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Kundenrezension

am 11. Juni 2005
Die zweite Staffel der Next Generation (1988/89) gab der noch jungen Serie ganz entscheidende Richtungsvorgaben mit einschneidenden Wechseln bei den Charakteren. Geordi LaForge wurde vom Steuermann auf der Brücke zum Chefingenieur im Maschinenraum. Auch Worf wechselte die Farbe der Uniform und wurde als Sicherheitschef Nachfolger von Tasha Yar. Diese Entscheidungen waren der frühe Grundstein dafür, dass sich die Serie - viel stärker als die Originalserie der 60er Jahre - gegenüber Season 1 langsam aber sicher entwickeln und eine große Charaktervielfalt darstellen konnte anstatt zur Drei-Mann-Show für Picard, Riker und Data zu werden.
Noch auffälliger ist der Austausch der Schiffsärztin. Da Gene Roddenberry die Entwicklung des Dr.Crusher- Charakters misshagte, wurde sie kurzerhand ‚versetzt' - das ließ die Möglichkeit einer Rückkehr offen. Und tatsächlich blieb die Neue nur für ein Jahr: Dr. Katharine Pulasky wurde von Diana Muldaur gespielt. Keine Unbekannte für Star Trek- Fans: Muldaur war schon Gaststar in zwei Episoden der Originalserie: „Return To Tomorrow" und „Is there in Truth no Beauty?" (beide 1968). Pulaskis Rolle, die von ständigen Sticheleien gegen den Androiden Data geprägt war, weil sie in ihm nichts mehr als eine gut gemachte Maschine sah, wurde aber im Gegensatz zur eher stillen Dr. Crusher zu auffällig im Vergleich zu den eigentlichen Hauptcharakteren.
Außer weiterer kleinerer Änderungen - Riker trug nun Vollbart, Wesley Crusher ist als „Acting Ensign" fester Bestandteil der Brückencrew - brachte Season 2 noch einen wahren Segen für die Serie: Whoopi Goldberg, damals schon bekannt aus „Die Farbe lila", bereicherte die Enterprise als Bartenderin und noch vielmehr als geheimnisumwobene, einfühlsame Zuhörerin im neu geschaffenen Set „Ten Forward" („Zehn Vorne"), das die Gelegenheit bot, die Besatzungsmitglieder auch in ihrer Freizeit zu zeigen.
Auch hinter den Kulissen gab es bedeutsame Einschnitte. Rick Berman war der neue starke Mann, trotzdem behielt Star Trek- Schöpfer Gene Roddenberry Einfluss auf die Drehbücher. Diese waren im Übrigen knapp wegen eines langen Autorenstreiks, der die Staffel auf nur 22 anstelle der üblichen 26 Episoden schrumpfen ließ. Für die erste Folge, THE CHILD/ DAS KIND bediente man sich zudem eines Skripts aus der in den 70ern geplanten Serie Star Trek II, die nie gedreht wurde, und änderte die für Lt. Ilia geplante Handlung für Troi ab. In der interessanten Story wird sie von einem Energiewesen geschwängert und gebärt ein Kind, das binnen Tagen aufwächst - eine außerirdische Lebensform, die anhand des Erfahrens des menschlichen Lebenszyklus deren Wesen erfahren will.
Inhaltlich sorgte Season 2 für weitere qualitative Paukenschläge. In WHERE SILENCE HAS LEASE/ ILLUSION ODER WIRKLICHKEIT wird die Enterprise in einer Leere gefangen, wo ein mysteriöses, mächtiges Wesen Experimente mit der Crew vornimmt wie Menschen mit Ratten im Labor. ELEMENTARY, DEAR DATA/ SHERLOCK DATA HOLMES vertieft Datas Interesse in die Figur des Sherlock Holmes (aus der Folge „Lonely Among Us" der ersten Season). Auf dem Holodeck hält er in der Rolle des Meisterdetektivs den bösen Professor Moriarty in Schach, bevor der Computer den Wunsch nach einem gleichwertigen Gegenspieler falsch umsetzt und die machtbesessen Holo-Figur Kontrolle über die Enterprise erringen kann. LOUD AS A WHISPER/ DER STUMME VERMITTLER dreht sich um den taubstummen Riva, der als Friedensvermittler auf einem vom Krieg zerrütteten Planeten fungieren soll, einfühlsam von dem tatsächlich taubstummen Darsteller Howie Seago verkörpert. In THE SCHIZOID MAN/ DAS FREMDE GEDÄCHTNIS schafft es ein brillanter Wissenschaftler, vor seinem Tod sein Gedächtnis und Wesen in Data zu transferieren. UNNATURAL SELECTION/ DIE JUNGEN GREISE greift die Thematik der Originalepisode „The Deadly Years" auf: Misslungene Gen-Experimente führen dazu, dass auf einer Kolonie alle Mitglieder rapide altern. A MATTER OF HONOR/ DER AUSTAUSCHOFFIZIER bringt Riker als Ersten Offizier auf ein Klingonenschiff und bringt viel Licht in deren Kultur und Hierarchie. THE MEASURE OF A MAN/ WEM GEHÖRT DATA? kommt ohne große Actionszenen und Weltraumkulissen aus und ist doch einer der stärksten Momente der gesamten Serie. In einer Gerichtsverhandlung wird der Status Datas geklärt: Maschine oder Lebewesen, als „Eigentum" zur Sklaverei verdammt oder selbst über sich bestimmend. Hochspannung bietet CONTAGION/ DIE ICONIA-SONDEN, wo der Schlüssel in der mysteriösen Ausbreitung schiffsweiter Fehlfunktionen in einer seit Urzeiten ausgelöschten Zivilisation liegt. In THE ROYALE/ HOTEL ROYALE entdeckt die Enterprise auf einem Planeten den Nachbau eines alten Las-Vegas-Casinos, das Außerirdische errichteten, die versehentlich 2067 die Mitglieder einer menschlichen Expedition töteten - bis auf einen, für den sie die dessen Heimatwelt nachbauen wollten auf Grundlage seines klischeehaften Buches rund um das alte Las Vegas. TIME SQUARED/ DIE ZUKUNFT SCHWEIGT bietet eine sehr originelle Adaption des Doppelgänger-Stoffs: die Enterprise bringt ein Shuttle mit einem zweiten Picard aus einer anderen Zeitlinie an Bord. Q WHO/ ZEITSPRUNG MIT Q bringt den allmächtigen Q zurück, der die Enterprise erste Bekanntschaft mit den Borg machen lässt, die als übermächtiger Gegner in die Serie hineingeschrieben wurden und fortan als dunkle Bedrohung auftauchen. THE EMISSARY/ KLINGONENBEGEGNUNG führt Worfs Liebschaft K'Ehleyr ein, die später seinen Sohn zur Welt bringt. Schauspielerin Suzie Plakson verkörpert in THE SCHIZOID MAN übrigens auch die Vulkanierin Sela. Einen amüsanten Gastauftritt in der Folge MANHUNT/ ANDERE STERNE, ANDERE SITTEN hat - neben einem weiteren Gastspiel von Majel Barett als Lwaxana Troi - Fleetwood Mac- Drummer Mick Fleetwood als einer der außerirdischen, fischköpfigen Diplomaten im Tiefschlaf. In der Tat kommt Season 2 außer der aus Rikers Erinnerungen zusammengeschnittenen Episode SHADES OF GRAY/ KRAFT DER TRÄUME praktisch ohne Tiefpunkte aus.
Das gewohnt umfangreiche Bonusmaterial bietet 80 Minuten Interviews mit Schauspielern , Autoren und Verantwortlichen von 1987 bis 2001. Unendlich viele bemerkenswerte Details kommen zu Tage, wie der Aufbau von Worfs Schultergürtel aus Fahrradketten, Entwurfszeichnungen für die Borg und was sich wirklich hinter dem klingonischen Essen in A MATTER OF HONOR verbirgt. Zudem wird u.a. enthüllt, in welcher Episode John DeLancies („Q") Ehefau mitspielt, und in welcher Dan Currys damals schwangere Frau und sogar seine Ziegen zu sehen waren. Zu guter Letzt gewährt Penny Juday Einblicke in ihr mehrere Lagerhäuser umfassendes Star Trek-Archiv. Sie erklärt, wie das Modell zur Utopia Planitia-Werft auf dem Mars aus Mülleimerdeckeln und Lockenwicklern entstanden ist, zeigt die Perücke mit Kunststoffohr, die im Film Star Trek II für die Kamera die Parasiten in Chekovs Ohr ließ und vieles mehr.
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