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Kundenrezension

am 17. November 2011
Skyrim ist Teil 5 der Elder Scrolls - Serie. Ich kenne diese vor allem vom Vorgänger Oblivion, der mit bereits gut gefiel, mit der Zeit aber Abnutzungserscheinungen bot. Hauptcharakteristik der Serie ist die freie, möglichst realistisch gestaltete Spielewelt, inklusive ihrere Bewohner, die einen fixen Tagesablauf haben - d.h. sie sitzen abends in der Kneipe und liegen nachts in ihrem Bett, haben einer Arbeit oder machen den Haushalt. Es gibt Gilden, Familienfehden, es gibt eine komplette Mythologie, die in Büchern festgehalten wird, sowie Religionen und eine eigene Flora und Fauna. Kurzum: man gewinnt den Eindruck, daß die Spielewelt nicht nur durch Anschalten der Xbox "belebt" wird, sondern unabhängig vom Spieler existiert.

In dieser Hinsicht gefällt mir Skyrim nochmals besser als die Vorgänger, da es sich sehr an der nordischen Mythologie anlehnt, einen entsprechende Gebäude- und Naturstil bietet und dabei noch mehr Tiefe gewinnt als Oblivion. Die Atmosphäre wirkt hierdurch nochmals dichter, die Landschaft ist aus einem Guss und ist - obwohl sie keine unterschiedlichen Klimazonen bietet - enorm spannend und abwechslungsreich. Wer auf düstere Wälder, schroffe Berge und rauschende Wildbäche steht, wird sich in Skyrim wie im Urlaub fühlen. Sicherlich macht sich das Alter der Xbox im Detail bemerkbar, hier und da sind die Texturen schwammig und die Pop-Ups fliegen einem nur so entgegen. Insgesamt stören diese Probleme das Gefühl der völligen Immersion in die Spielwelt, das ich bei Skyrim habe, nur wenig.

In dieser großartigen Spielewelt landet man nun und muss sie sich Schritt für Schritt erarbeiten. Wie man dabei vorgeht, ist einem selber überlassen. Man kann zügig die Hauptquest spielen, dies ist aber nicht Sinn und Zweck von Skyrim, und das macht sich in der Qualität der Hauptstory auch bemerkbar.
Es ist nun mal kein Dragon Age oder Mass Effect, das sich voll und ganz auf die Story konzentriert und dabei die spielerische Freiheit einschränkt. Skyrim lebt von seinen zahllosen kleinen Nebenmissionen, von den Fraktionen und Familienfehden, in denen man sich für eine Seite entscheiden kann, und nicht zuletzt davon, daß man auch auf eigene Faust Höhlen, Ruinen oder Berggipfel erkundet, immer auf der Suche nach Erfahrungspunkten, fetten Schwertern und neuen Erkenntnissen und Geheimnissen der Spielewelt. Dabei wird man nicht - wie z.B. bei Dark Souls - durch fixe Schwierigkeitsgrade pro Gebiet gebremst, sondern der Schwierigkeitsgrad eines Dungeons entspricht dem Level, den ihr beim Eintritt in den Dungeon habt. Was nicht heisst, daß man nie auf Gegner trifft, für die man noch zu schlecht ist - durch den beschriebenen Mechanismus kann man den Dungeon aber gerne wieder verlassen, ein bisschen hochleveln, und dann wiederkommen - die gegnerische Qualität ist ab Ersteintritt festgelegt. Die Dungeons selbers wirken abwechslungsreicher und sind diesmal deutlich spannender als die ewigen Tunnelröhren bei Oblivion. Es gibt nicht nur viele Gegner, sondern auch Fallen und rudimentäre Rätsel.

Das Skill-System bei Skyrim ist bekannt: man wird in denen Dingen stärker, die man im Spiel anwendet. Kurzum: wer viel mit Pfeil und Bogen arbeitet, wird automatisch bei dieser Fähigkeit aufgelevelt, wer gerne Feuerzauber loslässt, wird hierin besser. Dadurch passt sich das Spiel dem eigenen Stil an.

Grob kann man drei Kampf-Stile bei Skyrim unterscheiden: es gibt Magier, den Schleicher und den Schläger. Natürlich sind die Übergänge fliessend, und auch ein Nord-Kleiderschrank mit einer Riesenaxt kann einen Zauberspruch loslassen oder aus der Ferne mit Pfeilen arbeiten. Es macht aber definitiv mehr Sinn, sich zu spezialisieren.
Magie und "Schleichen" funktionieren in Skyrim sehr gut, dies gilt aber leider weniger für das Nahkampfsystem. Es fühlt sich unpräzise und träge an, im Endeffekt kann man nur blocken und zuschlagen. Gewagt Ausweichmanöver oder ein Ausnutzen des Terrains gibt es genausowenig wie ein Auto-Locking-System, und wer Dark Souls gespielt hat und von diesem präzisen Kampfsystem verwöhnt (und gestählt) wurde, wird in Skyrim öfters mal genervt das Pad fliegen lassen, und in diesem Fall nicht, weil der Gegner so verdammt schlau ist, sondern weil der Bauerntölpel, den man steuert, träger als ein alter Massivholzschrank zu bewegen ist und die Kollisionsabfrage gelegentlich mal zickt.
Im Endeffekt muss man aber auch bemerken, daß es bei Skyrim - als klassisches RPG - weniger auf die Geschicklichkeit des Spielers als auf die Skills und Ausrüstung ankommt. Von daher ist auch dieses etwas nervige Nahkampfsystem zu verschmerzen.

Wie ich schon schrieb, ist die grafische Qualität - für die alte Box - sehr gut. Gelegentlich gibt es aber Aussetzer, die einen aus der Spielewelt rausreissen, seien es holprige Lauf- und Springanimationen, die teils nervige Kollisionsabfrage oder das komische Bewegungsverhalten der NPCs. Größere Bugs sind mir noch nicht aufgefallen - wobei ich natürlich angesichts meines Entdeckungsdranges noch nicht sonderlich weit gekommen bin und nichts darüber sagen kann, ob alle Quests funktionieren.

Ein Fazit ist offen gesagt nicht so einfach. Skyrim lässt sich mit keinem anderen RPG so recht vergleichen - ein Dark Souls konzentriert sich auf die großartigen, aber bockschweren Kämpfe und hat dementsprechend eine absolut überlegene Kampfmechanik. Ein Mass Effect oder ein Dragon Age lebt von der Story und die 08/15-Fantasy-Geschichte von Skyrim verblasst dem gegenüber sehr. Dazu kommen bei Skyrim viele kleinere Fehler, seien es Grafikbugs oder "Verhaltensstörungen" der Gegner oder der NPCs.
Und dennoch ist Skyrim das in meinen Augen beste RPG auf der Xbox 360, da es in dem Faktor, auf dem es bei RPG ankommt, alle anderen schlägt: der Weltflucht. Wozu spielt man RPGs, wenn nicht, um in eine andere, spannende Welt zu entfliehen, diese Schritt für Schritt zu entdecken und das Gefühl zu kriegen, daß sie, auch nach Abschalten der Xbox, weiter existiert und atmet? Eine Welt mit eigenen Geschichten, einer Historie und eigenen Mythen? Mit dem Gefühl, genauso Spielen zu können, wie man es gerne hätte - ob man nun Entdecker, Händler, Wanderer, Kämpfer, Geschichtensammler, Meuchelmörder, hinterhältiger Dieber und Schlösserknacker sein will, ob man ein wilder Rebell oder ein königstreuer Imperialist ist, ob man lieber mit Gefühl und Köpfchen vorgeht oder mit brachialer Gewalt - alle Möglichkeit liegen vor einem und Skyrim macht einen sehr guten Job darin, sich jedem Spieler anzupassen. Es lässt einen weder von Zwischensequenz zu Zwischensequenz hecheln, noch zwingt es einen zur andauernden Repetition oder einen bestimmten Spielstil. Und damit ist es für jeden, dem diese Freiheit das wichtigste in Computerspiel ist, unausweichlich.
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