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Kundenrezension

46 von 55 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Das Chaos in Perfektion, 23. März 2014
Rezension bezieht sich auf: Bridget Jones - Verrückt nach ihm: Roman (Die Bridget Jones-Serie, Band 4) (Broschiert)
Mittlerweile ist Bridget 51 Jahre alt und Mutter zweier kleiner Kinder, die ihre volle Aufmerksamkeit einfordern. Als Alleinerziehende gestaltet sich das selten einfach, allein schon die Kinder morgens pünktlich zur Schule zu bringen, scheint eine unlösbare Aufgabe für die Chaos-Queen. Aber natürlich ist das nicht das einzige Problem, welches Bridget hat, ganz zu schweigen von ihrem Gewicht, welches gewohnt Berg- und Talbahn fährt. Viel schlimmer ist – zumindest aus Sicht ihrer Freunde – dass Bridget nun schon seit 4 Jahre Single ist. Das geht ja mal gar nicht. Also erhält Bridget Nachhilfe in Sachen Flirten, was natürlich auch erst einmal in einem Desaster endet. Aber Twitter sei Dank lernt Bridget ihren Toyboy Roxster kennen – 20 Jahre jünger als sie und überaus knackig.

Auch der dritte Band ist in Tagebuchform geschrieben und man fühlt sich erst einmal wieder wie zu Hause bei Bridget und ihren Problemen. Doch irgendwann fragt man sich ernsthaft, habe ich es hier wirklich mit einer 51-jährigen Frau zu tun? Ok, dass Bridget hoffnungslos überdreht und unorganisiert ist erwartet man ja schon, aber eigentlich hatte ich auch erwartet, dass sich die Figur der Bridget im Verlauf der Jahre ein wenig weiterentwickelt hätte.

Lange Phasen des Buches hatte ich jedoch das Gefühl, es mit einem durchgeknallten Teenager zu tun zu haben. Wenn Helen Fielding ihre Geschichte rund 10 – 12 Jahre in die Zukunft verlegt hätte und anstelle Bridget deren Tochter Mabel als Protagonistin genommen hätte, dann wäre die Geschichte überzeugend gewesen. Aber so?! Bridget kontrolliert ihre Twitter-Followers gefühlte 1.000 Mal am Tag. Anfangs lassen die Follower auf sich warten und gleich fühlt sie sich unpopulär und nimmt an, dass die gesamte Twitter-Welt über sie herzieht. Hat sie dann endlich Follower und hinterlässt einen Tweet, woraufhin einige wieder abspringen, ist sie totunglücklich, zerfließt vor Selbstzweifel und stopft infolgedessen haufenweise Reibekäse in sich hinein. Natürlich muss dies auch sofort ihren Freunden gesimst werden, wobei man sich noch das ein oder andere Gläschen Wein als Tröster gönnen kann. Ohne Handy kann sie sowieso nicht leben, selbst bei wichtigen Konferenzen, muss sie sekündlich auf ihr Handy schauen und die unwichtigsten Dinge simsen. Was bei der Bridget der ersten beiden Bände noch charmant und liebenswert war, wirkt jetzt einfach nur unreif und überzogen.

Beim ersten und zweiten Band habe ich mit Bridget mitgelitten und mich mit ihr gefreut, dieses „Eintauchen“ in eine Figur entfiel dieses Mal fast völlig. Einfach und allein aus dem Grund, weil das Verhalten von Bridget die meiste Zeit absolut nicht mit dem einer 51-jährigen Frau zusammenpasst. Soll nicht heißen, dass Bridget jetzt wegen ihres reiferen Alters plötzlich ernsthaft, vernünftig oder gewissenhaft sein müsste, weniger chaotisch und nicht mehr fünfmal am Tag meterdick in ein Fettnäpfchen stapfen darf. Nein, natürlich nicht, dass wäre nicht Bridget, aber dieses überkandidelte, überdrehte, teeniehafte Verhalten passt halt einfach nicht und wirkt in keiner Weise überzeugend.

Es gibt dennoch einige witzige Szenen, bei dem der Charme der beiden Vorgänger durchblitzt, doch lange Zeit bleibt der Unterhaltungswert seitenweise auf der Strecke. Allerdings wird Bridget auf den letzten 100 Seiten dann doch immer präsenter, ihr Verhalten wirkt glaubwürdig und bedeutend reifer. Und auch, wenn der Schluss schon lange vorhersehbar ist, hat mich dieser Entwicklungsprozess dann doch wieder mit Bridget versöhnt.

Fazit: Über lange Phasen agiert Bridget wie ein durchgeknallter Teenager, was oft nervig ist, am Ende entdeckt man dann aber doch noch eine gereifte Chaos-Queen.
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1-6 von 6 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 23.03.2014 22:59:20 GMT+01:00
Kaja meint:
Helen Fielding ist selbst über 50 und hat zwei kleine Kinder. Warum sollte sie nicht wissen, wie man in dem Alter ist? Oder nie sein wird.
Überhaupt wie soll man denn als Ex- Panikerin mit 51 sein? Perfekte Lady, souverän, unauffällig, abgeklärt, jemand der alles im Griff hat und genau weiß, wo er steht. Ich versichere Ihnen, ich bin überhaupt keine Ex- Panikerin und ja, einige Dinge werden besser. Aber manches ändert sich nie. Gott sei Dank.
Okay, ich habe das Buch nicht gelesen, aber für mich klingt der Inhalt schon nach Bridget Jones. Und die Erwartungen an eine Frau über 50, die sich mir zwischen den Zeilen aufdrängen (wie z. B. der Vorschlag, 10 Jahre zu warten und dann Bridgets Tochter als neue Heldin auftreten zu lassen) haben etwas von dem - sorry- trögen, einengenden Blick, den man in den 50ger und 60ger Jahren auf ältere Frauen hatten. Wer will so leben müssen?
Und noch was zum Thema Erwachsen werden. Das Leben ist eine Baustelle! Wie sagte die Mutter einer guten Bekannten so richtig, man ist sowieso nie wieder so erwachsen wie man es mit fünfzehn war.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 25.03.2014 21:07:19 GMT+01:00
Paula Jakob meint:
Kaja, super Beitrag! Danke! Sie sprechen mir, 51 Jahre alt, ja so aus der Seele!

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 26.03.2014 11:23:34 GMT+01:00
JOKO meint:
Hallo Katja und Paula !
Chaos darf mit Anfang 50 nicht mehr sein. Da gehört es sich seriös zu seine, die Strümpfe für die Enkel zu stricken, zitternd sein Kukident in das Glas fürs Gebiss fallen zu lassen und die Lesebrille an einem ´Halsband zu befestigen, da man ja zu tüdelig ist, um sie wiederzufinden, wenn sie verloren gegangen ist.
Meine Kinder sind manchmal richitg froh, wenn ihre 56 ,-jährige Mutter etwas chaotisch ist, ich fühle mich meinen Kindern dann auch näher, weil ich sie besser verstehen kann.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 26.03.2014 11:38:53 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 26.03.2014 11:40:15 GMT+01:00
Mascha meint:
Was Sie beschreiben, klingt sehr sympathisch - Ihre Kinder sind zu beneiden, was ich ernst meine. Mir graut vor all den "perfekten Damen", die das verkörpern, was Sie hier im ersten Teil persiflieren, und die auch noch phantasielos behaupten, "man" müsse so sein - alles andere sei falsch. Daher freue ich mich, wenn ich Kommentare wie die hier stehenden lese, bei denen man davon ausgehen kann, dass Menschen mit gesundem Empfinden, einem eben solchen Menschenverstand und lebhaften Geist dahinterstehen. :-)

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 26.03.2014 12:43:58 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 26.03.2014 12:48:25 GMT+01:00
Ja, wäre es umgekehrt, Mark noch am Leben und in eine 29-jährige verknallt, wie blöd am twittern und ein wenig kindisch, würde das keinen stören, solange nur Bridget planlos durch die Gegend watschelt und von einem Missgeschick ins nächste stürzt.....

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 27.03.2014 14:48:27 GMT+01:00
Paula Jakob meint:
Kaja, ich muss nochmal was dazu schreiben, sorry. Nein, die Leserinnen wollen gerade keine abgeklärte, perfekte Lady, ganz und gar nicht, egal, wie alt sie ist. Als perfekte Lady akzeptieren wir mit Mühe und Not die Queen, ansonsten ist Perfektion oder Erfolg, egal auf welcher Ebene , eher suspekt und Bücher über perfekte Frauen will keiner lesen. Nein, die ideale Buchheldin speziell im fortgeschrittenen Alter ( also über 16!) ist ein unsicheres Moppelchen , am besten frisch verlassen, ohne Job, ohne Mann, von der eigenen Familie herumgeschubst, von keinem ernstgenommen, ohne Bodenhaftung ( viel hinfallen und stolpern ist gut) und mit erheblichen grob- und feinmotorischen Defiziten, Vergesslichkeit und Schussligkeit werden auch gern genommen. Diese Frauenfiguren werden von den Leserinnen abgöttisch geliebt........
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