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Kundenrezension

am 6. Mai 2008
In diesem Buch geht es um die Geschichte des Geldes und wie der Staat dieses seiner Gewalt unterworfen hat.

In Anlehnung an Menger und Mises erläutert der Autor, wie Geld als Tauschmittel entstanden ist. Das beliebteste Tauschmittel (bei uns Silber oder Gold) wurde zum Standard und damit zu Geld. Später haben Goldschmiede Gold gelagert und den Kunden dafür Quittungen ausgestellt. Mit diesen Quittungen konnte man einfacher bezahlen, weil man nicht immer Unmengen von Gold zum Markt schleppen musste. Aus diesen Quittungen entstanden im Laufe der Zeit die Banknoten. Falls eine Bank mehr Geldnoten ausgab, als sie an Gold besaß, lief sie Gefahr, dass die Leute das merkten und die Bank schließen musste.

Der Staat verlangt ständig nach mehr Geld. Da die Leute Steuern nicht in unbegrenzter Höhe ertragen, suchte der Staat nach neuen Einnahmemöglichkeiten:

- der Staat beschaffte sich das Münzmonopol und konnte damit deren Edelmetallgehalt verschlechtern, um den Unterschiedsbetrag in die eigene Tasche zu stecken
- eine staatliche Zentralbank kann insolventen Banken neue Reserven verschaffen und so verhindern, dass Banken schließen
- der Staat kann das ungedeckte Papiergeld seiner Zentralbank zum alleinigen Zahlungsmittel erklären und damit seine Schulden zahlen
- durch Inflation kann man Schuldnern (und damit dem Staat) helfen
- man kann den Banken erlauben, mehr Geld zu erzeugen, als deren Reserven erlauben

Diese Maßnahmen haben dazu geführt, dass das Bankwesen Geld aus dem Nichts erzeugen kann. Da hinter dieser Geldschöpfung keine Reserven stehen, sind Banken nach Ansicht des Autors bereits zum Zeitpunkt ihrer Gründung insolvent. Darüber hinaus erzeugen Zentralbanken Konjunkturzyklen und schaden somit der Wirtschaft.

Aus diesen Gründen empfiehlt der Autor, das staatliche Geldmonopol abzuschaffen und wieder zum Goldstandard mit 100 % Reservehaltung zurück zu kehren.

Mir hat das Buch gut gefallen. Obwohl das Buch verhältnismäßig dünn ist, enthält es viele Informationen. Besonders die Darstellung der Geschichte des Geldwesens seit dem 19. Jahrhundert war sehr lehrreich. Die Beweisführung ist rigoros und konsequent. (Hinweis: Ich habe die amerikanische Originalausgabe "What Has Government Done to Our Money?" gelesen, welche nur die Zeit bis ca. 1975 berücksichtigt.)
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Produktdetails

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