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Kundenrezension

93 von 113 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Thriller mit Übersetzungproblemen, 31. Mai 2011
Von 
Rezension bezieht sich auf: Die Chemie des Todes: David Hunters 1. Fall (Taschenbuch)
Zum Inhalt des Buches ist nahezu alles gesagt. Meine Rezension bezieht sich daher nicht auf den Inhalt, sondern auf die miserable Übersetzungsleistung, die sich der Rowohlt-Verlag hier anzukreiden hat. Wüsste man es nicht besser, man wäre fast zu unterstellen geneigt, es handle sich beim angegebenen Übersetzer um eine Übersetzungsmaschine.
Das gesamte Buch wimmelt nur so von sprachlichen Unzulänglichkeiten und seelenloser Übersetzungsqualität: fast jeder fünfte Satz besteht aus einem "hatte gehabt" oder "war gewesen". (Selbst umgangssprachlich wäre so etwas schwer erträglich; aber hier haben wir es nun in Druckform).
"... zum Wert eines Kunstwerks gehört auch die Perfektion seines Funktionierens", lehrt uns Umberto Eco [Quasi dasselbe in anderen Worten, S. 24]. Aber gerade dieses Funktionieren, das reibungslose Lesen, versagt vollends, wenn der Leser es mit Konstruktionen zu tun hat, die ihn stocken und grübeln lassen, ob man derartiges überhaupt in der eigenen Sprache "gelten lassen" kann.
Eine Kostprobe: In einer Szene des Romans werden zwei Hochzeichtskleider miteinander verglichen. Der englische Text (381)lautet: But the design, with its ornate panel of lace fleurs-de-lis on the front, was too distinctive to mistake. They were identical." Die deutsche Übersetzung (391): "Doch das Design mit den Lilien aus Spitze vorne war zu auffällig, um sich zu täuschen. Sie waren ganz gleich." Wahrlich, da wird einem alles ganz gleich.
Solche Übersetzungsleistungen sollte man einem Elfklässler um die Ohren hauen... Zudem ist es nicht nur eine maßlose Schweinerei dem Käufer, sondern auch eine Ungerechtigkeit dem Autor gegenüber.
So wie ein Kunde das Recht auf ein einwandfreies, also fachlich geprüftes Produkt hat, wenn er eine Stereoanlage oder einen Fernseher kauft, sollte man auch bei einem Buch das Recht haben, etwas als Altpapier zu deklarieren, wenn es als Produkt nicht "funktioniert". So wie eine Stereoanlage knacken und rauschen kann, so hat dieser Text in Übersetzung seltsame Hintergrundgeräusche, die einem den Spaß am Lesen und folglich am Gesamtwerk des Autoren versalzen. Der Rowohlt-Verlag sollte eine weitere, nun revidierte Fassung in Auftrag geben. Dem Kunden gegenüber wäre es nur gerecht.
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Von 4 Kunden verfolgt

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1-10 von 18 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 17.06.2011, 12:48:29 GMT+2
nein danke meint:
danke für diese rezension. die übersetzung ist wirklich grottenschlecht, hätte man sich hier ein bisschen mehr mühe gegeben hätte ich das buch auch um einiges besser gefunden.

Veröffentlicht am 15.07.2011, 23:00:46 GMT+2
Krimifreund meint:
Sehr schön, dass Sie den fast 700 Rezensionen nicht eine (beliebige) weitere hinzugefügt haben, sondern hier ein etwas vernachlässigtes Thema aufgreifen. Ich habe Sie "hilfreich" bewertet und verstehe nicht, warum fast die Hälfte Sie mit "nicht hilfreich" abgestraft hat.

Veröffentlicht am 14.08.2011, 19:48:58 GMT+2
Schlagzeile meint:
"Nicht hilfreich" - Bewerter sind bei solchen Rezensionen in der Regel Kunden, die sich aufgrund ihres schwachen Selbstwertgefühls auf den Slip getreten fühlen ob dieser Kritik an einem "ihrer" Bücher.
VIelen Dank für diese erfrischenden Worte! :)

Veröffentlicht am 14.09.2012, 10:21:12 GMT+2
Danke für die Rezension. Ich bin ganz Ihrer Meinung - eine sehr schlechte Übersetzung, allerdings ist der gesamte Schreibstil unter aller Kanone! Die künstliche Spannungserzeugung am Ende jedes Kapitels und die Unfähigkeit des Authors echte Spannung zu erzeugen ("beinahe musste sie schreien"..."jetzt musste sie aber wirklich schreien") erinnerten mich stark an Dan Brown. Ach ja, das sollte ich vielleicht dazu sagen: ich bin bekennender Dan Brown-Hasser! :)

Veröffentlicht am 11.11.2012, 10:49:00 GMT+1
Laura meint:
Vielen Dank für Ihren Beitrag! Ich empfinde die Übersetzungsleistung ebenfalls als Zumutung und stimme Ihnen vollkommen zu! Weitere Bände werde ich mir daher nur noch in der Originalsprache kaufen.

Veröffentlicht am 14.04.2013, 15:48:56 GMT+2
Helga Köller meint:
Leider muss ich in dem Punkt zustimmen. Ich quäle mich gerade ein wenig durch das Buch, da ich allerdings weniger als hundert Seiten vom Ende entfernt bin, bringe ich das bisschen Sado-Maso auch noch hinter mich. Auch wenn ich das englische Original nicht kenne, bin ich der Meinung, dass sich der deutsche Text etwas sperrig liest. Vieles lässt sich nicht flüssig lesen, man bleibt immer wieder hängen und fragt sich: "So was hab ich ja noch nie gelesen. Stimmt das denn?" Zum Teil finde ich die Ausdrucksweise etwas steif und altmodisch, wodurch sich das ganze Ding zieht wie Kaugummi. Ich war mir nicht sicher, ob ich das Buch zu Ende lese und habe deswegen vorgeblättert, um zu erfahren, wer der Mörder ist. Falls ich diese "hinreißende" Lektüre doch noch abbrechen sollte, ist wenigstens diese Frage geklärt.

Veröffentlicht am 08.08.2013, 09:58:39 GMT+2
Champ meint:
Jedem seine Meinung. Meine dazu lautet: Wer sich bei einem derart spannenden Buch an sprachlichen Imperfektionen aufhängt, sollte vielleicht besser 1. selbst mal versuchen ein Buch zu schreiben oder 2. es mal mit Goethe probieren. Nichts für ungut, aber kann Ihrer Meinung leider nicht zustimmen und verweise einmal mehr auf die spannende und interessante Geschichte, die hier von Simon Beckett erzählt wird.
Ich bin selbst jemand, der auf eine saubere und korrekte Semantik großen Wert legt, aber hier ist mir aufgrund der bereits erwähnten mitreißenden Handlung nichts Negatives aufgefallen.

Fazit: Autor und Übersetzer haben alles richtig gemacht.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 08.08.2013, 12:24:11 GMT+2
Zuletzt vom Autor geändert am 08.08.2013, 12:28:41 GMT+2
M.K. meint:
Vielen Dank für Ihre Kritik, sehr geehrter Herr Champ.

Ich verstehe nicht recht, worauf Sie hier ansprechen wollen. "Mit Goethe probieren"? "Wer sich ... sollte vielleicht besser"? Das klingt ja bedrohlich.
Sollten Sie es mal mit Joyce probiert haben? --, dann ließe sich vielleicht über Gut oder Schlecht einer Übersetzung reden.
Oder vielleicht mit Bolano, Das Dritte Reich? --, vielleicht stimmen Sie ja in das Gejammere sämtlicher Leser mit ein, die sich von einer schlechten Übersetzungsleistung naseweisen lassen und in den Kanon der Schmäher eines Meisterwerks eintreten.

Drücken wir es doch einmal so aus: Um Die Chemie des Todes zu übersetzen, muss man nicht 20 Jahre Ezra Pound studiert haben.
Wenn bei einem solch trivialen Werklein dann auch noch eine Mangelware in Übersetzung herauskommt, dann kann ein Verlag wirklich nicht gerade stolz sein auf seine Gewinngier.
Ich bleibe dabei: Hat ein Buch syntaktische wie semantische Nahtstellen mangelhaft verklöppelt, dann ist und bleibt das eben "eine miserable Leistung". Es gibt tatsächlich Übersetzungsschulen, die derartiges in einer Prüfung mit "Durchfall" gewertet hätten.

Zudem spreche ich hier nicht vom Original, -welches ich abgleichend ein wenig durchschmökert habe,- sondern ausschließlich von der Übersetzung. "Die sprachlichen Imperfektionen" sind keinesfalls dem Autor anzukreiden, sondern jenen Flegeln, die ihn diffamieren und sprachlich ins Niemandshausen katapultieren.

Tun Sie Gott und dem flotten Tiresias mal den Gefallen und schreiben eine DINA4-Seite Text, hauen das Teil durch einen beliebig im Netz verfügbaren Übersetzungtrichter, flugs übersetzen Sie das gleiche zurück in Deutsche: Glauben Sie's oder lassen Sie es sein, --was dabei rauskommt, das klingt nicht anders als dieser Übersetzungsfirlefanz.

Anbei: Haben Sie mal Jonathan Littells Briefe an seine Übersetzer gelesen. Da war jemand in Sorge, dass ihm das Werk wie bei Quijote aus den Händen genommen wird und von Hand zu Hand geht, dass ihm sein Lieblingsleibchen am Ende ganz genommen wird und seinem Autor selbst nicht mehr gehört. Wie im 21. Jahrhundert gab es also schon im 17. Jahrhundert Menschen, die hatten Angst zensiert zu werden oder durch üble Nachrede verunstaltet, mit anderen Worten: durch die Stimmen Anderer deportiert.

Würde mich interessieren, wie Sie persönlich auf derartiges reagierten: jemand nimmt ihre liebsten, persönlichsten Texte, spielt damit Backebackekuchen und Häschenindenhut, der Autor erkennt sich selbst nicht mehr, wird aber an die Leute verfüttert, die alle sagen: Das ist also der Herr Champ! Wo gerade noch ein weißes Karnickel war, da prangt jetzt eine palimpsestöse Wolke von Nichts!

P.S.: "Selbst ... ein Buch zu schreiben"? (Ich wundere mich doch immer wieder wie die netzelaunischen Schreiber glauben von Champ zu ΔMi−1 = −αΣn=1NDi[n][Σjͧ2;C{i}Fji[n − 1] + Fexti[n−1].0815 irgendetwas über ein virtuelles Nirgendwo in Anschauung bringen oder sagen zu können).

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 08.08.2013, 13:20:00 GMT+2
Helga Köller meint:
danke für diesen Beitrag! Ich konnte mir ein Lächeln nicht verkneifen (was bitte positiv zu werten ist). Die Übersetzungsleistung betreffend, ist wohl alles gesagt, dennoch ist eine Formulierung hängengeblieben, die mir noch immer eine Gänsehaut beschert, und nicht unerwähnt bleiben darf: "Sein einer Arm ..." "Ihr einer Fuß ..." Ich meine in Wolf Schneiders "Deutsch für Profis - Wege zu gutem Stil" gelesen zu haben, dass das schlechtes Deutsch ist. So etwas hatte ich vorher weder gehört noch gelesen, es klingt einfach grauenvoll.
Ich für meinen Teil habe hiermit sprachlich imperfektionistisch fertig, wünsche Ihnen aber dennoch einen schönen Tag, Herr Champ :)

Veröffentlicht am 19.08.2013, 08:24:05 GMT+2
Lieber M.K. Sie haben ja sowas von recht. Man kommt sich irgendwie vor wie in einem Bastei-Lübbe Buch. Dort im Billigverlag ist so eine schlampige Übersetzung ja auch üblich. Ich war auch verärgert, daß Rowohlt so schlampt.
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