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Kundenrezension

71 von 77 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eintauchen in eine anrührende Welt, 20. August 2011
Rezension bezieht sich auf: Die Herrlichkeit des Lebens: Roman (Gebundene Ausgabe)
Dieses Buch ist DIE Übersetzungshilfe für jeden, der bislang mit Franz Kafka wenig anfangen konnte. Hier wird man quasi wellenförmig hineingetragen in seine Denk- und Gefühlswelt sowie seine engsten Vertrauten. Michael Kumpfmüller ist es grandios gelungen, die Leserschaft in das Abenteuer "Franz Kafka" einzuladen und hierbei unaufdringlich sich das eigene Urteil bilden zu lassen. Bilden: Hier entwickeln sich Bilder, hier sieht man nicht nur den Strand, die Wohnungen und den besonderen Umgang von Franz Kafka und Dora Diamant, seiner letzten Gefährtin: hier fühlt, riecht und schmeckt man mit. Mit jeder Buchseite taucht man mehr und mehr ein, vergisst, dass man liest, lässt sich lesen und kehrt ein in die (Unterbewusstseins-) Welt vom "Doktor" und Dora. Dieses Kafka-Buch ist eine unglaublich gelungene Übersetzungshilfe, um den Menschen und Schriftsteller Franz Kafka wirklich, klar und besser zu verstehen, ja zu begreifen.
Dieser Roman ist dreigeteilt und beginnt mit der ersten Begegnung Franz Kafkas und Dora Diamants an der Ostsee. So heißt es im ersten Kapitel "Eins Kommen": "...jetzt nennt er sie bloß noch Dora, denn Dora kommt von Geschenk, er müsste es sich nur nehmen, sie wartet darauf."(S. 26). Die Beziehung zwischen der jungen Dora und dem sterbenskranken Schriftsteller, der sich an der Ostsee hofft wieder erholen zu können, wird von Manfred Kumpfmüller mit passenden Dialogen ausgezeichnet; es entsteht ein ganz persönliches Portrait der beiden und man hat das Gefühl, Zeuge eines kleinen, großen Wunders zu sein. Im Kapitel "Zwei bleiben" wird man mit der baldigen Begrenzung der Beziehung schon vertraut gemacht und die räumliche Darstellung der Erlebenswelt des Paares reduziert sich langsam. Im letzten Kapitel "Drei gehen" wird der baldige Tod Kafkas greifbarer: "Aber das Gefühl ist weiter da, die Echos, die es macht, die Angst, die von Anfang da gewesen ist, etwas Lauerndes, über das sie so gut es ging hinwegsah." (S.197) Beide hoffen noch, doch Kafka schwinden die Kräfte. Selbst die Möglichkeit einer Trauung wird nicht mehr vollzogen und so wünscht sich Kafka nur noch: "sodass man etwas in der Hand hätte, einen klitzekleinen Beweis, dass das Leben nicht aufhört, dass es nur Nacht ist und man am Morgen wohlbehalten erwacht" (S.217). Man fühlt und leidet mit dem Liebespaar mit, dem noch nicht einmal ein Jahr für sein Glück blieb; wie es komprimiert auf Seite 223 heißt: "...dass sie alles hatten, in dieser gedrängten Zeit, das ganze Glück."
Dieser Liebesroman ist ein Webteppich aus Dialogen, Gedankengängen, Kurzzitaten aus Kafkas Werk und dem sprachlich brillanten roten Erzählfaden des außerordentlich feinfühligen Michael Kumpfmüller.
So schafft er einen besonderen Trialog zwischen Dora Diamant, Franz Kafka und der Leserschaft, als ob man noch Zwiesprache hielte mit den beiden Hauptfiguren und leibhaftiger Zeuge eines kleinen großen Wunders geworden ist. "Die Herrlichkeit des Lebens" ist damit nicht nur ein anrührender Liebesroman, sondern ein feinfühliges Wunderwerk!
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1-1 von 1 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 18.02.2012, 11:24:56 GMT+1
Der erste Satz Ihrer Kritik beschreibt genau mein Gefühl beim Hören dieses Romans (ja, ich habe mich nicht verschrieben - höre gerade diese wundervolle Hinführung zu Kafka als gesprochene Version von Christian Brückner). Ironischerweise hatte ich gerade vor einer Woche - nach einer "Schloss"-Aufführung im Deutschen Theater in Berlin, die mich ebenso wenig erreichte wie die Inszenierung der Münchner Kammerspiele - und diversen anderen Versuchen, Kafka, diesen Autor der Autoren, zu verstehen, beschlossen, es nicht noch einmal mit diesem Schriftsteller zu versuchen. Und nun diese feinfühlige Liebesgeschichte von Michael Kumpfmüller. Ein neues Kafka-Gefühl!?

Danke Herr Rüsch und herzliche Grüße!
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