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Kundenrezension

am 14. Juni 2007
Zugegeben, Brad McGann nimmt einen gewaltigen Anlauf, ehe die Geschichte in Fahrt kommt. Wer mit tiefsinnigen, warmen und melancholischen Bildern nicht viel anfangen kann, der wird die erste halbe Stunde des Films vermutlich nicht "überleben". Aber was dann passiert, wie sich Handlungsstränge, auf die wir vom Regisseur mit äußerster Präzision hingewiesen werden, zu einer Story verdichten, die vor Sinn und Verstand und vor allem jeder Menge Überraschungen fast schon platzt, das ist phänomenal. "Als das Meer verschwand" ist ein genialer Autorenfilm, der die Romanvorlage mit dem viel passenderen Titel "My fathers den" so kontrastreich und unterhaltsam auf Zelluloid bannt, dass man am Ende des Films sogar noch den Abspann genießt.

Der Kriegsfotograf Paul kommt nach 16 Jahren in der Fremde in sein Heimatdorf zurück. Er will zur Beerdigung seines Vaters. Im Ort scheint die Zeit stehengeblieben zu sein. Paul trifft die Familie seines Bruders, die ihm gegenüber sehr verschlossen reagiert. Er bezieht die ehemalige Wohnung seines Vaters und trifft dort in einer Hütte, die sein Vater mit Büchern und Alben vollgestellt hat, die 16jährige Celia. Zwischen den beiden entsteht nach und nach eine innige Beziehung, wie zwischen Vater und Tochter. Als Celia eines Tages verschwindet, richtet sich der Verdacht der kleinbürgerlichen Bevölkerung sofort gegen Paul. Der macht sich auf die Suche und landet prompt in der eigenen Vergangenheit. Im Geheimnis seiner Familie liegt der Schlüssel zu Celias Verschwinden. Paul ist wild entschlossen, dieses Geheimnis zu lüften. Als er die Schatten der Vergangenheit zerreisst, erwartet ihn ein unvorstellbarer Abgrund...

"Als das Meer verschwand" ist melancholisch, dramatisch und schonungslos offen erzählt. Die Story schlägt Haken und Purzelbäume, denen der Zuschauer jedoch problemlos folgen kann. Die Rückblenden sind exquisit gesetzt und sorgen nicht für Verwirrung sondern für Klarheit und Verständnis. Zum Schluss fügen sich Hunderte von Puzzleteilen zu einem perfekten Bild. Das Ganze wird untermalt von einem Soundtrack, dessen Herzstück Pattis Smiths magischer Gesang ist. Ein hundertprozentiger Treffer!

Matthew McFayden und Emily Barclay spielen das ungleiche Paar mit Hingebung und Liebe. Jede Geste, jedes Wort, jede noch so kleine Andeutung erscheint glaubwürdig.

Lassen sie sich also von der ersten halben Stunde nicht abschrecken. Manchmal braucht man einen langen Anlauf für einen gewaltigen Sprung. Und der ist Brad McGann mit "Als das Meer verschwand" gelungen. Nicht umsonst hat der Film etliche Preise eingeheimst. Ich werde mir in jedem Fall auch noch die Romanvorlage zulegen; denn dieser Film ist wirklich etwas Besonderes.
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