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Kundenrezension

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5.0 von 5 Sternen Ein Hammer Einstieg in eine neue Richtung, 16. Januar 2011
Rezension bezieht sich auf: 11 Dreams (Audio CD)
Wie genial!!! Anders kann man "11 Dreams" der Dänen MERCENARY gar nicht beschreiben. Bereits ihre letzte Scheibe "Everblack" war schon sehr gut gewesen, aber die aktuelle Langrille schießt wirklich den Vogel ab! Meines Erachtens gibt es wirklich nichts negatives an diesem Album. Dabei hat man sich musikalisch keine Grenzen gesteckt, sondern variiert perfekt zwischen größtenteils Power Metal Melodic Death Metal Elementen, wobei man sich auch nicht davor scheut bei dem Song "Music Non Stop" moderne Elemente aufzugreifen, die schon fast auf Alternativ Rock Einflüsse zurückgreifen. Aber der Reihe nach:

Nach dem sehr genialen Intro "Into the Sea of Dark Desires" geht es mit "World Hate Center" doch sehr hart los. Witzigerweise kann man dem Song eine gewisse Weltuntergangsstimmung nicht absprechen. Ansonsten bleibt der Titel Interpretationssache, worauf er anspielen soll, dürfte wohl jedem klar sein. Hier kommt aber neben den Melodic Death Metal Elementen auch bereits der geniale klare Gesang von Sänger Mikkel Sandager zum tragen. Auch sehr hervorragend sind die exzellenten Soli von Klampfer Martin Buus. Danach folgt mit dem Titelstück "11 Dreams" bereits mein absoluter Lieblingssong auf diesem Album! Der Song ist schlichtweg als genial zu bezeichnen. Refrain: Top! Gitarrenarbeit: Top! Melodieführung: Top! Gesangsleistung: Top! Arrangement: Top! Was soll ich noch mehr sagen? Einen genialen Song kann man nicht beschreiben, Punkt aus! "reDestructDead" präsentiert die Band wieder von der treibenden Seite, agiert man hier doch mehr im Midtempo-Bereich und zeigt zudem, wie facettenreich, der Gesang doch ist. "Firesoul" ist da ebenso genial. Ich habe noch nie so einen abwechslungsreichen Sänger wie Mikkel gehört! Ich frage mich, ob er das wohl auch live hinbekommt? Hört euch nur mal diesen Song ("Firesoul") an, einfach der Hammer. Da drin kommen Rob Halford / Bruce Dickinson ähnliche Screams drinnen vor. Im Refrain singt er so Kristall klar wie Michael Kiske zu Glanzzeiten!! Das Ganze noch perfekt unterlegt von groovigen wie melodischen Gitarren und die Perfektion ist erreicht. Deutlich ruhiger wird es schließlich mit "Sharpen the Edges", der irgendwas 80er Jahre mäßiges hat, ohne das nun negativ zu meinen. Doch trügt der Schein, den gegen Schluss zeigt man sich auch wieder von der extremeren Seite mit extrem rasenden Doublebass. Was es mit "Supremacy v2.0" auf sich hat weiß ich selbst nicht, da bereits 1996 ein Song auf einer gleichnamigen Demo-CD veröffentlicht wurde, der allerdings wesentlich extremer klang, aber schon damals das gewaltige Potential der Band zeigte. In diesem Song wird stilistisch alles verwurstet. So sind neben den gewohnten Power und Melodic Death Metal Elementen auch einige Thrash und Progressive Einflüsse zu vernehmen, welche allerdings bei dem über 8 minütigen Song dazu helfen, dass keine Langeweile aufkommt. Mit "Music Non Stop" hat man sich dann schließlich etwas aus dem Fenster gelehnt, da man hier moderne Alternative Rock Elemente verbraten und mit dem eigenen Stil vermischt hat, was aber MERCENARY sehr gut zu Gesicht steht, da vor allem wieder einmal der Gesang Mikkel sehr gut heraus sticht. Mit Videoclip hätten wir hier eine Hitsingle! Irgendwie erinnert mich der Refrain - ganz nebenbei bemerkt - ein wenig an die schwäbischen Power Metaller BRAINSTORM auf ihrem aktuellen Album "Soul Temptation". "Falling" ist dafür wieder etwas extremer ausgefallen und tendiert ein wenig in die SOILWORK Ecke, lediglich mit besserem Songwriting, hahaha (Achtung: Dieser Seitenhieb bezieht sich nur auf ihr letztes Album!). Bei dem ruhigen "Times without Changes" wird das Tempo des Album noch mal erfreulicherweise gedrosselt. Lediglich das Klavier (sowie einen Sologitarre) begleiten hier den gefühlvollen Gesang von Mikkel, das es einem die Gänsehaut in Schallgeschwindigkeit über den ganzen Körper treibt. Nahtlos geht es schließlich in den letzten Song "Loneliness" über, der wieder in die gleiche Kerbe wie das geniale "11 Dreams" schlägt.
Mit ein wenig Gespür werdet ihr aber auch beim Reinschnuppern bemerken, dass hinter der Musik von MERCENARY mehr dahinter steckt, als bloßes Kopieren. Unbedingt mal reinhören!
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Sascha H.
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