf diese Rolle vorbereitet. Hier ist eine Heldin zwischen Glauben und Wahnsinn, Mut und Raserei, Trauer und Freude. Die Zwiegespräche mit ihrem Gewissen sind grandios.
Das viele Anhänger des konservativen Jeanne d'Arc-Kultes diesen Film widerlich fanden, wundert mich im Übrigen kein bischen: hier ist sie nicht mehr der Inbegriff der Heiligkeit, hier hat Sie endlich die Power und die Ungezügeltheit, die sie im wahren Leben gehabt haben muss. Nachdem die Kirche sie über Jahrhunderte zu einer zahmen Charikatur ihrer selbst heruntergeredet hat und sie schließlich doch in eine typische Frauenrolle zurückgedrängt hatte - die der rührseeligen Märtyrer-Heiligen - hat sie in diesem Film endlich wieder mit allen Konventionen gebrochen.
Optisch und akustisch ein Genuss, für echte Fans der Jungfrau ein Kleinod, ist dieser Film gleichzeitig auch für hartgesottene Actionfans eine echte Granate. So macht Geschichtsunterricht wieder Spaß!
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1-3 von 3 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 02.04.2008 01:49:53 GMT+02:00
Ich hätte Milla einen Oskar für die Leistung gegeben!

Veröffentlicht am 08.06.2009 19:09:49 GMT+02:00
T. suske meint:
bester Kommentar! Herr/Frau Kunde! @michael und der Oscar kommt noch! :-)

Veröffentlicht am 19.11.2010 16:35:36 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 19.11.2010 17:52:26 GMT+01:00
Hola meint:
Dieser Film wird Johanna ganz bestimmt NICHT gerecht. Grundsätzlich sehen Menschen eine Erscheinung wie Jeanne d'Arc immer so, wie es zu ihrer Natur passt; das kann auch gar nicht anders sein. Spirituelle Menschen sehen sie deshalb selbstverständlich völlig anders, als Materialisten. Heute haben die Mensch vor allen Dingen die Neigung, alles Spirituelle zu profanieren; und dies tut auch dieser Film. Und daran erfreuen können sich am Ende nur solche, die Johanna ebenfalls ins materialistische Fahrwasser schieben wollen mit ihrem Verstehen. Sie spirituell zu fassen hat mit ''Verklärung'' nichts zu tun; genausowenig, wie Materialismus mit ''Aufklärung'' etwas zu tun hat. Ich finde Mila J. auch großartig in dem Film, habe mich aber doch sehr geärgert darüber, dass man Johanna am Schluss, dem heutigen Zeitgeist gemäß, mehr oder weniger als Bekloppte hinstellt. Das ist ein Verrat an ihrem wirklichen Impuls und Wesen! Genau dieser Geist hat sie am Ende hingerichtet. Sie wurde bekanntlch als ''wahnsinnige Hexe'' verbrannt, weil sie behauptete, von Gott gesandt zu sein, was für Materialisten natürlich nur Wahnsinn sein kann, nicht wahr? Sicher werden Heilige gerne irreal verklärt, trotzdem WAR Jeanne d'Arc eine tief religiöse junge Frau. Wenn es eines gibt, was aus den (mir bekannten) Prozessakten hervorgeht, dann das. Es gibt tatsächlich keine Aussage von ihr, die irgendetwas anderes belegt. Sie war schon als junges Mädchen hochgradig Hellsichtig, was in unserer Zeit grundsätzlich gerne ins Pathologische geschoben wird; und genau dieser Neigung gibt dieser Film Stoff. Johanna war eine sehr unschuldige Seele, tief Gott ergeben und gerade mal 17 Jahre alt, als sie ihren Auftrag bekam. Als man versuchte zu ihrem Inquisitionsprozess irgendetwas Anstößiges aus ihrem Heimatort zu erfahren, hörte man nichts weiter, als dass sie zuvor ein völlig reines und frommes Leben auf dem Lande lebte; umso drolliger, dass immer wieder so viele behaupten, sie sei voller Widersprüche gewesen, und das solche Filme irgendeine Wahrheit bringen würden. Johanna war tatsächlich ganz eindeutig! Sie hatte natürlich auch Zweifel, Ängste und innere Kämpfe, aber das hat mit Widersprüchen nichts zu tun. Gerade wenn es um ihre Sendung und ihren Auftrag ging, war sie unbeirrbar! Genau diese ihre Haltung kostete sie das Leben. Wer ernsthaft der Ansicht ist, dass dieser Film ein wahres Bild von Jeanne d'Arc zeichnet, der kennt sie nicht und kann sich unmöglich ernsthaft mit ihr befasst haben. Ich kenne kaum einen eindeutigeren und gottergebeneren Menschen, als Jeanne d'Arc. Um dies zu zeigen, möchte ich hier jetzt einmal Johanna selber zitieren, was sie vor ihren Richtern bis zum Schluss sagte. Sie selbst spricht sicher immer noch besser die Wahrheit über über sich, als all die vielen Meinungen der Menschen es tun:

"Alles was ich Gutes für Frankreich getan habe, das habe ich durch die Gnade und auf dem Befehl Gottes, des Königs des Himmels, getan, wie er durch seine Engel und Heiligen es mir offenbart hat, und alles was ich weiß, weiß ich einzig und allein durch die Offenbarungen und auf den Befehl Gottes. Auf sein Geheiß bin ich zu König Karl VII., dem Sohn König Karls VI., gegangen. Ich hätte mich lieber von Pferden zerreißen lassen, als dass ich ohne die Erlaubnis Gottes zu ihm gegangen wäre; in Gottes Hand sind alle meine Taten und Handlungen; auf ihn und auf nichts anderes war dabei alle meine Hoffnung gegründet; alles was seine heiligen Stimmen mir aufgetragen, habe ich nach meinen besten Kräften, so weit ich sie verstand, vollbracht; sie haben mir nichts geboten und versprochen als mit der Erlaubnis und dem Wohlgefallen Gottes und was ich auf seinen Befehl getan, davon glaube ich recht getan zu haben. Wollte ich alles sagen, was mir Gott geoffenbart hat, es würden acht Tage nicht hinreichen. Wie die Heiligen aber zum ersten Mal zu mir gekommen sind, das ge­schah also: Es sind nun sieben Jahre, es war an einem Sommertag um die Mittags­stunde, ich mochte ungefähr dreizehn Jahre alt sein und befand mich in dem Garten meines Vaters, da hörte ich zum ersten Mal mir zur Rechten nach der Kirche hin eine Stimme und es stand eine Gestalt in hellem Glanz vor meinen Augen. Sie hatte das Aussehen eines recht guten und tugendhaften Menschen, sie trug Flügel, war von den Engeln des Himmels begleitet. Denn die Engel kommen oft zu den Christen, ohne dass diese es gewahren, ich selbst habe sie oftmals unter ihnen gesehen. Es war das der Engel Michael. Es schien mir eine sehr ehrwürdige Stimme, aber ich war damals noch ein junges Kind und hatte große Furcht vor der Gestalt und zweifelte sehr, ob es der Engel sei. Erst als ich sie drei Mal vernommen, erkannte ich, dass es seine Stim­me sei; er lehrte und zeigte mir so vieles, so dass ich fest glaubte, er sei es. Ich habe ihn und die Engel mit meinen eigenen Augen so deutlich gesehen, wie ich Euch meine Richter sehe; und ich glaube so fest an das, was er gesagt und getan, als ich an den Tod und das Leiden unseres Herrn und Erlösers Jesus Christus glaube und was mich zu diesem Glauben bewegt, sind der gute Rat, der Beistand und die guten Leh­ren, die er mir geleistet und gegeben." - "Ich habe eine große Freude, wenn der heilige Michael und die Engel und die beiden Heiligen zu mir kommen, denn ich glaube, dass ich dann in keiner Todsünde bin, sonst meine ich, würden sie mich alsbald verlassen. - Die heiligen Margaretha und Katharina habe ich beide mit meinen Armen umfangen, ich höre ihre Stimmen gegenwärtig alle Tage und habe das auch wohl Not, denn ohne ihre Stärkung wäre ich schon gestorben; ich habe sie mit meinen eigenen Augen gesehen und glaube so fest an sie als ich an das Dasein Gottes glaube."
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