Alles für die Schule Learn More sommer2016 Slop16 Hier klicken Fire Shop Kindle Sparpaket Summer Sale 16 Jeans Store Hier klicken Neuerscheinungen Cloud Drive Photos
Kundenrezension

83 von 89 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Schlüssel zum Königreich - Spätestens jetzt in einer eigenen Liga, 20. Juni 2014
Rezension bezieht sich auf: The Hunting Party (Audio CD)
"No Control, no surprise!" - Das sind die ersten Wörter, die Chester Bennington aus den Boxen brüllt. Mit dem Kontrollverlust mag er teils Recht behalten, aber eine knallharte Überraschung ist der Einstieg in das Album "The Hunting Party" allemal.
Linkin Park ist schwer zu fassen, in keine Schublade zu stecken und schon gar nicht berechenbar. Das zeigt zum Einen ihre bis dato erschienene Discography, zum Anderen der Freigeist der unweigerlich im Spirit der Band allgegenwärtig ist. Mit "The Hunting Party" ist Linkin Park wiedermal ein Geniestreich gelungen, da der rohe Sound und die teilweise brachiale Wut und Brutalität nach den Vorgängeralben "Living Things" und "A thousand suns", sowie dem in die Tonne zu tretendem Remix "Recharged" nicht zu erwarten war. Zwar hatte die erste Auskopplung mit "Guilty all the same" in etwa die Richtung vorgegeben, aber was heißt das schon bei dieser Band?

Wie bereits erwähnt, eröffnet "Keys to the kingdom" mit einem Knall die vor uns liegenden 45 Minuten. Verzerrt, hart, gitarrenlastig, fette Drums, ruhig gehaltene Strophe, Gewaltausbruch im Refrain, Rap-Part, Gitarrensolo. Es ist alles an Bord was einen Linkin Park-Klassiker ausmacht. Absolute Klasse! Und der Zwerg am Ende mit seinem überzeugendem "Kid-Scream" ließ mich dann auch noch laut loslachen. 10/10

"All for Nothing" ist dann der erste Track, bei dem ich persönlich sofort Wasser in den Augen hatte - aus lauter Freude. Mike rappt wie zu seinen besten Zeiten, wieder dicke Riffs, treibende Drums und mit Page Hamilton einen Einkauf für die Platte, der sich richtig auszahlt. Zeitlos und unfassbar gut produziert. Das Gitarrensolo von Brad Delson gegen Ende lässt wiederrum aufhorchen. Der Bursche hat, wie auch der Drummer Rob Bourdon, mal so richtig zugelegt. 10/10

Der folgende Kracher "Guilty all the same" dürfte mittlerweile recht bekannt sein. Ich musste aber anfangs tatsächlich mal in den Credits lesen, ob da nicht Deryck Whibley von Sum 41 seine Finger mit im Spiel hat, wie auch bei vereinzelt anderen Tracks der Platte. Alles in allem ist der Song solide, variantenreich, hart und hat vor allem einen richtig angenehmen Rap-Part von Rakim. Live allerdings bringt Mike Shinoda den Song noch etwas besser auf die Bühne, da sein Flow ein ganz anderer ist. 9,5/10

"The Summoning"/"War" füge ich bewusst zusammen, da das Instrumental die Atmosphäre für "War" wunderbar krank aufbaut. Die Überraschung steht einem dann bei den ersten Riffs von "War" ins Gesicht geschrieben. Punkiger hat man Linkin Park noch nicht gehört. 2:11 Minuten nur auf die Zwölf, und wieder schielt man in die Credits um da irgendeinen Nebenmann auszumachen. Aber das ist eben Linkin Park, unberechenbar, und nur das spielend, auf das sie gerade Bock haben. Auf "The Hunting Party" eben weitaus punkiger als auf jeder anderen Platte. 10/10

Nachdem man vermutet, dass man sich nun etwas zurücklehnen kann und eventuell ein ruhigerer Song nachgelegt wird, zersört "Wastelands" diese Illusion und ballert mit pochenden Drums aus den Boxen. Wieder ein relativ heftig gehaltenes Stück, was wohl mit am ehesten an die Anfänge der Band erinnert. Solide Arbeit! 8/10

Mit einer Position Verspätung kommt dann nun der erste allgemein ruhiger gehaltene Titel "Until it's gone". Elektronischer Anfang, wunderbar emotional gesungene Verse von Chester, perfekte Atmosphäre. Die Bridge ist wieder absolut Linkin Park-typisch, macht Bock auf den Rest der Platte, welche mit "Rebellion" einen Höhepunkt findet. 8/10

Daron Malakian. Alleine dieser Name dürfte für höher schlagende Herzen im Vorfeld der Veröffentlichung verantwortlich gezeichnet haben. Der "System of a Down"-Gitarrist und Mastermind der Band drückt "Rebellion" dermaßen den Stempel auf, dass es eine wahre Freude ist. Typische Riffs, Melodiestränge und eine treibende Härte die einfach nur zum Abrocken einlädt. Mit der Bridge gelingt Linkin Park der wohl härteste Songpart ihrer Bandgeschichte. Ein Riesending! 10/10

"Mark the graves" dürfte dann der Song sein, der das Publikum spaltet. Linkin Park wären nicht LP, wenn sie nicht mindestens ein Experiment auf der Platte hätten. Anfänglich melodischer Aufbau, wird von einem Riffgewitter eingestampft, bis dann irgendwann Chester mit poppiger Gesangseinlage einsteigt, und versucht das Stück in eine Richtung zu steuern, die es leider zu keinem Zeitpunkt der 5 Minuten erreichen wird. Da wurde viel Potenzial verzockt. da der Refrain nicht unbedingt der schlechteste ist. 7/10

Als ich dann Tom Morello (Rage against the machine) gelesen hatte, war ich mehr als gespannt, was uns denn mit dem 10. Track "Drawbar" erwarten würde. Ein wunderbares Instrumental, mit schönen Pianoklängen und verzerrter Gitarre, was allerdings Morello in dem Stück macht, erschließt sich mir nicht ganz. Wieder unheimlich schade, da auch hier noch weitaus mehr herausgeholt hätte werden können. 7/10

"Final Masquerade" schließt fast nahtlos an "Drawbar" an und zählt schon jetzt zu den, für mich, wichtigsten Linkin Park - Songs aller Zeiten. Chester singt hervorragend, der Text ist ein Genuss und der Refrain gehört zu den stärksten der Band.
"The light on the horizon was brighter yesterday / with shadows floating over the scars began to fade / we said it was forever but then it slipped away / standing at the end of final masquerade". Neben "Rebellion" mein persönliches Highlight. 10/10

Der Abschlusstrack "A line in the sand" schließt das Album dann ruhig, instrumental und atmosphärisch ab, in etwa wie "The little things give you away" von "Minutes to midnight" - Denkste! Beginnend darf man das ruhig denken, Mike singt engelsgleich vor sich hin bis heftige Drums und punkige Gitarren einsetzen, die mich nicht zum ersten Mal an Sum 41 erinnern. Mit 6:35 Minuten der längste Track der Platte und der beste Closer seit "Pushing me away". 10/10

Man kann kaum alles auf den Punkt bringen, was "The Hunting Party" ausmacht. Die Band behandelt politische, als auch persönliche Themen, Krieg, Missachtung, mediale Verblödung, Dinge die uns alle betreffen, und das mit einer Wut und einem rohen Soundgerüst, dass man ihnen nach den letzten Alben beim besten Willen kaum noch zugetraut hätte. Chester geht hier und da etwas unter, was dem "dreckigen" Sound aber zu Gute kommt. Produziert wurde die Scheibe allein von Linkin Park selbst, ohne Rauschebart Rick Rubin. Im Umkehrschluss heißt das, dass sie machen konnten was sie wollten. Wer also schreit, das sei nicht mehr Linkin Park (was sich bei nicht wenigen Fans, die seit "Minutes to midnight" dabei sind sicher ergeben dürfte), der muss das revidieren, da dieses Album NUR Linkin Park ist, mit den von ihnen ausgewählten, hochklassigen Gastkünstlern.

Es wird sich zeigen, in welche Richtung sich die Band schlussendlich weiterentwickeln wird, wo der Weg hinführen soll. Voraussagen kann man bei Linkin Park spätestens hier sowieso vergessen. Den Schlüssel zu ihrem Königreich (Keys to the kingdom) haben sie mit der "Hunting Party" jedenfalls in der Hand. Sie müssen letztendlich nur noch aufsperren.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein

[Kommentar hinzufügen]
Kommentar posten
Verwenden Sie zum Einfügen eines Produktlinks dieses Format: [[ASIN:ASIN Produkt-Name]] (Was ist das?)
Amazon wird diesen Namen mit allen Ihren Beiträgen, einschließlich Rezensionen und Diskussion-Postings, anzeigen. (Weitere Informationen)
Name:
Badge:
Dieses Abzeichen wird Ihnen zugeordnet und erscheint zusammen mit Ihrem Namen.
There was an error. Please try again.
">Hier finden Sie die kompletten Richtlinien.

Offizieller Kommentar

Als Vertreter dieses Produkt können Sie einen offiziellen Kommentar zu dieser Rezension veröffentlichen. Er wird unmittelbar unterhalb der Rezension angezeigt, wo immer diese angezeigt wird.   Weitere Informationen
Der folgende Name und das Abzeichen werden mit diesem Kommentar angezeigt:
Nach dem Anklicken der Schaltfläche "Übermitteln" werden Sie aufgefordert, Ihren öffentlichen Namen zu erstellen, der mit allen Ihren Beiträgen angezeigt wird.

Ist dies Ihr Produkt?

Wenn Sie der Autor, Künstler, Hersteller oder ein offizieller Vertreter dieses Produktes sind, können Sie einen offiziellen Kommentar zu dieser Rezension veröffentlichen. Er wird unmittelbar unterhalb der Rezension angezeigt, wo immer diese angezeigt wird.  Weitere Informationen
Ansonsten können Sie immer noch einen regulären Kommentar zu dieser Rezension veröffentlichen.

Ist dies Ihr Produkt?

Wenn Sie der Autor, Künstler, Hersteller oder ein offizieller Vertreter dieses Produktes sind, können Sie einen offiziellen Kommentar zu dieser Rezension veröffentlichen. Er wird unmittelbar unterhalb der Rezension angezeigt, wo immer diese angezeigt wird.   Weitere Informationen
 
Timeout des Systems

Wir waren konnten nicht überprüfen, ob Sie ein Repräsentant des Produkts sind. Bitte versuchen Sie es später erneut, oder versuchen Sie es jetzt erneut. Ansonsten können Sie einen regulären Kommentar veröffentlichen.

Da Sie zuvor einen offiziellen Kommentar veröffentlicht haben, wird dieser Kommentar im nachstehenden Kommentarbereich angezeigt. Sie haben auch die Möglichkeit, Ihren offiziellen Kommentar zu bearbeiten.   Weitere Informationen
Die maximale Anzahl offizieller Kommentare wurde veröffentlicht. Dieser Kommentar wird im nachstehenden Kommentarbereich angezeigt.   Weitere Informationen
Eingabe des Log-ins
  [Abbrechen]

Kommentare

Kommentare per E-Mail verfolgen

Sortieren: Ältester zuerst | Neuester zuerst
1-2 von 2 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 04.07.2014 00:58:14 GMT+02:00
10Roxx11 meint:
Ich werde mit dem Album nicht warm. Linkin Park waren noch nie so punkig wie auf dem Album, eben weil sie NOCH NIE punkig waren und das ist auch gut so! Einige Riffs klingen echt punkig. Klar, das Album rockt mehr als die letzten 3, aber es ist nicht die Art von Rock, die ich von Linkin Park erwarte. Es ist eher die Art von Rock, die ich von Nickelback oder Breaking Benjamin erwarten würde...

Gut, Mike rappt geil, wie immer. Aber trotzdem kommen die Raps nicht an die alte Zeit heran, wobei meiner Meinung nach die geilsten Rap Songs auf A Thousand Suns sind (When They Come For Me, Wretches And Kings)...

Sorry, das ist meine Meinung...vll werde ich ja noch warm mit dem Album... Nichts desto trotz vermisse ich Songs wie Lying From You oder With You ..

Veröffentlicht am 09.07.2014 09:52:16 GMT+02:00
kalkwiese meint:
Es stimmt, das passt auch mir als Nicht-Linkin Park-Fan nicht ganz ins Bild. Dass das Album aber trotzdem anständig geworden ist kann ich nicht leugnen. Da ich nie ein Fan war, hänge ich auch nicht am alten Sound bzw. weiß was den alten Sound ausgemacht hat. Ich weiß nur, dass ich mir die Scheibe schon ganz gerne anhöre :D
‹ Zurück 1 Weiter ›