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Kundenrezension

am 13. Oktober 2007
Verstärkt man den interdisziplinären Diskurs kommt man an der Neurobiologie nicht mehr vorbei. Singer, neben Roth der führende Vertreter der sich immer mehr ausdehnenden und an Bedeutung gewinnenden Fakultät der Neurologie, hat hier eine Sammlung von Vorträgen vorgelegt, die den durchaus aktuellen Stand der Wissenschaft zusammenfassend im interdisziplinären Zusammenhang aufzeigen. Geschichte und Kunst sind zwei erwähnenswerte Überschneidungsgebiete, wobei der naturwissenschaftliche Ansatz der modernen Hirnforschung sicherlich auch die Gesellschaft zur Reflexion zwingt. Über den Gedanken, das Hirn und seine Synapsen seien prägend und bestimmend für eine Handlung, wird die philosophische Frage der Willensfreiheit, die rechtliche Frage der Verantwortung in dieser Gesellschaft neu zu stellen und vor allem zu beantworten sein. Denkt man die Ergebnisse und Zusammenhänge der modernen bildgebenden Verfahren der Neurologie (CT, MRT) und deren Korrelationen von Stimulanz und Handlungen weiter, wird die alte Idee des Solipsismus offensichtlich wieder aufgelegt. Dort heißt es, dass die Welt um mich herum eine Welt in meiner Vorstellung ist. Denn wenn sich eine Stimulierung sich im Gehirnareal vor jeder Handlung zeigt, ist die Hirn-Aktivität vor einer Entscheidung. Denken und Gefühle, alles Moleküle - so wäre der Wahlspruch in einer Welt, die sich aktuell den Fragen und Problemen der Renaissance der Religionen und deren Auswirkungen zu stellen hat. Dieses Thema würde sich ad absurdum führen, wenn jede Frage zu den Auswirkungen zum eigenem Handeln zum Ausruf: Ich war es nicht! führen würde. Denn wenn es weder persönliche Willensfreiheit noch persönliche Schuld gibt, ist das Handeln mikroskopisch vorbestimmt und die Rechtslage hätte eine schiefe Lage neu zu richten. Nun mag man antworten, die Fragen der Strafrechtstheorie sind nicht neu, die Neurologie mache sie nur dringender, doch die herkömmliche Denke von Schuld und Sühne muss aus diesem Grunde verschoben werden zu Prävention und Therapie.

Sie sehen, ein sehr interessantes Potpourri von Gedanken lässt sich aus diesem Singer-Buch entwickeln. Dennoch möchte ich nicht versäumen, Ihnen auch das Buch von Geyer, Hirnforschung und Willensfreiheit zu empfehlen (ISBN 3518123874).
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