flip flip flip Öle & Betriebsstoffe für Ihr Auto Jetzt informieren Summer Deal Cloud Drive Photos Learn More Hier klicken HI_PROJECT Mehr dazu Mehr dazu Shop Kindle AmazonMusicUnlimited AmazonMusicUnlimited BundesligaLive

Kundenrezension

am 29. Juni 2006
Vermutlich gibt es auf diesem Planeten keine zweite Band, die es wagen würde ihr neues Album UND die 1. Single ("Supermassive Black Hole") nach für ihre galaktische Zerstörungskraft bekannten Weltraumphänomenen zu benennen, die nicht einmal Stephen Hawking ganz versteht; aber wenn man Muse eines nicht vorwerfen kann, dann dass es dieser Band je an Mut zur Megalomanie gefehlt hätte. Welcher sich musikalisch auch diesmal wieder manifestiert. Weswegen Fans von subtilem Understatement auch gar nicht mehr weiterzulesen brauchen. Denn Muse fahren auch diesmal wieder sämtliche schweren Geschütze auf, von Mehrfachgesangspuren über unzählige übereinander gelegte Gitarren, Keyboards, Streicher, brutale Bassgrooves, alles vermischt mit jenem für die Band so typischen Bombast-Pathos, der manche Hörer in Sekunden in die Flucht schlägt und dem andere ebenso schnell verfallen. Aber was ist eigentlich neu an Black Holes? Nun, es bietet zum einen Songs wie der sich langsam zu Orkanstärke steigernde Opener "Take A Bow", das etwas an "Bliss" erinnernde "Starlight", "Soldier's Poem" mit seinem Queen-mässigen Chor, das rockige "Assassin" (im Stil von "Stockholm Syndrom") oder die klassische Muse-Nummer "Invincible", die auch auf's letzte Album gepasst hätte und die allesamt den Fans gefallen werden. Kurz: wir hätten's mehr oder weniger mit einer Variation von Absolution zu tun, wäre das alles. Ist es aber nicht, denn da gibt's auch noch ganz anderes, und das macht Black Holes wirklich interessant: Zuerst wäre da mal die bereits erwähnte Single mit Dancebeat und Falsettgesang und gleich noch einem "oooh baby"-Refrain - unerhört von Mat Bellamy. Diese wird direkt gefolgt von einer weiteren höchst tanzbaren Nummer mit deutlichem Techno/Tranceeinschlag (!) - klingt zugegeben alarmierend, funktioniert aber erstaunlich gut. Und wer es wagt in das ohnehin schon üppige Arrangement von "City of Delusion" noch ein Mariachi-Trompetensolo reinzuwerfen, oder eine Surfgitarre in "Knighs of Cydonia", verdient Anerkennung - solchen "nicht weniger ist mehr, nur mehr ist mehr!"-Wagemut ohne Rücksicht auf Verluste (oder Vorwürfe von Masslosigkeit) hat man seit Phil Spectors "Wall Of Sound"-Tagen kaum mehr gehört. Kurz: überdreht, überladen, überproduduziert, übergeschnappt, überbordend vor Einfällen und überhaupt: Muse, man sie kennt und hasst oder, wie dieser Rezensent, mit jener Zuneigung liebt, die Mütter einem leicht retardierten aber deshalb nur umso liebenswerteren Kind entgegenbringen.
20 Personen fanden diese Informationen hilfreich
|0Kommentar|Missbrauch melden| Permalink
Was ist das?

Was sind Produktlinks?

Im Text Ihrer Bewertung können Sie mit einem Link direkt zu einem beliebigen auf Amazon.com angebotenen Produkt leiten. Befolgen Sie diese Schritte, um einen Produktlink einzufügen:
1. Das Produkt, zu dem der Link führen soll, auf Amazon.com suchen
2. Internetadresse des Produkts kopieren
3. Klicken Produktlink einfügen
4. Die Internetadresse in das Kästchen einfügen
5. Klicken Auswählen
6. Wenn Sie den angezeigten Artikel auswählen, erscheint ein Text wie dieser: [[ASIN:014312854XHamlet (The Pelican Shakespeare)]]
7. Sobald Ihre Bewertung auf Amazon.com erscheint, wird dieser Text in einen solchen Hyperlink umgewandelt:Hamlet (The Pelican Shakespeare)

Ihre Bewertung ist auf 10 Produktlinks beschränkt, und der Linktext darf maximal 256 Zeichen betragen.


Produktdetails

4,6 von 5 Sternen
103
11,01 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime