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Kundenrezension

am 8. Januar 2007
In diesem Buch geht es darum, wie positiv die Globalisierung für die Menschen sein könnte und warum der Internationale Währungsfonds (IWF) und z. T. die Weltbank dafür verantwortlich sind, dass dies nicht der Fall ist.

An Hand vieler Beispiele (Ostasienkrise, Lateinamerika, Russland / Ostblock) wird gezeigt, dass der IWF die Situation falsch erkannt und die falschen Maßnahmen ergriffen hat. Diese hätten in Ostasien zur Ausbreitung der Krise geführt bzw. diese verschlimmert oder erst zum Ausbruch gebracht. In Russland habe der IWF die chaotische Privatisierung mit zu verantworten.

Diese Beispiele benutzt der Autor, um in den Maßnahmen des IWF ein Muster zu finden. Demnach sieht der IWF die Lösung immer in einer schnellen Einführung der Marktwirtschaft und in der Privatisierung angeschlagener Unternehmen. Der Autor zeigt, dass dies nicht funktionieren kann; man müsse die Maßnahmen in der richtigen Reihenfolge durchführen. So nütze die Öffnung des Kapitalmarktes für ausländisches Kapital nichts, wenn es keine funktionierende Börsen- und Bankenaufsicht gebe. Dies sei der Auslöser für die Ostasienkrise gewesen. Die Privatisierung der russischen Staatsunternehmen sei ähnlich chaotisch verlaufen, da ein Verkauf von Monopolen ohne Kartellaufsicht eben Missbrauch nach sich ziehe. Das vom IWF zur Verfügung gestellte Geld sei sofort auf privaten Konten im Ausland verschwunden.

Der Autor fordert eine Reform des IWF, der Weltbank und der Welthandelsorganisation WTO. Die Organisationen müssten transparenter werden, die Vetorechte der USA abgeschafft werden und eine Kontrolle durch alle Regierungen (auch die der Schuldnerländer) eingeführt werden. Die WTO solle darauf hin wirken, dass die Industrieländer Zollbarrieren gegen die Entwicklungsländer sowie u. a. ihre Agrarsubventionen abbauen, um so einen fairen Welthandel zu gewährleisten.

Der IWF muss sich nach Ansicht des Autors auf seine Kernaufgabe der "Makrostabilisierung" beschränken. Das bedeutet, dass er sich um die Eindämmung von Währungskrisen und die Bekämpfung von Rezessionen kümmern soll, um auf diese Weise eine stabile Weltwirtschaft zu gewährleisten. Die Aufgabe der "Makrostabilisierung" sei dem IWF von seinem Gründer Lord Keynes aufgegeben worden und die keynesianische Konjunkturpolitik deshalb die einzige Lösung. Das bedeutet, der IWF muss den Ländern Geld geben, damit sie Rezessionen mit Nachfragepolitik bekämpfen können.

Um eine erfolgreiche "Makrostabilisierung" durchführen zu können, benötigt man dringend eine vernünftige Theorie der Konjunkturschwankungen. Die Bemerkungen des Autors werfen in diesem Zusammenhang eine Reihe von Problemen auf:

- Auf- und Abschwünge sind von Anfang an Bestandteil des Kapitalismus: Ludwig von Mises hat bereits 1912 in seiner "Theorie des Geldes und der Umlaufmittel" gezeigt, dass Konjunkturschwankungen durch die Zentralbanken ausgelöst werden. Sie sind also nicht dem Kapitalismus anzulasten, sondern Staatsversagen.

- Die Weltwirtschaftskrise war eine Krise des Kapitalismus: Die Weltwirtschaftskrise wurde durch die amerikanische Zentralbank FED ausgelöst (siehe Griffin: "Die Kreatur von Jekyll Island"); danach haben sich FED und US-Regierung gegenseitig darin überboten, die Krise zu vertiefen und zu verlängern. Keynes' Empfehlungen wurden im "New Deal" z. T. umgesetzt; das führte zu mehr als 10 Jahren Rezession.

Die Nachfragepolitik wurde 1931 in Mises' Vortrag "Über die Ursachen der Wirtschaftskrise" eindeutig widerlegt. Leider wurde sie trotzdem 1936 von Lord Keynes wieder belebt. Auch nach dessen erneuter Beerdigung durch Milton Friedman gibt es heute noch Leute, die an diesen Untoten glauben.

Das Buch bietet somit einen guten Einblick in die Arbeitsweise des IWF und zeigt auf, wie man eine Marktwirtschaft richtig einführt. Eine korrekte Grundlage für eine "Makrostabilisierung" der Weltwirtschaft (falls das überhaupt sinnvoll ist) kann das Buch nicht bieten, weil es eine seit 76 Jahren offiziell widerlegte Konjunkturtheorie benutzt. (Wie kann eine von Zentralbanken ausgelöste Konjunkturkrise dadurch beendet werden, dass diese eine Weltzentralbank um Unterstützung bitten?)

Wegen seiner Schwächen kann ich dem Buch nur drei Sterne geben.
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