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Kundenrezension

am 24. Februar 2013
„Kein Grappa für Commissario Luciani“ ist der vierte Fall mit dem Leiter der Mordkommission Genuas. Commisario Luciani ist über Nacht wie die Jungfrau zu einem Kind gekommen. Nach dem Tod seines Vaters und der Kündigung seiner Wohnung in Genua ist er wieder zu seiner Mutter nach Camogli gezogen. Dort findet er vor dem Garten einen drei Monate alten Säugling, der wie Moses in seinem Weidenkörbchen abgelegt wurde. Eine anonym verfasste Botschaft verweist auf seine Pflicht, sich um das Kind, dessen Name mit Alessandro angegeben ist, zu kümmern. Luciani ist sofort klar, dass es sich um den Sohn von Sofia Lanni handeln muss, mit der er im dritten Fall der Reihe („Keine Pizza für Commissario Luciani“) eine lebhafte Affäre hatte. Lucianis Mutter wiederum ist ebenso schnell klar, dass es sich bei dem ausgesetzten Säugling nur um ein Kind ihres Sohnes handeln kann und sie besteht darauf, dass dieser es nicht an die Behörden übergibt, sondern aufnimmt und sich seiner Erziehung widmet. Das alles passierte drei Monate vor Beginn des Krimis, an dessen Anfang Luciani zunächst mit seiner Rolle als Alleinerziehender völlig überfordert ist. Die Situation spitzt sich zu, als seine ihn bei der Kinderbetreuung unterstützende Mutter sich zur Pflege einer erkrankten Verwandten für längere Zeit nach Rom verabschiedet.

Während dessen ereignen sich in Genua einige Todesfälle, bei denen zumeist nicht ganz klar ist, ob es sich jeweils um einen natürlichen Tod, Selbstmord oder Mord handelt. So stirbt der 82-jährige Graf Guinigi in seiner Villa und einige Tage später findet man unter seltsamen Umständen seine polnische Haushälterin mit einem Messer in der Brust. Luciani muss aus der Ferne zusehen, wie sein Stellvertreter Livasi allzu rasch eine Lösung findet und die Akten schließt.

Luciani versucht, Allesandros Mutter über Facebook zu kontaktieren. Statt ihr trifft er dabei aber auf Fiammetta, eine alte Liebe aus seiner 20 Jahre zurück liegenden Schulzeit. Die bildhübsche Fiammetta lässt ihn rasch seine Suche nach Sofia Lanni vergessen und nachdem sie ihm eröffnet, dass sie den toten Grafen kannte und dieser sie als Restauratorin und Kunstexpertin bereits vor Jahren mit den Nachforschungen um die Herkunft eines mysteriösen Bildes beauftragte, schaltet sich Luciani (um die Mitte des Buches) selbst aktiv in die Ermittlungen ein. Fiammetta vermutet nämlich, dass es sich bei dem Bild, das sich seit Generationen im Familienbesitz des Grafen befand, um das mehr als 500 Jahre alte Selbstporträt eines weltberühmten italienischen Künstlers (dessen Name hier nicht verraten werden soll) handelt und dessen Wert sie auf rund 100 Millionen Euro taxiert. Das Bild ist seit dem Tod des Grafen spurlos verschwunden.

Es entwickelt sich eine komplexe und spannende Suche nach dem Selbstporträt des berühmten Malers. Auf dem Werk scheint ein Fluch zu lasten, da diejenigen, die mit ihm zu tun haben, allesamt zu Tode kommen. Zu der an sich schon komplizierten Handlung kommt noch der Geheimdienstler Gabin, der Luciani für den Tod seines Freundes Rudi verantwortlich macht und in der Folge u. a. ihm und Sofia Lanni nach dem Leben trachtet. Die komplexen Handlungsstränge fügen sich am Schluss des Krimis zu einem stimmigen Ganzen und mit reichlich Action findet der Fall eine sehr schlüssige Lösung.

Man kann diesen vierten Band um Commissario Luciani zwar lesen, ohne die Vorgänger-Romane zu kennen, tut sich aber wohl um einiges leichter, wenn man zumindest den dritten Krimi gelesen hat, da sich hier die Beziehung zu Sofia Lanni anbahnt und der Todesfall passiert, aufgrund dessen der Geheimdienst-Agent Luciani nach dem Leben trachtet.

Mir hat der Krimi wie bereits die drei ersten Fälle mit Commissario Luciani sehr gut gefallen. Mit dem ernährungsmäßig asketischen Helden hat Paglieri einen sehr liebenswerten Ermittler mit Ecken und Kanten geschaffen. Besonders originell fand ich die Schilderung, wie sich Luciani mit den doch sehr machohaften Klischees seiner Kollegen konfrontiert sieht, die Windeln wechseln und manch anderen Aspekt der Kinderpflege so ganz und gar nicht als Aufgabe eines wahren italienischen Mannes akzeptieren. Ebenso interessant ist auch die Affäre von Lucianis Mitarbeiter Calabro beschrieben, der sich, nachdem er bei einer Beförderung übergangen wurde und sich in seiner Ehe langweilt, in eine sehr abenteuerliche Beziehung stürzt. Man sieht - neben dem spannenden Fall kommt auch das Privatleben Lucianis und seiner Mitstreiter nicht zu kurz, ohne dass dieses aber über Gebühr ausführlich ausgebreitet wird oder die Spannung leidet. Claudio Paglieri zählt neben Andrea Camilleri und Gianrico Carofiglio zu meinen italienischen Lieblingskrimiautoren und ich bin schon gespannt, an was es Commissario Luciani in seinem fünften Fall fehlen wird („Kein ???? für Commissario Luciani“).
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