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Kundenrezension

am 15. Dezember 2011
Ich spiele die Zelda-Spiele seit dem SNES-Titel "A Link to the Past" und habe alle Zelda-Spiele für die stationären Konsolen gespielt (und auch die ein oder andere Handheld-Version). Ich verbinde viele Erinnerungen mit dieser Serie und habe die Spiele immer geliebt. Bei Skyward Sword habe ich allerdings das erste Mal das Gefühl, dass ich aus dieser Spielserie "herausgewachsen" bin - und das ist schon irgendwie schade.

Das liegt in erster Linie wohl an der Pastell-Optik. Sicherlich, der Grafikstil mag (trotz technischer Schwächen) in sich stimmig sein, mir ist der Stil aber etwas zu bunt und "überzuckert". Leider ist die Grafik (die natürlich ganz klar Geschmackssache ist) nicht mein einziger Kritikpunkt. Mir gefällt die Steuerung nicht gut. Es gibt oft Probleme mit der Kalibrierung von MotionPlus, ich muss sogar teilweise richtigen Steuerungsbugs berichten; so habe ich neulich das Problem gehabt, dass ich einen Gegner anvisiert und umkreist habe und meine Spielfigur plötzlich automatisch immer weiter im Kreis gelaufen ist obwohl ich keine Eingabe mehr vorgenommen habe. Das ließ sich durch das Ab- und wieder Anstöpseln des Nunchuk zwar beheben, trotzdem bin ich das bei den sonst doch sehr polierten Nintendo-Titeln nicht gewohnt. Von solchen Ausnahmefehlern mal abgesehen empfinde in die MotionPlus-Steuerung in vielen Bereich eher als Qual und nicht als Feature. Wenn die Gegner ihre Deckung benutzen und ich versuche auf die ungedeckte Seite zu schlagen wird dies komischerweise oft trotzdem geblockt - hier kann durchaus mal wieder ein Fehlkalibrierung dran schuld sein. Zu oft habe ich das Gefühl, das Schwert nicht richtig zu kontrollieren - und wenn ich einen richtigen Treffer gelandet habe, reicht bei vielen Gegner einfach gnadenloses Fuchteln mit der Fernbedienung, um den Gegner auszuschalten. Das angedachte rudimentäre, taktische Schwertkampf wird hier zur Farce. Klar, stellenweise merkt man, dass sich die Schlagrichtung mit der Fernbedienung ziemlich direkt auf das Spiel auswirkt - aber ganz ehrlich: ich finde es mittlerweile sehr ermüdend immer fuchtelnd vorm Fernseher sitzen zu müssen und habe mir sehr oft eine klassische Controllersteuerung zurückgewünscht.

Die "Über den Wolken"-Thematik ist sicherlich ein sehr interessanter Ansatz, allerdings kann die Umsetzung mich nicht so richtig überzeugen. "Über den Wolken muss die Freiheit wohl grenzenlos sein" - so sang einst ein deutscher Liedermacher. Diese Grenzenlosigkeit transportiert Skyward Sword allerdings nicht, ganz im Gegenteil: noch nie habe ich mich in einem Zelda-Spiel so eingeengt gefühlt. Die Wolkenwelt besteht nur aus dem Wolkenhort (der "Hauptstadt"), versprengten Miniluftinseln und den Wolkenlöchern, die als Zugang für die Erdwelt und somit den Dungeons dienen. Wie schön wäre es gewesen, selber mit seinem Vogel durch die Wolkendecke stoßen zu können und über fantasievolle Landschaften zu gleiten. Hier wird aber wohl die veraltete Technik der Wii dem Spiel selber zum Verhängnis und schon wirkt alles sehr statisch, konstruiert und eingeengt. Natürlich braucht ein wirklich gutes Spiel keine Highend-Konsole - aber Skyward Sword hätte ohne Zweifel von einer stärkeren Technik profitiert, und damit meine ich nicht nur die Grafik.

Nicht falsch verstehen: ich würde meinen Kindern dieses Spiel sofort kaufen, denn (mal abgesehen von den Steuerungsmacken) Zelda bleibt vom Spiel- und Leveldesign und gutes und kluges Spiel. Es fordert Geschick und Köpfchen - das schaffen aktuell nicht viele Spiele. Grade die Rätsel in den Dungeons sind toll und bieten eine gute Lernkurve und einen guten Kontrast zu all den Spielen, in denen Rätsel einfach nur daraus bestehen einen Schalter zu drücken, der bereits kilometerweit zu sehen ist, weil er so heftig blinkt und vom Spiel hervorgehoben wird, dass man ihn nicht übersehen kann.

Ich selber bin allerdings kein Kind mehr, seit "A Link to the Past" sind 20 Jahre vergangen. Ich habe heute eine andere Erwartungshaltung an ein solches Spiel. Grade die Präsentation der Story, die fehlende Sprachausgabe und die doch sehr kitschigen Figuren erwecken in mir nicht mehr dieses Kribbeln, wie ich es noch vor einigen Jahren bei "Twilight Princess" oder "Ocarina of Time" hatte. Ich erwarte nicht, dass sich Zelda neu erfindet - es soll ganz bestimmt bei seinen Stärken bleiben (und diese weiter ausbauen). Ich erwarte aber, dass Zelda trotzdem mit der Zeit geht und sich auch die Stärken moderner Spiele aneignet.

Skyward Sword ist für mich neben Wind Waker (dessen Optik ich ebenfalls fürchterlich fand) das schlechteste Zelda in der 25jährigen Zelda-Historie. Trotzdem - und das muss ich einfach hier erwähnen - bleibt es dabei noch ein gutes und sinnvolles Spiel und eigentlich auch empfehlenswertes Spiel. Meine persönliche Enttäuschung überwiegt hier allerdings.
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