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Kundenrezension

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Teil 3, 20. Juli 2007
Rezension bezieht sich auf: Der Fluch des Anubis (Taschenbuch)
Wieder geschieht Seltsames im Land am Nil. Hatschepsut empfängt die Delegation der vernichtend geschlagenen Mitanni um einen Friedensvertrag auszuhandeln, doch noch bevor die Verhandlungen wirklich in Gang kommen, geschehen seltsame Morde. Eine Tänzerin im Anubistempel wird tot aufgefunden, offenbar vergiftet, jedoch hat sie nichts Giftiges gegessen. Das bleibt natürlich nicht der einzige Mord, auch Sinuhe, ein reisender Geschichtenerzähler mit ausführlichen Karten der Handelswege weit über Ägypten hinaus wird aus dem Nil gefischt - natürlich ohne seine Karten. Der Hauptfall jedoch ist ein Raubmord im Tempel des Anubis. Dort wachte Nemrath, ein Priester, während der Nacht über die "Pracht des Anubis", einen Faustgroßen Amethyst, in einem Raum, dessen einziger Ausgang fest von innen verschlossen war. Als er am nächsten Tag die Tür nicht öffnet, lässt man sie aufbrechen - Nemrath lehnt erstochen an einer Wand und der Amethyst ist verschwunden. Waren es die Abgesandten der Mitanni? Oder die Tempelpriester selbst? Und wie war das möglich? Noch bevor Richter Amerotke sich näher mit den Fragen auseinandersetzen kann, stirbt auch schon ein Abgesandter der Mitanni, ebenfalls in einem von innen verschlossenen Raum und auf die gleiche mysteriöse Weise wie die Tempeltänzerin und das sollte noch längst nicht der letzte Mord sein...

Ich weiss nicht, was Herr Doherty sich bei diesem dritten Teil gedacht hat, ich hätte ihm Lustlosigkeit vorgeworfen, wenn der Krimi nicht wesentlich länger als seine Vorgänger ausgefallen wäre (kleinere Schriftgröße). Dafür ist das Buch jetzt aber auch Stellenweise recht langatmig ausgefallen. Die Geschichte ist auch an keine historischen Bezugspunkte mehr angelehnt und man erfährt auch nichts aus dem Leben der Alten Ägypter, was man nicht schon aus den vorherigen Bänden kennen würde. Das macht dieses Buch jetzt nicht mehr besonders interessant für Leute die gute historische Bücher suchen und die beiden Vorgänger schon kennen. Dazu häufen sich nun auch noch die Fehler ganz gewaltig:

Dromedare gab es nicht im Alten Ägypten.
Der Mitanni König Tuschratta lebte zu einer ganz anderen Zeit (um 1380 v. Chr.).
Altägyptische Ärzte hatten erstaunlicher Weise keine große Ahnung von Organen, da die Organentfernung bei Toten von Priestern durchgeführt wurde. Es war eine rituelle Handlung, die mit größter Sorgfalt und Vorsicht durchgeführt wurde, da nur Tote mit "intakten" Körpern ins Jenseits eingehen konnten. Ganz sicher verlief das nicht mit einem Arzt daneben, der die entnommenen Organe einer Autopsie unterzog.
Türen und Fensterläden - Holz war sehr teuer, da es von weit her importiert werden musste, somit nahm man normaler Weise Schilfmatten um Fenster und Türen zu verschließen, so wie es die Felachen noch Heute tun. Dass ein begnadigter Straftäter, der grade eine Familie gegründet hat sich so viel teures Holz leisten kann, ist schon unwahrscheinlich, dass er in der Haustür ein Schloss hat und auch Zimmertüren besitzt ist, so leid es mir tut: Schwachsinn.
Die Arbeiter von Thutmosis I. Grab, sind sicher nicht nach der Fertigstellung getötet worden, das ist was für schlechte Mumien-Horrorfilme.
Schlösser - hier gibt es sie überall, jede Menge Türschlösser, Truhenschlösser und sogar die Sarkophage wurden bei Herrn Doherty abgeschlossen, sodass hier auch schon Schlüsselbunde bekannt waren. Wo sind wir hier? In Rom, dem "Dorf" der tausend Schlüssel? Ich dachte wir wären im Alten Ägypten, lt. Autor 1479 - 1478 v. Chr! (Das älteste Türschloss der Welt ist ein Fallriegelschloss, gefunden im Palast von Khorsabad und auf "nur" 750 v. Chr. geschätzt.)

Grade mit dem ewigen Rumreiten auf den Schlüsseln, was hanebüchener Unsinn ist, machte Herr Doherty mich das ganze Buch über fast wahnsinnig. Sein Reisender Sinuhe sollte wohl eine lustige Anspielung auf Mika Waltaris Roman "Sinuhe, der Ägypter" sein. Wäre ich ungnädig würde ich ihm unterstellen, ihm gingen die Ideen aus, darum klaut er bei bekannten Größen. Auch wenn ich das nicht unterstellen will, fand ich die Anspielung nicht so recht gelungen, nachgemacht bleibt eben doch nachgemacht.

Die Krimihandlung ist dieses Mal aber noch ausgefeilter und verstrickter. Natürlich kann man, wie immer, bis zum Schluss nicht herausfinden wer die Mörder wirklich sind. Allerdings wird es dabei auch erst ab ca. der Hälfte des Buches wirklich spannend. Wenn man die beiden Vorgänger gelesen hat, bleibt dieser Teil in allem, außer der Menge der Morde und der Weitläufigkeit der Fälle, hinter ihnen zurück. Denn das einzig Spannende bleibt hier, wer die Mörder sind und wie sie es gemacht haben - ein purer Krimi also und nicht mal mehr gut recherchiert. Eine echte Enttäuschung, verglichen mit den wirklich guten Vorgängern.
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