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Kundenrezension

20 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Musik kann wie ein Baum sein..., 21. März 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Gravitas (Ltd.Digipak+Dvd) (Audio CD)
Reich an Strukturen, allen äußeren Einflüssen trotzend, beständig und bodenständig, mal härter mal weicher aber manchmal auch hohl, alt und nicht dazu bereit oder fähig, neue Wurzeln zu schlagen.

Ähnlich ist es mit Asia. Am Anfang war noch alles gut. Erfolgreich kreierten „die Vier“ eine spannende Mischung aus Progressivem-Bombast Rock der einschlug wie eine Bombe. Mit ihrer zweiten Platte „Alpha“ dann der direkte Rückzug zu dem, was die Ursprungsbesetzung von Asia heute noch macht. Eingängige Rock/Pop Musik mit großen pathetischen Refrains, gesampelten Chören, Keyboard-Streichern, Steve Howe’s verschachtelten Gitarren-Soli und einem (leider nur) soliden Schlagzeugspiel von Geschwindigkeitsdrummer Carl Palmer. Wer die Solo-Alben von Icon bzw. Wetton & Downes während der Payne-Ära gehört hat weiß, dass sich an dem Grundgerüst der Musik Asia’s nicht viel geändert hat. Und genau das stört mich am neuen Album „Gravitas“. Es mag ja eher die Regel sein,
dass Bands sich nach so vielen Jahren nicht völlig neu erfinden aber das alles einfach nur gleich bleibt, wirkt dann doch irgendwann ermüdend.

Vom schlecht produzierten und irgendwie nicht ganz „fertigen“ Reunionalbum „Phoenix“ mal abgesehen, haben mich diese Abnutzungserscheinungen auf den letzten Alben noch nicht so gestört, aber beim neusten Werk machte sich nach den ersten Hördurchgängen schon eine gewisse Enttäuschung breit.
Das ‚Steve Howe’ keine große Lust mehr hatte über immer die gleiche Liedstruktur zu dudeln, wundert mich nicht. Auch die Tatsache, dass der wesentlich jüngere ‚Sam Coulson’ seinen Part übernommen hat, störte mich ebenfalls nicht besonders, aber nun fehlen mir ‚Howe’s’ kleine Spielereien doch ein ganzes Stück.
Vielleicht waren es auch gerade seine kleinen Beiträge, die die Asia Alben in den letzten Jahren noch etwas spannender machten.
Nichts gegen ‚Coulson’s’ Spiel aber seine Soloparts auf dem Album sind nur gewöhnlich und nur selten wirklich abwechslungsreich.
Er spielt gut und schnell und ich wäre froh wenn ich so auf der Gitarre zaubern könnte,
aber schnell ist nicht immer besser und an Steve Howe kommt er dann doch nicht heran.
Vor allem fehlen die kleinen feinen Solo-Einlagen, die Howe mit in den Asia-Sound gebracht hat.

Der allgemein etwas härtere Sound auf der Platte gefällt mir wiederum sehr gut.
John Wetton singt ebenfalls unglaublich frisch und kräftig. Beinahe besser als in den 80ern. Carl Palmer zeigt, neben seinem immer währenden kaum ausgefallenen 4/4 Takt Spiel, dass er doch hin und wieder anders kann. Auf „Valkyrie“ und „I will die for you“ hört man sogar eine seltene Double-Base. Wie dem auch sei, an sich ist bis auf einige Ausnahmen alles beim Alten. Das größte Problem sind aber die Songs an sich.
Natürlich jagt hier, wie immer, ein fetter Ohrwurm den Nächsten aber Asia’s Problem, jeden Chorus so lange und immer wieder durch zu nudeln, stört hier gewaltig. Songs wie: ‚Valkyrie’, ‚Nyctophobia’ oder ‚I would die for you’ kommen nur auf ihre Spielzeit, weil der Refrain einfach unheimlich lange wiederholt wird. Mal davon abgesehen, dass in obigen Songs im Refrain auch nur jene Worte verwendet werden, die im Namen des Titels vorkommen. Ich sage nicht, dass diese Songs schlecht sind, aber nach all dem was man von Wetton und Downes in den letzten zwei Jahrzehnten hören konnte auch absolut nichts Neues, was es diesmal schwierig macht. Das man jeden zweiten Titel am Ende ausblenden musste, finde ich auch irgendwie seltsam und inkonsequent. Wie dem auch sei, vielen wird es mit Sicherheit gefallen aber dennoch wird man zu schnell an andere Titel erinnert. So darf ein fast 2 1/2 Minuten langes Keyboard-Intro vom Tastenmaster ‚Downes’, zu hören im Titelstück, natürlich nicht fehlen. Sehr positiv ist diesmal die Produktion, bei der ‚It Bites’ Frontman John Mitchell an den Reglern gedreht hat. Der Sound hört sich im Großen und Ganzen sehr gelungen an. Natürlich lebt meine Rezension vom Meckern auf höchstem Niveau aber wenn man selbst Musiker ist und immer versucht neue Melodien und Rhythmen zu kreieren, fällt es einem schwer immer wieder das Gleiche zu hören, obwohl ich Wetton und Asia sehr mag. Machen Sie sich ein Bild vom neuen Album.

Fazit:
Mit ‚Garvitas’ bekommt man ein solides Asia Album mit einigen gelungenen Ohwürmern (The Closer I Get To You, Russien Dolls, I Would Die For You u.a.) und praktisch keinem Totalausfall zu hören. Sam Coulson spiet solide und gibt dem Sound einen etwas härteren Touch, Palmer trommelt endlich mal etwas ausgefallener, Downes legt kräftig Keyboardteppiche auf den Boden und Wetton singt fast besser als zu ‚Heat Of The Moment’ Zeiten. Die einzigen negativen Punkte sind schnell erklärt: Steve Howe’s gut positionierten Soloparts fehlen und die Songs mit deren Melodien und Ablauf, hat man einfach schon zu oft von Asia gehört, was mich einfach nicht mehr 100% zufrieden stimmt.
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11-13 von 13 Diskussionsbeiträgen
Antwort auf einen früheren Beitrag vom 26.03.2014 20:40:17 GMT+01:00
Ich finde irgendwie, man muss hier gar nicht so viel analysieren: "XXX" hatte einfach viel bessere, inspiriertere Songs. "Gravitas" ist vom Stil her natürlich Asia wie eh und je, aber die Songs sind doch arg lahm.

Veröffentlicht am 09.04.2014 13:12:26 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 09.04.2014 15:24:05 GMT+02:00
Seagull meint:
Hallo. Interessant geschriebene Rezension. Ich bin Asia-Fan der ersten Stunde und daher auch ein sehr kritischer Beobachter dieser Band ;o)
Ich muss zugeben, dass ich von der Re-Union an sich etwas mehr musikalischen Ideenreichtum erwartet hatte und insgesamt im Großen und Ganzen ziemlich enttäuscht von der weiteren stilistischen Entwicklung der Gruppe bin. Meiner Meinung nach war das erste reunion-Werk "Phoenix" ziemlich mau, "Omega" und "XXX" zwar mit einigen sehr guten Ansätzen versehen, aber doch zu durchwachsen. Was auch mich enorm stört, sind die arg überstrapazierten Wiederholungen der Refrains bei manchen Songs (weniger ist oftmals mehr !), zuletzt auch auf "XXX" ein ziemlich entnervender Faktor. Die letzte Spur Progressivität ist ja bereits teilweise spätestens seit der "Payne-Ära" abhanden gekommen. Ich muss anmerken, dass ich das Neustwerk "Gravitas" bisher nicht gehört habe und ich daher (noch) kein Urteil abgeben kann. Aber diese und einige andere hier zu lesende Bewertungen scheinen meine Befürchtungen zu bewahrheiten, dass ASIA nun endgültig in Ideenlosigkeit abzudriften scheinen. Die Single-Auskopplung "Valkyrie" habe ich mir bereits im Internet angeschaut. Melodisch nett, aber damit haben sie "das Rad" nun auch "nicht neu erfunden". Dazu ein wieder einmal (bis zum Nervenzusammenbruch) oft wiederholter Refrain ! Ich bin gespannt auf das komplette Album und werde mir, wenn ich es dann mehrmals gehört habe, selbstverständlich noch mein eigenes Urteil bilden. Trotz allem bin ich immer ein großer Fan dieser sympathischen Truppe geblieben, und so wirklich schlechte Musik haben sie ja eigentlich nie gemacht. Aber alles in allem muss man der Realität ins Auge blicken, dass die Glanzzeiten lange vorbei sind. Werde dann bei Gelegenheit auch eine ausführlich Rezension schreiben ...

Veröffentlicht am 26.04.2014 21:39:54 GMT+02:00
Ja, wirklich ne gute Rezi. Ja wirklich: ist nicht viel Neues. Aber ebenso wirklich: ich finde die Platte gelungen, weil sie genau das rüber bringt für mich was Asia ausmacht - gute Melodien, starker Gesang und eben kein "schwieriges" konzeptionelles Weiterentwickeln;-) Übrigens:es ist wirklich Meckern auf hohem Niveau, vermutlich der Fluch von Musikern ..... aber welche Band die so lange dabei ist, macht wirklich Neues. (Ich folge z.B. Radiohead seit Ewigkeiten, die machen das + bei denen würde ich gerne mal wieder ein konservatives Album hören;-) Bei mir überwiegt dann doch die Freude über ein prima zu hörendes Asiaalbum.
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