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Kundenrezension

3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Zu viele Vorurteile..., 7. Januar 2011
Rezension bezieht sich auf: The Book of Eli [Blu-ray] (Blu-ray)
Reden wir heute mal nicht lange um den heißen Brei herum, sondern kommen gleich zu einem DER Kritikpunkte überhaupt, warum der Film "The Book of Eli" massenhaft Ein-Stern-Bewertungen bekommen hat (und noch bekommen wird):
JA, der Film ist eindeutig Pro-Gottesglaube.
NEIN, der Film verkommt dennoch nicht zu einer kreationistisch-primitiven Hau-Drauf-Propaganda mit ordentlich Populismus.

Kurz zur Story.
In einer postapokalyptischen Welt des Jahres 2044 wandert Eli einsam durch die trostlosen Einöden, die überwiegend durch Anarchie und Chaos geprägt sind. Im Gepäck von Eli lassen sich allerlei Dinge zum Überleben und auch zum Verkaufen bzw. Tauschen gegen Wasser finden. Aber nicht nur das. Eli ist überdies auch im Besitz eines besonderen, ledergebundenen und mit einem Schloss versiegelten Buches. Dieses Buch hat für den Protagonisten eine enorme Bedeutung, er liest täglich darin und schöpft daraus offenbar seine Kraft zum Überleben. Relativ bald wird der Gegenspieler von Eli in die Geschichte eingeführt, der auf der Suche eines ganz besonderen Buches ist. Selbstverständlich ist es Elis Buch, davon weiß dieser aber natürlich zunächst nichts. So kommt es zu einer Jagd auf das Buch mit einigen Shoot-Outs und auch ein paar dialoglastigeren Begegnungen zwischen den Kontrahenten.

Um welches Buch handelt es sich?
Darüber lässt sich der Film eine Weile aus, doch relativ schnell werden genügend eindeutige Hinweise gegeben (u.a. das Kruzifix auf der Buchfront sowie diverse Rezitierungen bekannter Textstellen) und am Schluss des Films wird das Buch letztlich auch beim Namen genannt: Es ist die Bibel, genauer gesagt eine King-James-Bibel. Angeblich das letzte verbliebene Exemplar auf der Welt, denn nach dem nicht näher definierten Krieg wurden alle anderen Bibel-Exemplare vernichtet. Offenbar handelte es sich bei jenem Krieg um einen Glaubenskrieg. Wie Eli nun zu diesem Buch gekommen ist, sei hier nicht näher erläutert, allerdings ist die Auflösung der Frage eine der kritischsten Stellen des Films, an dem sich viele Kritiker aufhängen.

Obwohl der Film die Bibel und ihre Bedeutung für die Menschheit als solche eindeutig befürwortet, so geht "The Book of Eli" doch überraschend kritisch mit dem Christentum um bzw. mit dem, was daraus geworden ist. Eli befindet sich keineswegs auf einer Mission, in der er jedem dahergelaufenen Trottel die Macht des Buches offenbart, sondern möchte die Bibel an einen sicheren Ort im Westen bringen. Es ist sogar so, dass Eli strikt dagegen ist, dass andere Menschen während seiner Reise das Buch in die Hände bekommen und darin lesen.
Elis Gegenspieler überdies verkörpert sozusagen die Institution Kirche, wie sie im Mittelalter war und aktuell in vielen Glaubensabspaltungen wieder modern wird. Er möchte die Bibel besitzen, weil er dadurch die Menschen kontrollieren und manipulieren könnte, somit zu absoluter Macht käme. Er möchte den Menschen also nicht wirklich helfen, sondern verfolgt eigene, egoistische Ziele.

Vom Glaubensthema des Filmes abgesehen, bietet der Film mehrere Logiklöcher, teilweise kann man sogar von echten Logikkratern sprechen. Der schwerwiegenste Krater ist dabei ganz klar die im Film dargestellte Gesellschaft. Obwohl "The Book of Eli" noch nicht einmal eine Generation weiter in der Zukunft spielt, scheint die Welt nur noch von neandertalerischen Idioten bevölkert zu sein, ohne jedes kulturelles Wissen. Kaum jemand kann lesen und schreiben, die Bibel und der dazugehörige Glaube scheint völlig vergessen zu sein, ebenso wie jede andere Glaubensrichtung. Kein Mensch (außer natürlich der Bösewicht) erkennt auch nur eine einzige Textstelle, die aus der Bibel rezitiert wird. Ein solcher Rückgang des intellektuellen Fortschrittes ist in der kurzen Zeit von etwas mehr als 30 Jahren völlig unglaubwürdig. Da frage ich mich, warum der Regisseur bzw. Autor des Films nicht einfach ein paar hundert Jahre weiter in die Zukunft gegangen ist, um diesen Umstand plausibler zu gestalten.
Hinzu kommen noch fragwürdige Behauptungen, die mir sauer aufgestoßen sind. Beispiel: Einer alten Dame zitterten die Hände. Elis Erklärung hierfür war, dass diese Frau zuviel Menschenfleisch gegessen hat. Hä? Der logische Zusammenhang will sich mir hier nicht wirklich erschließen. Immerhin dürfte Menschenfleisch nicht wirklich schadhafter sein als das Fleisch von anderen Tieren. Es ist bloß (natürlich zu Recht) ein Tabu, Kannibalismus zu betreiben.
Positiv hervorzuheben ist noch die Gestaltung der Endzeit, die wirklich hübsch anzusehen ist. Allerdings fehlt hier die Innovation, denn eine solche Endzeit hat man schon viele viele Male in anderen, mad-max-inspirierten Filmen gesehen. Sehr gefallen haben mir auch die Schusswechsel, die selbst mit meinem 2.1-System sehr kernig und authentisch klangen.

Mein Fazit:
"The Book of Eli" ist ein durchaus sehenswerter Film, der sich einerseits kritisch mit dem Christentum auseinandersetzt, andererseits aber auch für meinen Geschmack zu sehr aussagen will, dass es sowas wie einen Gott wirklich gibt. Dies wird an Stellen deutlich, in denen Eli von einer Stimme erzählt, oder wenn er beschossen wird und scheinbar nicht getroffen werden kann.
Ein Must-Have ist der Film trotzdem nicht, dafür gibt es zu viele Ungereimtheiten.
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