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Kundenrezension

14 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Ein Buch über Frauen, 23. September 2012
Rezension bezieht sich auf: Männerkrankheiten: Schmutzblindheit, Mitdenkschwäche, Einkaufsdemenz und weitere unheilbare Leiden unserer echten Kerle (Taschenbuch)
Eine Sammlung von gängigen Stereotypien über Männer, alphabetisch geordnet, erfolglos um witzige Präsentation bemüht. Ganz sicher haben Männer auch ähnlich entwertende Stereotypien über Frauen im Kopf, verbreiten sie an Stammtischen und Arbeitsplätzen und erwarten von den Frauen, dass diese die Aggressionen in diesen Klischees doch bitteschön mit etwas Humor nehmen sollten. Allerdings würden Männer wohl niemals eine fein säuberlich alphabetisch geordnete Sammlung solcher Entwertungen an die Spitze der Bestsellerlisten kaufen.

Warum also ist solch eine primitive Sammlung so erfolgreich? Vermutlich, weil jede Entwertung der Männer unterschwellig, aber durchaus deutlich eine entsprechende Aufwertung von Frauen impliziert. Männer sind, das lernen wir (aber die gute Frau Dietz und ihre Leserinnen WISSEN das ja eigentlich schon), faul, unsensibel, fett, schmutzig, verantwortungslos, egoistisch, etc., mit einem Wort: KRANK - also sind Frauen selbstverständlich fleißig, sensibel, schlank, sauber, verantwortungsvoll, sozial und altruistisch, summa summarum GESUND (abgesehen natürlich von der Tatsache, dass sie sich aus unerfindlichen Gründen noch immer für Männer interessieren). In anderen Zusammenhängen würde man solche primitiven Konstruktionen als "Hate Speech" brandmarken, beim Ullstein-Verlag geht es als Komik durch.

Die einzige ernsthafte Frage, die der Text aufwirft, ist: Was ist mit den Frauen los, die ein solches Buch gerne lesen? Die es nötig haben, ihr eigenes Selbstbewusstsein aufzupolieren, indem Männer ermüdend auf über 200 Seiten primitiv abgewertet werden? Die es brauchen, ihre Aggressionen, durchaus auch ihren Hass als "Humor" zu verklären (obwohl es in diesem Buch nun wirklich nichts zu lachen gibt)? Die dabei die Bestätigung brauchen, dass es Hunderte, ja Tausende anderer Frauen ebenso tun?

Tatsächlich also hat Frau Dietz nur vordergründig ein Buch über Männer geschrieben - eigentlich ist es eines über Frauen (nicht über alle, aber offenkundig über viel zu viele). Und als solches ist es durchaus vernichtend: Es spekuliert kühl auf primitive Impulse seiner Leserinnen und hat großen Erfolg damit.
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1-1 von 1 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 30.10.2012 17:56:22 GMT+01:00
Thomas B. meint:
Sehr gut, drückt gut aus was ich selbst beim Durchblättern dieses Buches empfunden habe. In den Augen mancher Frauen ist so ein Buch allerdings auch "folgerichtig", erst haben sich nach dem Schock des eigenen Wirkens während sehr patriachalischen (und hoffentlich vergangener Zeiten) Zeiten viele Männer von Frauen auf der Suche nach einer eigenen, neuen Männeridentität sich auch irgendwie ihre Wildheit/Männlichkeit/ Das-Mann-sein "abtrainiert", und nicht wenige (mich eingeschlossen) haben sich dabei dermaßen domestizieren lassen, das sie (eine Anzahl) nun auf einem (nicht-mehr)Achtungslevel bei Frauen angekommen sind, an denen sie nun auch Verhöhnt werden...
Ich lege Wert auf die Tatsache, das ich mir keine Zeit als Mann zurücksehne, an deren Zeit, als die Frauen "an den Herd zu gehören haben" (mit all seinen Üblen Facetten, Authoritätshörigkeit etc.), allerdings mir auch weniger ein unbedingtes Gefallenwollen um jeden Preis und ich wünsche mir, das mehr Männer auf die Suche gehen, nach einer Rolle in der Gesellschaft, die nicht das um jeden Fall- "Will-to-please" (wie bei einem Golden Retriever ;-) ) beinhaltet...
Ich für mich bin schon auf meine Suche gegangen ;)
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