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Kundenrezension

am 6. Dezember 2013
.....nämlich an die Qualität, den Charme, den Stil, das Herz und den philosophischen Fokus der Squaresoftrpgs und deren glorreichen PS One Zeiten heranzureichen.

Tja, Wunder gibt es immer wieder, der alte Schlager von Katja Ebstein scheint auch hierzu zu passen. Nach langjährigem Konsum von Super Nintendo, PS One und PS2 Rpgs auch in amerikanischer Version bis mit zur flauen Japanorpgs PS3 Bibliothek bin ich seit längerer Zeit wieder einmal hellauf begeistert. Auf solch ein oldschooliges qualitativ immens hochwertiges Jrpgabenteuer dieser Machart musste nicht nur ich über 12 Jahre warten.

Gut, Ni No Kuni ist ein tolles RPG und auch Tales of Xilia ist nicht verkehrt, im Vergleich zu Bravely Default fällt aber besonders letzteres genannte, deutlich ab.

In den 90ern bis ungefähr 2007 gehörten die japanischen Entwickler zur Speerspitze der Kreativität, dies machte sich besonders in deren künstlerischen Ausrichtung der Games bemerkbar, wie z.b. Valkyre Profile, Grandia, Suikoden 2, Parasite Eve, Vagrant Story usw. Mittlerweile hat jedoch der Westen spieltechnisch immens aufgeholt und den Japanern den Rang abgelaufen. Heutzutage rotieren Gamesserien wie Uncharted, Assassins Creed, Call of Duty im Laufwerk etc. Das ist in Ordnung, denn jede Generation hat ihre eigenen Spiele und natürlich gibt es auch klasse Games aus den westlichen Entwicklerstudios.

Doch dies ist hier nicht das Thema und nun widmen wir uns Bravely Default "Where the Fairy flies" , welches in Japan den Zusatz For the Sequel trägt. Bravely stellt zudem noch den spirituellen Nachfolger des DS Titels Final Fantasy "The four Heroes of Light"dar.

Übrigens ist unser Bravely Default zugleich auch die aufgebohrte nachveröffentlichte Variante, die wir Europäer freundlicherweise auch einerseits durch den leichten Druck der Community und andererseits durch die Lokalisation von Nintendo nun doch noch freudigerweise erhalten.

Da das Game sehr umfangreich daherkommt, fällt deshalb diesesmal meine Rezension auch umfangreicher aus. Meine Rezension und meine Eindrücke basieren auf ca fünf Stunden Spielzeit ! Alles kann aber wohl niemand niederschreiben !

Zur Story möchte ich aus Spoilergründen nicht zuviel verraten sondern diese nur anschneiden. Zu Beginn wird der sagenumwogene Kristall des Winders von einer heimtückischen dunklen Macht befallen. Davon wird auch Agnes Zeuge, eine der Haupcharaktere die beiläufig auch die Hüterin des Kristalls darstellt. Die dunkle Bedrohung erweist sich als zu mächtig und so bleibt Agnes nichts anderes übrig als zu fliehen. In einem anderen Teil der Welt bildet sich zeitgleich ein gigantischer Krater der ein ganzes Dorf verschluckt. Der einzige Überlebende ist der junge Knabe Tiz.

Nach einiger Zeit treffen Agnes und Tiz zufällig aufeinander und neben der künftigen Zusammenkunft von nochmals zwei weiteren Mitstreitern öffnet sich nun der storymässige Bühnenvorhang für Bravely Default.

Inklusive Verrat, Intrigen, Tränen, Witz, Herzschmerz, Plänkeleien, Action, Magie, Poesie und auch wie immer Philosophie.

Die Story ist gelungen, motivierend und spannend aufgebaut. Auch die gut geschriebenen Dialoge bringen uns die Figuren näher und im Laufe der Story entwickeln sie sich auch weiter. Die Geschichte schafft es auch Emotionen und Mitgefühl unsererseits zu erwecken. Natürlich kommt die Story nicht ganz ohne bestimmte Klischee aus, kompensiert aber doch einiges mit einer gewissen Lockerheit und sogar einer Prise Selbstironie von den Charakteren. Zudem schneidet sie auch Erwachsene und düstere Töne an. Sehr lobenswert !

Widmen wir uns nun mal dem Gameplay und der Spielmechanik: Ganz klassisch bewegen wir uns über eine Weltkarte mit muffigen Dunegons, dunklen Wäldern, prächtigen Burgen, beschauliche Dörfer, architektonisch beeindruckende Städtchen und sonstigen Locations.

Natürlich warten auch eine Menge aggressiver Gegner und Viecher die sich Tiz und seinen Gefährten in den Weg stellen. Die Kämpfe welche allesamt rundenweise ablaufen nehmen hier einen besonderen Stellenwert ein und überraschen mit einem halbwegs neuartigen System welches sich auch vom eigentlichen etwas ungewöhnlichen Titelnamen des Games ableiten.

Die sogenannten Brave und Default Befehle. Diese sind neben den obligatorischen klassischen RPG wie Flucht, Angriff, Skills und Itembenutzung das Herzstück des Kampfsystems.

Wer den Befehl Brave benutzt ist in der Lage vier Aktionen hintereinander auszuführen. Doch wie immer hat die ganze Sache einen Haken. Pro Einsatz von Brave in derselben Runde ist es von Nöten dass man selbst eine Runde länger warten muss bevor der Charakter wieder im Kampfbildschirm agieren kann.

Der Befehl Default stellt den Gegensatz dar. Nutzt man diesen nimmt der gewählte Charakter eine Defensivposition ein, in der jeglicher Schaden vonseitens der Gegner reduziert wird. Jedoch wird unsere Figur dann in der momentanen Runde nicht eingreifen können.

Default dient auch dazu, dass wir BP Battlepoints verdienen. Jede Aktion unserer Gruppe verbraucht einen BP. Dieses eigenwillige System sorgt für einen immensen taktischen Zuwachs und gleichzeitig auch für mehr Spieltiefe.

Jedoch ist das Brave und Default Befehlssystem nicht nur unserer Truppe vorbehalten, nein auch die Gegnermassen sind dessen mächtig und fordern den Spieler zusätzlich noch genauer zu überlegen was für Aktionen und wann für Aktionen man selbst bei seinem kleinen Grüppchen einsetzt.

Übrigens hat man auch die Möglichkeit die Kampfgeschwindigkeit einzustellen, ein Auto Battle Feature zu aktivieren sowie die Möglichkeit die auftretenden Zufallskämpfe in ihrer Häufigkeit herunter und auch hochzusetzen. Diese Wahlmöglichkeit ist unter Umständen auch mal vonnöten, denn die Hitpoints werden nicht von selbst wieder aufgefüllt, außer wenn man in einem Gasthaus ( Inn) übernachtet.

Für's Auffüllen in Dunegons und auf der Weltkarte, benötigt man Tränke und Heilzauber. Die überaus wichtigen Magiepunkte sind mit einem speziellen Trank, final fantasy typisch ( Ether) wieder auf Vordermann zu bringen, der allerdings nicht überall zu finden ist und ordentlich Kohle fordert. Dann gibt es auch noch einen speziellen Super Angriff der sich in Echtzeit nach Benutzung in acht Stunden und jeweils wieder einen dazugehörigen Spezial Trank beschert um diesen Superangriff wieder zu regenerieren. Anscheinend kann man auch nach Bezahlung mit realem Geld in Nintendos E Shop diesen wieder auf Vordermann bringen.

Wie immer bekommen wir nach gewonnenem Kampf Erfahrungspunkte, Geld und auch Jobpoints.

Nun folgt ein wahrer Knaller und auch das ist eine Klasse für sich, das Jobklassensystem aus dem grandiosen Final Fantasy Tactics kehrt in einer abgewandelten Form für Bravely Default zurück. Das Jobklassensystem beherbergt 24 verschiedene Jobs und trägt hier den Namen Asterisk.

Jede Jobklasse hat natürlich individuelle Stärken und Schwächen, Fähigkeiten und unterschiedliche Statuswerte wie z.b. Hitpoints, Strength usw.

Durch erfolgreiche Kämpfe levelt auch beiläufig die jeweils gewählte Jobklasse einer Figur mit. Dadurch kommt der Charakter auch an neue klasseneigene Fertigkeiten heran.

Hier mal eine kleine Auswahl von Jobs: Freelancer, White Mage, Monk, Black Mage....

Jeder Charakter besitzt auch die Wahl eines Zweitjobs, welcher neben der Hauptfertigkeit nutzbar ist. Auch eine Menge an Support oder Hilfseigenschaften stehen dem Spieler zur Verfügung.

Dieses Jobsystem sorgt für zahlreiche, immens viele Kombinations und Individualisierungsmöglichkeiten und beherbergt auch einen starken Suchteffekt.
Damit sollte jeder Zocker seine bevorzugte Spielweise entsprechend eine schmucke schlagkräftige Truppe zusammenbasteln können.

Erwähnen darf man auch die Nebenquestes. Diese gehen über das klischeehafte obligatorische Hole mir 10 davon und bringe mir es dann weit hinaus. Die Sidequeste sind zwar nicht so zahlreich vorhanden jedoch für sich allein schon recht umfangreich, teilweise einzigartig und locken unter Umständen auch mit einer neuen Jobklasse als dicke Belohnung. Im Gegenzug verdient man sich Jobklassen auf normalerweise wenn man einen der Elitekommandanten der dunklen Seite besiegt. Übrigens, auch neue Infos, storyabhängige Zwischensequenzen und Dunegons warten gerne mal am Ende der Nebenquests.

Eine Art Minispiel ist auch vorhanden, wo die Möglichkeit bereitsteht das Dorf von Tiz durch Hilfe von Arbeitern wieder aufzubauen. Das funktioniert mit der Street Pass Funktion mit dem 3DS. Damit habe ich mich aber noch nicht auseinandergesetzt.

Nun noch ein paar oder ein paar mehr Worte zu Grafik und Sound: Vor allem die Hintergründe sind oppulent und prächtig gestaltet. Da hält mal gerne mal inne und betrachtet das Ganze schon mal etwas genauer. Die knuddeligen Figuren im Chibi - Style werden zwar nicht jedermanns Sache sein, jedoch passen sie wunderbar ins allgemeine Gesamtbild. Grafisch holt das Game eine Menge aus dem 3DS raus und auch der dreidimensionale Tiefeneffekt wirkt ordentlich. Besonders hervorheben wie eigentlich alles an diesem Spielchen ist auch der Sound. Heldenhafte Klänge und Fanfaren, oft in klassischer Richtung sorgen für einem Zuwachs an Atmosphäre. Auch mancher Ohrwurm wohnt dem Soundtrack inne. Die Bandbreite reicht auch von leicht rockigen Melodien, bis zu irisch und schottisch angehauchten Tönen, welche selbst in einem Orchester eine äußerst gute Figur abgeben würden.

Sehr zusagen dürfte auch die Option, die Sprachausgabe wahlweise auf Japanisch und auf English einstellen zu können. Ich habe die US Sprachausgabe inklusive englischer Texte ausgewählt. Komischerweise klingt die amerikanische Sprachausgabe etwas dumpf, jedoch gewöhnt man sich daran. Auch die Stimmen der Figuren sind passend gewählt und tragen deren Persönlichkeit.
Das Game bietet auch sechs verschiedene anwählbare Sprachen in Textform. Übersichtliche und zugängliche Menüs, gepaart mit Achtung Wortspiel "flotter Bedienung."

Doch wie jedes Game hat auch das bereits jetzt von mir sehr geschätzte Bravely auch ein paar Nachteile. Der immense Umfang und noch mehr dessen spielmechanischen zahlreiche Möglichkeiten könnte einen Neueinsteiger irgendwie überfordern. Manches nicht ganz so wichtige Gespräch der Party untereinander fällt auch mal länger aus. Dies beißt sich bisweilen auch mit dem Spielfluss und fordert eine zusätzliche Prise Geduld. Der Schwierigkeitsgrad ist in drei Stufen einstellbar, bereits auf Normal zieht diesernordentlich an und man hat alle Hände voll zu tun, besonders bei Bossgegnern. Auch die Dunegons wirken teilweise zu monoton oder zu ähnlich. Das wäre im Moment mal alles.

Kommen wir nun zum (vorläufigem) und auch wohl künftigen Fazit:

Bravely ist Final Fantasy in Reinkultur, so wie es sein sollte. Es steht im Kontrast zum misslungenem, seelenlosen Final Fantasy 13 der PS3, welches viele Fans massiv enttäuscht und auch verärgert hat. Man könnte grad meinen, dass Bravely Default die Entschuldigung vonseiten Square Enix darstellt. Ich halte es bereits jetzt offen und ehrlich wie bereits oben ähnlich erwähnt für ein Meisterwerk und mit Abstand das beste Jrpg dieser Hardwaregeneration (auch Konsolen) dass die Tradition und Moderne beiderseits nicht vernachlässigt, sondern erfolgreich zusammenführt.

(Eine Ausnahme heutzutage dürfte wohl noch das großartige Persona 4 Golden von Atlus darstellen, das allerdings eher als ein Remake eines PS2 Titels daherkommt.)

Zu der breitgefächterten angepeilte Zielgruppe des von Bravely zählen Rpgler welche mit dem Super Nintendo und der PS One erwachsen geworden sind und die dortigen Spieleperlen im Jrpg Bereich der guten alten Zeit sprichwörtlich gefressen haben. Auch deshalb kann ich mich damit besonders gut identifizieren. Aber auch jüngere Spieler mit einer Vorliebe für Games dieser Art kommen auf ihre Kosten und erleben ein herrliches, modern angehauchtes Old School Feeling JRPG das den schwer zu beschreibenden Zauber ehemaliger Squaresoftgames beherbergt welcher im Laufe der Jahre in der heutigen Zeit im Mainstream bereits untergegangen ist.

Ich vergebe fünf Sterne und selbst das ist noch zu wenig !

Danke an Square, an Nintendo und an die Community für dieses grandiose Abenteuer !

In diesem Sinne

Zockergrüsse an alle !

Ullus
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