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Kundenrezension

am 28. März 2008
Lange hat es gedauert. Ganze 11 Jahre haben wir auf das dritte Studioalbum gewartet. Hat sich das Warten gelohnt? Ja, eindeutig. Was man hier bekommt ist zwar teilweise minimalistisch, außerdem sind auf dem Album nur 11 Tracks. Diese haben es aber allesamt in sich, es gibt keine Lückenfüller, jeder einzelne Song ist intensiv, emotional und typisch mystisch-melancholisch. Portishead eben. Hauptelement ist immer noch Trip Hop, jedoch sind bei „Third“ ganz klar der Beat und die elektronischen Einflüsse in den Vordergrund gerückt. Obwohl es – wie bei Portishead nun mal üblich – eine ganze Weile dauert, bis man anfängt, die einzelnen Songs wirklich zu lieben, ist man schon beim ersten Hören begeistert. Das erste Mal ließ ich das Album komplett durchlaufen, ohne irgendwelche anderen Beschäftigungen und dachte mir danach einfach nur „Wow“.

Gleich der Opener offenbart den neuen Style. Ungewöhnlich schnell und beatlastig klingt das Stück, dass man fast schon zum rhythmischen Mitwippen gezwungen wird. Beths elegischer Gesang wirkt hier keinesfalls unpassend. Im Gegenteil, als wäre es nie anders gewesen. Der Song klingt fast wie ein früherer Track im Kruder & Dorfmeister Remix.

„Hunter“ wirkt dagegen schon deutlich langsamer und erinnert an die alten Tage. Nach dem dritten Mal hat man sich an das etwas „verspulte“ Intermezzo gewöhnt und der Song wird immer interessanter.

„Nylon smile“ klingt ähnlich wie „Numb“ und zeigt Beth von ihrer schönsten Seite, absolut traumhafter Gesang.

„The rip“ erinnert einen an „Roads“, aber auch an „Spider monkey“ von Beths Soloalbum. Dazu kommen jedoch elektronische Elemente und gegen Ende ein gehöriges Plus an Geschwindigkeit.

„Plastic“: Das Hubschrauber-ähnliche Geräusch im Zusammenhang mit den harten Gitarrenklängen und dem düsteren Keyboard erzeugt sofort Gänsehaut. Der Song geht definitiv unter die Haut.

„We carry on“ ist wohl der schwierigste Track des Albums. Er startet mit einem fast schon nervigen Ton, der sich nahezu konsequent durch das ganze Stück fortsetzt. Der Gesang ist wie immer melodisch und melancholisch.

„Deep water“ repräsentiert ganz klar den Außenseiter des Albums. Beth wird allein von einer Ukulele begleitet. Der einzige Song, der fast schon fröhlich klingt.

„Machine gun“ startet mit einem harten Beat, der Name ist hier wirklich Programm. Das ist schon fast kein Trip Hop mehr, sondern eine düstere Mischung aus Elektronic, Industrial und Big Beat.

„Small“ steht ganz im Gegensatz dazu. Weniger Geschwindigkeit, deutlich weniger Beat und sogar eine Begleitung durch Streicher hört man hier. Ab ca. 2,5 Minuten geht der Song dann richtig los und offenbart seine ganze Kraft mit Hilfe eines sehr intensiven Organ-Ostinatos. Das Ganze endet mit einem harten Gitarrenriff.

„Magic doors“ zeigt wieder Portisheads neue Seite: gewohnt elegischer und melodischer Gesang mit schwerem Beat. Dazu sowohl gewohnte Begleitung mit Bass und Klavier als auch neue elektronische Elemente.

Das letzte Stück klingt wie eine härtere Version von „Over“. Hier wird der Kontrast zwischen ruhig/schön und hart/laut fokussiert. Gegen Ende ertönt mehrmals ein bedrohliches Dröhnen und das Album ist damit beendet.

Nein, aufgedreht und fröhlich ist man nach dem kompletten Durchhören des Albums sicher nicht. Aber darum ging es bei Portishead ja auch noch nie. Meiner Meinung nach merkt man dem Werk die 11 Jahre ganz klar an: die Band hat sich nicht nur entwickelt, sondern auch unglaublich viel Energie, Gefühl und Arbeit in dieses Werk gesteckt. Natürlich wird man keines der Lieder auf Bayern 3 hören, dafür ist das Ganze nach wie vor zu speziell. Für alle, die Spezielles und Ergreifendes mögen und natürlich für alle, die auch nur im Entferntesten etwas mit Portishead anfangen können, klar ein Pflichtkauf. Für alle, die oberflächliche, tanzbare und fröhliche Musik wünschen: macht einen weiten Bogen um dieses Album.
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