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Kundenrezension

am 13. November 2013
Mit dem Moor verbinden wir Geheimnis und Gefahr. Doch das Moor birgt nicht nur Unheimliches, es bietet Schutz, besonders den Lebewesen, die in der Zivilisation keinen Platz finden.

In diesem Biotop leben die Libellen, die Begleiter Dions, des 13-jährigen stotternden Protagonisten in Gunther Geltingers neuem Roman Moor. Das Moor ist nicht nur Dions Heimat, es ist sein Hüter, sein Element, vielleicht sogar der Erzeuger des sommersprossigen Jungen mit moorbraunem Haar und ebensolchen Augen. Die Landschaft ist der An- und Aussprechpartner des Jungen, dem die wenigen Worte kantig über die Lippen holpern.

Moor erzählt von zwei Außenseitern, Mutter und Sohn, die symbiotisch in distanzloser Beziehung leben. Dion wird als Stotterer und Sohn einer Fremden von seinen Altersgenossen gemieden. Vergeblich sucht er Halt und Orientierung, auch sexuell. Seine Mutter Marga, das heimatlose Heimkind, versucht sich als Künstlerin. Das notwendige Geld besorgt sie beim Hinterzimmerservice eines Herrenausstatters. Dort hatte sie einst Dions Vater kennen gelernt, der sie aus diesem Milieu befreite. Gelandet war sie jedoch nach ihrer Auffassung wieder im Dreck, in Fenndorf, wo das Geld mit Torf oder Schweinen gemacht wird.

Gunther Geltinger schildert in einer Sprache voll beeindruckender Naturbilder das Schicksal von Dion und Marga, zwei labile Personen, die sich gegenseitig kaum Schutz bieten können. Eine Erwachsene, die Depression und Ausgrenzung in die Sucht treiben, und einen Jungen, der in der Dorfgemeinschaft als Sohn der freizügigen Fremden, stotternd und suchend außen vor bleibt. Beide klammern sich in ihrem Überlebenskampf aneinander. Das Moor wendet sich an den Jungen, versucht ihn durch das Du aufzuwecken. So wird ihm die Distanzlosigkeit allmählich bewusst.

Geltinger schildert in seinem Roman das pubertär Drängende, aber auch die brutalen Seiten der Sexualität, überhöht im Paarungsvorgang der Libellen. Die Libellen und ihr Lebenszyklus bilden den Konstruktionsrahmen des Romans. Die durch Erinnerungen, Perspektivwechsel, Vorschau und Assoziationsbilder stark verästelte Handlung unterwirft sich in ihren vier Teilen den Jahreszeiten und folgt damit dem Zyklus eines Libellenlebens.

Eine ausführliche Rezension mit weiterführenden Links finden Sie auf dem Literaturblog „Atalantes Historien“.
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