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Kundenrezension

225 von 294 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Was bitte war das denn?! Fastfood-Pseudothriller der trivialsten Art, 18. Februar 2010
Rezension bezieht sich auf: Die Blutlinie: Smoky Barretts 1. Fall (Taschenbuch)
Darf sich so etwas überhaupt Thriller nennen??

Jeden Abend direkt nach der Arbeit zog mich hin zu diesem Buch. Aber nicht etwa, weil es toll oder spannend war, sondern weil ich mit hämischer Neugierde gespannt war, welch stumpfsinnige Handlungsstränge und an den Haaren herbeigezogenen Dialoge mich noch erwarten. Ja, auch das kann unterhalten!!

Ähnlich wie im "Dschungelcamp" sollen hier diverse Szenen beim Konsumenten wohl Wut, Trauer, Ekel oder Mitgefühl auslösen. Dabei sind die Charaktere allerdings so unrealistisch und platt konstruiert, dass keinerlei Gefühle aufkommen können. Die Protagonistin blieb mir bis zum Schluss unsympathisch. Durch Einzelschicksale, die allesamt auch unrealistisch dargestellt werden, soll den Charakteren eine gewisse Tiefe gegeben werden. Aber das funktioniert nicht. Auch das ständige Reflektieren der Protagonistin, sei es über ihre traurige Vergangenheit oder gewisse Eigenheiten der menschlichen Spezies, sorgt bloß für eine Pseudo-Tiefgründigkeit. Berührt hat mich das nicht. Bis zu den Mordszenen hat man bereits so viel Triviales konsumiert, dass man diese Szenen ohne weiteres bei gleichzeitigem Genuss eines leckeren Schinkenbrotes herunterlesen kann.

Der Schreibstil ist lähmend und überhaupt nicht flüssig. Der Autor hat keinerlei Gefühl für geschickte Übergänge.
Hier ein paar Bespiele für Absatz- oder Kapitel-Endungen:
"Dann los!"
"Nichts wie los!"
"Zeit, weitere Morde anzusehen."
"Zeit, dem Mistkerl eines in die Fresse zu geben"
"Zeit, zur Arbeit zu fahren"
"Es ist Zeit, ein weiteres Netz auszuwerfen"
Wie man sieht, werden manche Ausdrucksweisen oder Begriffe bis zum Erbrechen wiederholt.
Oft erwähnte Worte sind außerdem "zerbrechen" und "gebrochen" ("Er biegt sich, aber er bricht nicht." oder "Sie hat Todesangst, aber sie ist noch immer trotzig (...) er hat Elaina noch nicht gebrochen"). Nach einiger Zeit rollt
man bei allem was mit "brechen" zu tun hat genervt die Augen.
Das Schlimme ist: Wiederholungen sind in diesem Buch kein Stilmittel. Sie sind ein Zeichen für Stümperei.

Der Autor spürt außerdem nicht, dass nicht immer alles ausgesprochen oder beschrieben werden muss.
(Ein Beispiel: "Ich bemerke einen Lichtschalter und betätige ihn. Wir öffnen die Tür und alle gehen hindurch.").
Auch die Dialoge sind billig und schlecht konstruiert. Mich wundert, dass ein erwachsener Mann meint, dass Unterhaltungen
so ablaufen. Des Weiteren hält das Ermittler-Team sich permanent selbstgefällig mit nervenden Bob der Baumeister-Mantras
a la "Schnappen wir den Mistkerl" bei Laune.
Und wenn man meint, es könne nicht mehr Schlimmer kommen, dann belehrt einen der Fremd-Scham bei einer grottenschlechten Sex-Szene, der überdramatische Monolog der Protagonistin zu einem Gott an den sie eigentlich nicht glaubt, oder ein an den Haaren herbeigezogener Wut-Ausbruch eines Besseren!

Sämtlichen Fantasien der Feministinnen rund um die Eigenschaften einer Frau hat der Autor wohl gerne und blind Glauben geschenkt: Seine weiblichen Figuren sind tough, sportlich, sexbegeistert, selbstbewusst - und im Job sowas von Alpha!! Die Momente der Pseudo-Betroffenheit und aufkommenden Gefühlswallungen machen die Damen dann auch nicht mehr weicher und weiblicher.

Des Weiteren scheint es, als habe der Autor die Bücher des Profilers John Douglas genau studiert und den Plan gefasst, rund um die wichtigsten Begriffe einen Plot zu kreieren:
Verhörmethoden....o.k., eingebaut. Mordtriade...o.k., ist drin. Opfertypus....eingebaut, weiter im Plot.
Modus operandi....am besten ausgiebig und immer wieder erwähnen.

Grundsätzlich stehe ich ehrfürchtig vor jedem, der die Fantasie besitzt, sich eine Geschichte auszudenken und das strategische Geschick, eine Handlung zu konstruieren. Bravo, wenn sich jemand hinsetzt, die Zeit nimmt zu schreiben, eine Idee verwirklicht. Aber dieses Buch dermaßen hochzuhypen entbehrt jeglichen Verstandes!
Um es mit einigen Lieblingsworten des Autors zu sagen:
Die Handlung war stinkend langweilig, ABER SIE HAT MICH NICHT GEBROCHEN.
MEIN INNERER DRACHE hat mich angetrieben: Mach weiter, ZERSCHMETTERE den
inneren Schweinehund! Ich habe an vielen haarsträubenden Passagen EIN "O" GEFORMT und mich
dann ins Bett verzogen, um mir ungläubig DIE HAARE AUSZUREISSEN. Bevor ich ins Reich des Schlafes abgedriftet bin, habe ich ihn gehört: Den SCHWARZEN ZUG. TSCHUA TSCHUA TSCHUA und er flüsterte mir: Nie wieder ein Buch von Cody McFadyen!!
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Von 5 Kunden verfolgt

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1-10 von 47 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 28.02.2010 22:11:00 GMT+01:00
A. Thelen meint:
Der mit dem schwarzen Zug war wirklich genial.

Köstliche Rezession.

Veröffentlicht am 14.03.2010 23:14:22 GMT+01:00
Maradas meint:
Göttlich, ich fand diesen Kommentar weit besser als das Buch!!!
Vielen Dank dafür, ich habe mich vor lachen beinahe nass gemacht!
Aber immerhin habe ich nicht gebrochen!

Tschua Tschua...

Veröffentlicht am 27.03.2010 20:51:56 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 27.03.2010 20:53:40 GMT+01:00
Lesemaus meint:
Diese Bewertung ist nicht hilfreich. Das Buch wird total übertrieben schlecht dargestellt. Es gibt nunmal Leute die meinen mit Negativpresse auch sich aufmerksam zu machen. Klar gab es einige Wiederholungen. Aber das hat mich nicht weitergestört, denn das ist doch menschlich. Ein Buch soll unterhalten. Ich finde die Idee der Autorin mit dem Zug sehr gut! So konnte man auf dem Zug aufspringen oder es sein lassen! Auch der innere Drache führte dazu, dass man sich in die Person reinversetzen konnte. Über den letzten und vorletzten Satz von IDA LYNN mit dem Zug musste ich dennoch schmunzeln! DAS BUCH IST SUPER!

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 04.05.2010 15:07:39 GMT+02:00
J. Müller meint:
welche autorin meinen sie denn da bitte? ich hoffe ida lynn, die autorin der rezension?! falls nicht: Cody McFadyen ist ein mann.

ich fand die rezension sehr unterhaltsam und fühle mich nun sehr darin bestärkt, die finger von diesem buch zu lassen.

meine erster gedanke war nämlich: jemand der seine hauptfigur "smoky" nennt, darf damit nicht auch noch erfolg haben. ich habe lange nicht mehr etwas so lächerliches gehört, "smoky barrett" also ehrlich leute...

Veröffentlicht am 05.05.2010 15:46:25 GMT+02:00
Lausimausi meint:
Herrliche Rezension. Habe gerade die Stelle mit dem Zug gelesen (im Buch) und wollte mal wissen, was andere darüber denken.
Danke, habe sehr gelacht.
Das Buch ist mir einfach zu blutrünstig, die Figuren zu platt. Werde nur noch durchblättern ....

Veröffentlicht am 16.05.2010 14:11:07 GMT+02:00
Großartig Rezension und sehr treffende Beschreibung der Schwachstellen des Buches - auch wenn ich es trotz allem sehr mag :)

Veröffentlicht am 06.06.2010 11:16:41 GMT+02:00
Holger N. meint:
Hallo Ida,

deine Rezension ist genau auf dem Punkt. Ich hab' herzhaft gelacht!

Herzliche Grüße auch Achim bei Bremen
Holger

Veröffentlicht am 25.08.2010 22:24:50 GMT+02:00
Booky meint:
Hallo Ida, eine super treffende Rezension! Der schwarze Zug war wirklich so lächerlich. Und irgendwann rechnete man damit, dass selbst der Zeitungsverkäufer im Kiosk schon dabei zusehen musste, wie seine komplette Familie von einem Serienmörder gefoltert und ausgeweidet wurde. Ganz unerträglich war auch der inflationär gebrauchte Kosename "Zuckerschnäuzchen"... Noch besser als "Schnappen wir den Mistkerl" fand ich allerdings "Schnappen wir den Sack / die Säcke". Hilfe! Aber unübertroffen ist das ewige SCHREIEN. Permanent fangen die Leute an zu schreien, wachen schreiend auf, schreien im Schlaf, im Auto, auf dem Sofa und womöglich auch im Supermarkt. Das kommt wohl davon, dass die alle permanent in ihrem Leben zusehen müssen, wie andere "schreiend und qualvoll sterben". Dieses Buch ist ein solch grandioser Mist. Kaum zu beschreiben.

Veröffentlicht am 14.09.2010 01:12:09 GMT+02:00
KI meint:
Gut getroffen.

Veröffentlicht am 17.10.2010 16:02:47 GMT+02:00
Vielen, vielen Dank für diese Rezension!! Gerade wollte ich selbst eine schreiben, aber diese drückt genau das aus, was ich während und nach dem Lesen empfunden habe! Und ich habe gelacht, herzlich und laut gelacht, und mein Ärger über dieses Buch war gebrochen.

Ich habe "Die Blutlinie" vor fünf Minuten fluchend beendet bzw. die letzten 100 Seiten überflogen, weil ich dem Buch bis zum Schluss eine Chance geben wollte. Smoky Barrett (Ja, Smoky, ich vertraue dir, du bist die beste! Und dein Team natürlich auch! Jetzt fall aber bitte nicht wieder in Ohnmacht!!) hat spätestens ab der Hälfte des Buches nur noch genervt hat mit ihrem Drachen, und dem Zug, und dem Brechen.

Ich werde diesen ersten Teil der grundlos hoch gelobten Reihe verkaufen und mit Sicherheit kein weiteres davon lesen.

Viele Grüße
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