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Kundenrezension

TOP 1000 REZENSENTam 13. April 2003
Diese Zusammenstellung der Konzerte ist unglücklich: Ursprünglich war das Mendelssohn-Konzert alternativ zusammen mit dem Bruch-Konzert oder einem Mozart-Konzert zusammen veröffentlicht worden, eine sicher bessere Wahl: Zum einen nämlich wird das leichte, klassische Konzert des Frühromantikers von der Wucht und Größe des Brahms-Konzertes schier erschlagen - das kann man eigentlich nur mit dem Beethoven-Konzert zusammenstellen.
Unterschiedlich ist auch die Qualität der Aufnahmen: Dazu ist zunächst zu sagen, dass beide Einspielungen vor dem 18. Geburtstag der Solistin entstanden sind, und so ist auch ihre Interpretation bei beiden Konzerten einfach, schlackenlos, naiv.
Das bekommt Mendelssohn gar nicht schlecht: Hier klingt das Konzert klassizistisch und ehrlich. Zudem nimmt sich der Dirigent hier (aus Rücksicht auf seine junge Solistin?) merklich zurück, auch die Berliner Philharmoniker klingen noch schlank und relativ flexibel, wenn auch nicht übermäßig temperamentvoll. Alles in allem also eine charmante Einspielung.
Anders die etwas später entstandene Aufnahme des Brahms-Konzertes: Hier fängt es schon beim Orchester an: Man merkt, dass Karajan mit dem Konzert viele Jahrzehnte Erfahrung hat (Aufnahmen mit Christian Ferras - zwar nicht raffiniert, aber mit luxuriösem Ton die beste Kombination mit Karajan - und Gidon Kremer - sensibel, aber mehr gegen, als mit dem Dirigenten musiziert) und eine genaue Vorstellung, wie es zu spielen sei. Er ist sichtlich nicht bereit, sich hier irgendwie anzupassen. Das macht dann die Solistin, und so hat man hier den komischen Erfolg, dass bei einem Konzert die Solistin das Orchester begleitet. Dabei spielt sie zwar schön und sauber, aber ohne eigenes Konzept - und das reicht nicht.
Hier hätte Mutter vielleicht von selbst noch zehn Jahre warten sollen, bevor sie dieses Riesenwerk einspielt. Und dann hätte ihr vielleicht auch jemand ihr penetrant großes, unflexibles Vibrato ausgetrieben (ein Konzertmeister von mir sprach mal von der "Quintschaukel"), das bei Mendelssohn komischerweise noch weniger ausgeprägt und störend ist.
Wer eine wirklich adäquate Einspielung von Brahms' op. 77 sucht, sollte zu Oistrach, Kremer (2. Einspielung unter Bernstein mit allerdings reichlich schnellem dritten Satz) oder Viktoria Mullova greifen.
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