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Kundenrezension

am 15. Dezember 2011
Im Vorfeld wurde Lautrec immer als Plagiat zu Layton dargestellt. Ist dem wirklich so?
Die gute Nachricht: Nein, Lautrec ist kein Plagiat. Die schlechte Nachricht: Lautrec ist kein Plagiat.

Aber alles der Reihe nach:
Von der Präsentation her macht Lautrec nichts falsch, 2D, 3D-Grafik, Zeichentricksequenzen und 3D-Effekt bieten keinen
großen Grund zur Beschwerde. Einzig die englische Sprachausgabe könnte einigen etwas sauer aufstoßen - allerdings war
der erste Layton ja auch noch in englisch. Obwohl das Spiel in Paris spielt, hat seltsamerweise keiner der Personen einen
französischen Akzent... nun sei's drum.

Das Spiel selbst besteht im Grunde aus vier Teilen: Paris, Labyrinth, Rätsel und Kampf

Paris:
Hier erhalten wir Hinweise auf die nächste Hauptquest oder holen uns eine (optionale) Nebenquest ab. Dazu bekommen wir
meist einen kryptischen Hinweis, bzw ein Rätsel das uns an einen Ort in Paris verweist. Da man aber nicht annehmen kann,
dass der Spieler sich in Paris auskennt, werden diese Rätsel von Lautrec und Co fieserweise komplett selbst gelöst.
Meistens bekommt man zwar am Ende mehrere Orte zur Auswahl die das Ziel sein *könnten*, aber oftmals bleibt einem nichts
anderes übrig, als alle Orte abzuklappern bis Lautrec sagt, dass man endlich richtig ist.
Nebenbei erfährt man in dieser Phase übrigens einiges über Paris und dessen geschichtlichen Hintergrund.

Labyrinth:
Hat man den passenden Ort für die aktuelle Quest gefunden, steigt man in das Labyrinth hinab. Um das Ziel, den Schatz, zu
erreichen, muss man jedoch diverse Räume durchqueren. Diese werden jedoch meist von Polizei oder anderen Wesen (will nicht
spoilern) bewacht. Wird Lautrec entdeckt, verfolgen ihn die Wächter bis man entweder den Raum wechselt oder geschnappt wird.
Bei letzterem darf man den Raum von vorne beginnen. Oftmals versperren auch Fallen den Weg oder man muss Kisten verschieben
und so den Weg zu den Ausgängen öffnen. Dumm: Wird man erwischt, werden auch die Kisten zurückgesetzt und man darf die
langsame Schieberei von vorne beginnen. Da es keine Möglichkeit gibt die Wächter abzuschütteln sobald sie einen entdeckt haben,
und auch beim Raumwechsel die Räume zurückgesetzt werden, kann hier durchaus Frust entstehen.
Schleichpassagen und Schiebepuzzle, das war's leider auch schon was die Labyrinthe angeht. Das macht einmal Spaß, aber das
ganze Spiel über?

Puzzle:
Sowohl in Paris, als auch in den Puzzleräumen des Labyrinths bekommt man Rätsel vorgesetzt, immerhin ist Lautrec ein Meister
der Rätsel. Und was für Aufgaben wir vorgesetzt bekommen... Suchbilder, Kreuzworträtsel, Picross-Puzzle - ab und zu dürfen wir
auch mal einen Weg einzeichnen. Wow. Während bei Layton die Puzzle meist mit irgendeiner Geschichte versehen sind, sind die Lautrec
Puzzle hingegen vollkommen lieblos präsentiert. Friss oder Stirb. Ernsthaft Konami, mit diesen staubtrockenen "Puzzlen" kann ich mir
auch einfach ein Rätselheft kaufen, da brauch ich kein 3DS-Spiel.

Kampf:
Sowohl in den Labyrinthen, als auch am Ende wartet ein Schatz auf uns. Ein Habité-Schatz um genau zu sein, also ein besessenes Kleinod.
Um den Schatzbesetzer zu besiegen, müssen wir unsere eigenen, von Geistern besessenen Schätze "taktisch" in der Kampfarena aufstellen
und so dem gegnerischen Geist Schaden zufügen. Dabei kommt ein Stein-Schere-Papier-System zum Einsatz. Jeder Geist macht einer anderen
Geistersorte mehr oder weniger Schaden. Da man allerdings nur drei Schätze gleichzeitig in ein Labyrinth mitnehmen darf und ansonsten nur
das benutzen darf, was man im Labyrinth findet, ist die taktische Tiefe dieser Kämpfe sehr gering. Da man zudem jeden Gegenstand nur einmal
pro Kampf nutzen kann, dauern die Kämpfe auch nie sehr lang. Oftmals ist der Kampf auch einfach nur Glückssache, da man vor dem Labyrinth
im Grunde nicht weiß, welche Geistform einen erwartet. Wenn man Pech hat, sind alle Geister die man gerade mitschleppt gegen den Boss nutzlos.
"Glücklicherweise" kann man jeden verlorenen Kampf so oft man will erneut probieren - oder alternativ das Labyrinth komplett abbrechen.

Fazit:
Mit der Präsentation macht Lautrec alles richtig - spielerisch hingegen erwarten uns vier halbgare Spielteile, die auf dem Papier vielleicht
noch spaßig aussehen, aber nicht wirklich lange begeistern können: Paris-Unterricht in denen die Rätsel selbst gelöst werden, Schleich- und
Schiebe-Labyrinthe bis man keine Kisten mehr sehen kann, seichte "Taktik"kämpfe und lieblose, staubtrockene Rätsel Marke "Sonntagszeitung".
Dass der gute Doktor Lautrec auch noch ein ziemlich überheblicher Kotzbrocken ist, gibt dem ganzen Spiel dann den Rest.
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