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Kundenrezension

am 31. August 2013
Tja, ich weiss gar nicht so recht, wo ich anfangen soll.
Die Liste der (logischen) Fehler wurde immer länger je mehr ich das Buch las.

Wenn möglich werde ich auf Spoiler verzichten, doch meiner Meinung nach sollte man dieses Buch eh nicht
kaufen. Also gut...bleibt ja jedem selbst überlassen. ;)

Der erste dicke Fehler, gleich zu Beginn, der der (tolle) Held Cotton Malone wird ja laut Umschlagtext
in eine Falle gelockt. Wie gesagt, ich will nicht spoilern, aber "niemand" würde sich freiwillig dem
Secret Service zeigen, die einen neben einer Schussanlage deutlich erkennen können. Vor allem wenn
diese Apparatur auch noch auf "The Beast" feuert.
Na gut, dachte ich mir, liest du mal weiter und stellen uns mal nicht so an. Gesagt getan...

Der nächste Hammer kam auch kurz darauf. Im Buch lernt man eine der etwas weniger bekannten Geheimdienste
kennen, nämlich die NIA (National Intelligence Agency..gibt es wirklich). Aber hoffen wir mal, das kein
Mitarbeiter jemals dieses Buch liest. Denn sonst müssten sie sich mehr als schämen. Einer der Gegner von
Malone gelingt es nämlich ohne einen Kratzer gleich mehrere Agenten entweder zu töten oder eben aufzuhal-
ten. (Das ist ein Teufelskerl *Ironie*, denn jeder Schuss sitzt natürlich!)

Thema Schusswechsel ist auch so ein Ding. Also entweder ist "jeder" ein Meisterschütze und trifft jeden
seiner Gegner beinahe sofort oder die Kugeln sausen als Querschläger davon. Opfer von diesen fehlgegan-
genen Kugeln gibt es übrigens nicht einmal! Noch nicht einmal harmlose Zivilisten müssen sich fürchten.
Vor allem weil die überall rumballern. Ob in der Ubahn (muss wohl abgesperrt gewesen sein..), einen
Nobelhotel mitten in New York oder an sonstigen öffentlichen Plätzen. Nein, Steve Berry erlaubt keine
Toten oder Verletzte unter den Zivilisten. Versteht mich nicht falsch, ich will ja gar nicht das es
Opfer unter der Bevölkerung gibt...garantiert nicht, aber noch ist die Technik nicht so weit das keine
einzige Kugel harmlos daneben geht. Ist einfach so und als Autor sollte er das wissen.

Kommen wir zum nächsten Klopper...
Ich mag Bücher in denen eben Helden vorkommen, ohne Frage. Da nenne ich gerne Jack Reacher von Lee Child,
Scarecrow von Matthew Reilly usw. Aber bei denen gibt es auch Regeln oder eben ..nennen wir es einfach
mal "Unfälle". Einfach Situationen wo selbst der Leser sagt: Hey, er ist richtig gut und so, aber das
schafft "ein" Mann niemals allein.
Aber Halt, ein Cotton Malone ist da aus einem ganz anderen Holz geschnitzt! *hustet*
Denn dieser Teufelskerl braucht doch keine Hilfe und hey jede Kugel seiner Waffe sitzt doch auch meist
immer tödlich genau. Oder es behindert seine Gegner immerhin so lange, das er sich retten kann.
Eigentlich fesseln mich solche Thriller und sie werden wirklich nicht beiseite gelegt, bis ich sie durch
habe. Die Spannung muss einfach da sein. Bei der Washington Akte bekam ich eigentlich entweder Kopfweh
oder Zahnschmerzen. Und damit scherzt man nicht!

Gegen Ende des Buchs macht sich also unser Held auf den Weg drei Personen zu retten. Ohne zu spoilern,
eine (weiblich natürlich) Person ist seine Liebe, muss ja so sein. Das Problem ist nur folgendes:
Er ist mutterseelen allein auf einem Boot welches Kurs aufs Meer nimmt um diesen drei Personen ein recht
unfreiwilliges Dauerbad zu spendieren. Achja, das Boot ist 90m lang und hat eine ziemlich große Besatzung!
Ihr wisst was kommt...Malone pfeifft darauf und will sie natürlich dennoch "alle" drei retten...

Vor allem da der Präsident der USA zum Schluss wohl doch noch den Arsch in die Hose bekommt. Deren Hinter-
grund ist ebenfalls einfach nur lachhaft. Seine Dienstzeit läuft ab und der Autor erwähnt sogar "öfter"
das er eigentlich Himmel und Hölle in Bewegung setzen "könnte, um diese Menschen zu retten. Aber was macht
er stattdessen? Richtig....Iron Malone schafft das doch alles allein, hallo?!

Da fragt man sich ehrlich, wofür braucht es dann Spezialeinheiten, wie das gute und ziemlich bekannte SWAT,
oder die Einheit die so gut wie immer die Kastanien ausm Feuer holen? Die SEAL's ...
Doch halt, wenn Steve Berry schon die Agenten der NIA als Dummbeutel abknallen lässt, dann will ich gar nicht
mehr, das er den "Geistern" auch noch etwas antut!
Ich bin noch nicht ganz durch, deswegen vermute ich jetzt einfach mal folgendes: (Ist bei dem Buch echt leicht...)
Iron Malone rettet natürlich alle drei Personen. Friede, Freude Eierkuchen und alle bösen Buben werden entweder
getötet oder halt festgesetzt von ihm. Und dann kommt die Kavallerie an, bestehend entweder aus der Coast Guard
oder dem Secret Service oder einem Mix aus den beiden.

Fazit: Herr im Himmel, wieder 12 Euro in die Mülltonne gepfeffert...
Ein Autor mehr für meine BlackList. Gott sei Dank kommt im September ein neues Buch von Matthew Reilly!
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