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Kundenrezension

am 29. Januar 2011
Waren schon die amerikanischen Kritiken alles andere als überschwänglich, verhießen auch der reißerisch aufgemachte Trailer und eine Oscar-Nominierungfür die besten visuellen Effekte nicht unbeding jenes tiefgründige Drama, welches ich mir von Eastwood erhoffte.
Doch weit gefehlt: Der Film beginnt mit einer tricktechnisch überragenden Tsunami-Sequenz, die, was meines Erachtend nach weitaus wichtiger ist als die technische Brillanz, den Zuschauer auch dank toller Kameraarbeit in das Geschehen hineinzieht.
Diese Katastrophe dient vor allem zur Einführung des Ersten von drei Handlungssträngen. Dieser dreht sich um die französische Fernsehjournalistin Marie LeLay, die nach einer Nahtoderfahrung nicht mehr losgelassen wird und beginnt ein Buch über das Erlebte zu schreiben. Danach wechselt die Handlung zu dem von Matt Damon verkörperten Fabrikarbeiter George Lonegan, dessen Fähigkeit mit verstorbenen zu kommunizieren ihn nicht nur in die Einsamkeit getrieben hat, sondern auch den ständigen Versuchen seines Bruders ausgesetzt ist aus dieser Fähigkeit Kapital zu schlagen. Der dritte und letzte Handlungsstrang spielt in London, wo der aus sozialschwachen Verhältnissen stammende Marcus seinen nur wenige Minuten älteren Zwilingsbruder durch einen Unfall verliert. So nimmt eine Geschichte ihren Lauf, die sowohl das menschliche Drama, welches durch den Tod ausgelöst wird beleuchtet als auch die Frage nach dem "Hereafter", dem Leben nach dem Tod stellt. Das große Kunststück, welches Eastwood hier, auch dank eines hervorragenden Drechbuchs von Peter Morgan (Frost/Nixon; Die Queen), gelingt, ist das Vermeiden jeglicher religiöser Abschweifungen und vordergründiger und effektheischender Séancen. Im Gegenteil, so zeigt er doch in einer Szene eine Reihe von Betrüger, die allesamt vorgeben eine "sehende Gabe" zu besitzen. Auch machen die Figuren hier keine unglaubwürdigen Wandlungen durch, sondern jede einzelne von ihnen beleuchtet einen Aspekt des Todes: Marie die Hoffnung, die sie aus jener Nahtoderfahrung schöpft; Marcus die Angst vor dem Alleinsein, ausgelöst durch den Verlust des ihm sehr nahestehenden Bruders und George den Schmerz, den jene an ihn herantragen, für die er Kontakt mit Verstorbenen aufnimmt.
Trotz eines Hoffnungsvollen Tonfalls ist die Stimmung, nicht zuletzt durch eine gräulich gehaltene Farbpalette, eher bedrückend, denn neben allem erweißt sich dieser Film als eine große Inszenierung der Leere, sei es nun Matt Damon, der während eines italienischen Kochkurses alleine seine Tomaten schneidet oder, die deutlich drastischere Variante, der Junge, der dem leeren Bett seines Bruders eine gute Nacht wünscht.
An einigen Stellen hätte man sich vielleicht eine konkretere Aussage des Films gewünscht, was nun die Bedeutung des "Hereafter" angeht, denn so wirkt er auf jeden Zuschauer sehr unterschiedlich und Leute die aufgrund der fehlgeleiteten Marketingkampagne mit einem Mainstream-Blockbuster rechnen werden ebensoenttäucht werden wie Leute, die sich diesen Film bereits mit einer vorgefassten Meinung ansehen. Dennoch ist er eigentlich für jeden geeignet, da er, wie bereits erwähnt, sämtliche kitschig-religiösen Anschauungen vermeidet.

Zur BluRay:
Das Bild der BluRay ist auf höherem HD Niveau. Die Farbgebung, die sich wie bereits erwähnt auf kühlere Farben beschränkt, trübt den Gesamteindruck kein bisschen. Einige wenige unscharfe Aufnahmen heben sich vom ansonsten guten Schärfegrad ab, Plastizität und Detailgrad sind jedoch in jeder Aufnahme top, besonders die Tsunami Sequenz ist großartig anzusehen, auch der Schwarzwert liegt auf hohem Niveau.
Deshalb 4/5 Sternen für das Bild, das, auch wegen dem schwachen Filmkorn, zwar keine Refernz aber sehr gutes BluRay Feeling bietet.
Der deutsche Ton ist leider nur wieder in Dolby Digital verfügbar, muss allerdings auch nur in der Tsunamisequenz wirklich etwas leisten, diese ist auch wuchtig und beeindruckend geraten. Ansonsten ist der Ton zurückhaltend, Dialoge sind immer gut zu verstehen, Mission erfüllt.
Deshalb auch 3,5/5 Sternen für den deutschen Ton, der englische HD Ton würde jedoch ganz klar 5 bekommen.
Die Extras -komplett in HD- bestehen aus einer 90 minütigen Clint Eastwood Dokumentation und einem 45 minütigen Making-Of, der einzelne Szenen genauer beleuchtet. Desweiteren ist eine Digital Copy enthalten, ein Wendecover - wiedereinmal- nicht. Die Extras haben im Gegensatz zum Film eine FSK 16 bekommen.
Deswegen auch 3,5/5 Sternen

Fazit: Ein Film, der in seiner typischen Inszenierungsweise Eastwoods eher dem europäischen Autorenkino, als einem amerikanische 50-Millionen-Dollar-Projekt und dabei ohne allzu viel Handlung zu haben über die volle Länge von gut zwei Stunden zu fesseln weiß ohne dabei in die Bedeutungslosigkeit abzudriften. Als weiteren Bonuspunkt gibt es eine BluRay die Bildtechnisch und (etwas schwächer) Tontechnisch überzeugt, für die Extras gilt Qualität vor Quantität. Klare Kaufempfehlung für einen eindringlichen Film.
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