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Kundenrezension

am 3. Juni 2007
Endlich! Nachdem ja bereits einige Aufnahmen von "Tristan und Isolde" auf DVD erschienen sind, liegt das Werk nun in der grandiosen Inszenierung von Jean-Pierre Ponnelle vor, die dieser 1981 für die Bayreuther Festspiele erarbeitet hatte. Nach einem Diktum von Wolfgang Wagner verbietet es sich ja beinahe, überhaupt über diese Produktion zu sprechen: "Die Aufführung fand beim Publikum so einhellig zustimmende Resonanz und anschwärmende Verehrung, dass es gerade frevelhaft dünken müsste, auch nur ein weiteres Wort darüber zu sagen." Dennoch sei festgehalten, dass die von Ponnelle geschaffenen Bühnenbilder einfach überwältigend sind.

Im ersten Akt auf dem Schiff wird Isolde wie eine Gefangene in einem überdimensionalen Brautkleid mit einer ebenso überdimensionalen Brautkrone auf dem Kopf ihrem künftigen Gatten König Marke zugeführt. Im Zentrum des zweiten Aktes steht ein riesiger Baum mit üppiger Blütentracht, dessen Äste und Zweige Tristan und Isolde während ihrer großen Liebesszene geradezu beschützend und von der Außenwelt abschirmend zu umfassen scheinen. Im dritten Akt ist es ein vollkommen kahler Baum ohne jegliches Laubwerk, fast nur noch ein Stamm, der, wie von einem Blitz getroffen, in zwei auseinanderklaffende Hälften gespalten ist und auf diese Weise sinnfällig die Trennung der beiden Liebenden symbolisiert. Ästhetisch erinnert dieser dritte Akt mit seinem knorrigen Baum und dem aufs weite Meer hinaus schweifenden Blick durchaus an einige Gemälde des großen Malers der deutschen Romantik Caspar David Friedrich. Die hervorragende Lichtregie in allen drei Akten tut ihr Übriges, um die beeindruckende Wirkung der Bilder noch zu verstärken.

Wie für J.-P. Ponnelle war es auch für Daniel Barenboim sein Debüt auf dem Bayreuther Hügel. Seine Bedeutung als einer der besten Wagnerdirigenten der letzten 20-30 Jahre stellt Barenboim bereits hier unter Beweis. Sein Dirigat ist zupackend, nie wirkt die Musik schleppend; der Orchesterklang ist transparent und vielschichtig. Der noch relativ junge René Kollo als Tristan hat hier wahrscheinlich einen der besten Auftritte seines Lebens. Johanna Meier als Isolde darf man getrost den großen Interpretinnen dieser Rolle in den letzten Jahrzehnten zur Seite stellen. Matti Salminen ist ein ebenso beeindruckender Marke wie Hanna Schwarz eine tadellose Brangäne gibt. Einzig die Stimme von Hermann Becht als Kurwenal ist etwas gewöhnungsbedürftig; dafür überzeugt er mit seiner starken körperlichen Präsenz. Die Rollentexte werden überwiegend verständlich artikuliert, so dass man weitgehend auf die Untertitelung verzichten kann.

Fazit: Sofort zugreifen! Besseres oder auch nur gleichwertiges wird es von diesem Werk auf DVD wohl länger nicht geben.
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