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Kundenrezension

17 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Jazz oder Pop? Egal, es ist tolle Musik!, 8. August 2006
Rezension bezieht sich auf: Viaticum (Audio CD)
Ehrlich gesagt ist es für mich wenig nachvollziehbar, dass das e.s.t. stark in Richtung Popecke definiert wird. Sicherlich gehört die Musik des e.s.t. nicht zu der Sorte Jazz, in den man sich schwer einhören kann, er ist eher zugänglicher als manch anderes, was nicht negativ zu werten ist. Auch ist der Einsatz von Verzerrung und Klangverfremdung mittels Elektronik und Präparation vielleicht eher "zeitgemäß", aber meine Güte, das hat Miles Davis spätestens 1970 auf "Bitches Brew" auch getan. Und übrigens wurde ihm damals auch vorgeworfen, den Jazz and den Pop verkauft zu haben. Na dann höre man sich das mal an und urteile selbst. Wie auch immer, das e.s.t. ist sehr angesagt, auch bei "waschechten" Jazzfans. Aber das ist auch absolut richtig.

Fest steht, dass das e.s.t. aufbauend auf eingängigen und oft einfachen harmonischen Strukturen wunderbare Melodien und Klangflächen zaubert, die faszinieren. Trotz der Einfachheit haben die (meisten) Stücke Tiefgang, die Balladen (allen voran "What though the way may be long") sind wunderschön und verströmen nordische Melancholie, wogegen die schnelleren Nummern (besonders das tolle "A Picture of Boris travelling with Doris" ein Treibenlassen und dennoch Mitgehen ermöglichen. Eine der schönsten Kompositionen auf "viaticum" ist sicher "The Well-Wisher", das sehr zurückgenommen und mit einem gehörigen Augenzwinkern präsentiert wird. Die Kombination aus Bassfigur und gedämpfter Klaviersaite ist toll.

Der gesamte Klangverfremdungseinsatz auf dem Album ist nicht Selbstzweck, sondern verändert den Klang stets ergebnisdienlich, man hat nie den Wunsch, dass man das Trio nur akustisch hören möchte, weil alle Verfremdung fehl am Platze wäre.

Besonders eindrucksvoll ist wieder einmal Drummer Magnus Öström, der seine beinahe elektronisch anmutenden Beats unglaublich präzise schlägt, dabei aber nie zur Maschine wird. Auch Dan Berglund tritt in diesem gleichberechtigten Trio nie in die zweite Reihe, er versteht sich am Bass als zweiten Melodieinstrument, spielt sehr einfallsreich. Über Esbjörn Svenssons Klasse muss wohl kaum etwas gesagt werden.

Höchstens könnte man ihm raten, in dem Uptempo-Improvisationen seinen ständigen Lick mal zu variieren oder wegzulassen, er kann doch auch ohne.

Nach mehr als einem Jahrzehnt ist das e.s.t. perfekt eingespielt und zeigt zum Glück auch noch keinerlei

Ermüdungserscheinungen. Vielleicht rührt ihre Popularität auch daher, dass sie seit "From GagarinŽs Point of View" ihren Stil nicht großartig verändert haben, und man beim Kauf einer e.s.t-Platte stets weiß, was einen erwartet. Aber das ist überhaupt nicht schlimm. Im Gegenteil: Man kann jede neue Platte fast als

Best-of mit neuen Stücken ansehen.

Ein Tipp: Wer "viaticum" kaufen will, der nehme am besten die Platin-Edition mit einer zusätzlichen CD eines Livekonzertes in Berlin 2005. Nicht nur, dass das e.s.t live eine Offenbarung ist, die präsentierten Versionen schlagen jeweils nochmal die Albumversionen. Zudem findet man noch einen ganz alten Konzertklassiker: "The Rube Thing". Und da soll noch jemand sagen, dass das e.s.t. keine Jazztruppe sei. Oder waren sie ein Poptrio...?
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1-1 von 1 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 01.02.2010 15:06:44 GMT+01:00
GeorgS meint:
Zur Frage nach der Popecke: Esbjörn hat selbst einmal gesagt "Wir sind eine Popband, die Jazz spielt".
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