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Kundenrezension

9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Salon-Funk Löwe, 18. November 2013
Von 
Rezension bezieht sich auf: Cupid Deluxe (Audio CD)
Es ist ja kaum zu glauben, dass eine der wichtigsten dt. Musikzeitschriften ausnahmsweise mal ein - nun ja, nennen wir es - modernes R&B Album, zum Album des Monats kürt. Natürlich wird man nicht müde Prince als große Referenz dabei anzuführen, das hat aber nur z.T. seine Berechtigung. Karibische Einflüsse hört man hier genauso, wie softe und chillige Housebeats, unaufdringlichen Hip-Hop und ja, sogar Disco-Funk in Chic, bzw. - aktuell - Daft Punk Manier.

All das mischt der schwarze Produzent und stilistische Musikvagabund Dev Hynes zu einem Salon-Funk Album, das vor allem durch seine Stilsicherheit zu überzeugen weiss. Stimmungsmäßig ist das sehr nah an Sade, oder am Schlafzimmersoul der 70er, kommt aber modern und völlig ungekünstelt rüber. Keiner der 11 tracks drängt sich jetzt unmittelbar als Ohrwurm auf, was in diesem Fall absolut positiv und als Kompliment gemeint ist, denn diese Scheibe funktioniert in ihrer Gesamtheit am Besten und in Zeiten der single-track download Manie, ist das eine lobende Ausnahme. Das Klangbild nimmt auch viel von den späten 90ern mit, tut das aber mit musikalischen Mitteln der 80er (u.a. mit Saxophon!) und erreicht dadurch eine ganz besondere und wohl auch nachhaltige Aktualität.

Der gelungene Mix in der Instrumentierung aus electronic (die immer angenehm warm u. analog klingt) mit den ,echten` Instrumenten tut sein übriges dazu, um diese Scheibe zu einer der herausragenden R&B Produktionen der letzten Jahre zu machen. Die Melodien umschmeicheln einen sowieso wie eine angenehme Brise an einem sonnigen Sommernachmittag.

Der, mittlerweile unter dem Moniker ,Blood Orange` firmierende Hynes, macht hier so ziemlich alles richtig, was bei all den gesichtslosen R'n`B Alben der letzten - ja fast 20 Jahre - falsch lief. Wie selbstverständlich reiht sich dann sogar der Rap ,Clipped On`, ohne zu stören in diesen wunderbaren song-Reigen ein und wird nicht mal durch den, eigentlich schon bis zum Erbrechen abgelutschten, ,Funky Drummer` beat gestört. ,Always Let You Down` hat als Rhtyhmus-Basis den ,Nipple To The Bottle` - beat von Grace Jones, und trotzdem eine völlig andere und chillige Ausstrahlung. Und wie aus einem perlenden Klavier-lick dann plötzlich ein - ja nun doch - Prince Midtempo Soulsong wird, das hat ganz große Klasse.

Es macht einfach Spaß diesem Mann dabei zuzuhören, wie er all die Tugenden der Soft Soul Musik aus 3 Jahrzehnten zu etwas neuem, unwiderstehlichem zusammenfügt, ohne dabei patchwork zu betreiben. Alles fliesst und greift hier traumwandlerisch ineinander. Und aus all diesen Gründen wäre dann, wie o.a. Musikzeitschrift richtigerweise auch meint, schon mal ein berechtigter Anspruch für das ,Album des Jahres` vorhanden...
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1-9 von 9 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 18.11.2013, 11:40:14 GMT+1
Andreas S. meint:
Wow, das sind ja deutliche Worte. Macht Lust und da bin ich echt gespannt.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 18.11.2013, 11:54:41 GMT+1
V-Lee meint:
ich hab' gehofft, dass DU das bald liest - müsste was für dich sein...

Veröffentlicht am 06.09.2016, 16:25:57 GMT+2
Zuletzt vom Autor geändert am 06.09.2016, 16:26:29 GMT+2
sento meint:
na klaro ist das DEINE hynes platte, hier funkt es, wenn auch elegant und wohlaufgeräumt ja quasi ständig dahin. die neue geht halt mehr in andere richtungen und da schmückt er sich mit verschiedenen gastauftritten, was aber gut funktioniert. vielfältig ist die neue genauso, und nämlich entgegen deiner aussage tutto incluso flotter als die cupid deluxe. bloß fehlt dir eben der funk und der deluxegroove, der dich mitreißt. glaube ich halt. mein lieblingsmoment ist der schlussabschnitt von "uncle ace", wie der sax satz loslegt, so elegant und gediegen aber trotzdem !bamm! - das ist ein hit! und am geilsten finde ich mit abstand die erste scheibe, da haut er den 80er sound aber ganz schön ungeniert raus (klingt aber nicht unangenehm retro oder völlig abgekupfert, nie) wieder ein sammelsurium wo ich auch erst beim zweiten hinhören die vielfältigkeit und klasse gehört habe - hast du die mal genauer angehört? mich erstaunt, wie der sich jedes mal ne andere hülle überwirft und alles bleibt im kern trotzdem immer dev hynes, der liefert schon ein ordentliches stück unterhaltung, der bursche. aber was sich der typ bei den coverbildern der ersten zwei scheiben gedacht hat, möchte ich nicht so genau wissen... obwohl die ganze aufmachung in glänzend schweinderlrosa hat dann ja schon wieder was.

ajoo genau! "...unter dem Moniker ,Blood Orange` firmierende Hynes..." - 1. was tuat der firmling unter der moniker? 2. is der hynes der firmling? und 3. is die moniker am end die gruselgestalt am cover? weil unter der mechat i sicher net sein..

Veröffentlicht am 07.09.2016, 12:03:58 GMT+2
sento meint:
schön schräg. jetzt bin ich durch yt videos gucken erst auf alles mögliche andere von dem typen gestoßen. was der früher so getrieben hat unter dem namen lightspeed champion.. erstens ist mir der ungeheuerlich sympathisch, der verrückte vogel, dann gefällt mir, dass immer wieder alles auch inhaltlich sinn ergibt, dass alles, was ich mir anhöre, wächst beim genauen hinhören. dass er sich echt nix sch...t und sich selbst nicht so ernst nimmt und dass ich schließlich immer ratloser werde mit dem. was führt der nur auf? unglaublich. country?? und da noch mit total britischem englisch, krass. dann irgendwie auch ska? dann indie rock? folk-pop??? und jedes für sich funktioniert... also ich bin dev hynes fan - the man is definitely a genius!

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 08.09.2016, 09:14:42 GMT+2
V-Lee meint:
freut mich, dass du so einen narren an dem herrn gefressen hast, aber ich muss gestehen, dass ich nur diese scheibe wirklich gut von ihm kenne. und ja - klar war es der funk der mich hier angefixt hat, aber wenn die anderen sachen (also v.a. die lightspeed champion dinger) auch so gut sind, dann sollte ich mich wohl näher mit ihm befassen. ich bin halt bei so alleskönnern nur immer etwas skeptisch, denn entweder sind das parodisten, oder diebe (und bei beiden kategorien geht das dann meistens entweder zu lasten des gehalts und der nachhhaltigkeit). nur ganz ganz wenige sind dann letztlich tatsächlich die genies die sie auf den ersten blick zu sein scheinen. ich lass mich aber gern eines besseren belehren, dass der hynes dazugehört...

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 08.09.2016, 21:18:37 GMT+2
Zuletzt vom Autor geändert am 08.09.2016, 21:20:22 GMT+2
sento meint:
die lightspeed champion dinger lasse ich mir grad als silberlinge kommen, kann dir dann ja mal genaueres dazu sagen. mir fiel auf's erste aber auf, dass sich alles jeweils so anhört, als würde was anderes garnicht zu dem passen. er macht sich die stile und genres völlig zu eigen. als mr. champion war die stimme (vor der stimmband op) deutlich anders, kräftiger. und er klang ziemlich weiß.. ein parodist schlummert definitiv in dem kerl. das stört mich nicht, das hat mich eher beruhigt, als ich das beim yt surfen feststellte.. ganz ulkig ist das. irgendwie ist da sowas ganz ernsthaftes bei allem was er tut aber den schalk hat er halt auch immer, teils ganz schön versteckt, im nacken.
die coastal grooves musste mal anhören.
ich weiß auch nicht, wann oder ob ich das wort genie überhaupt schon mal auf einen musikkünstler anwendete. prince war einer, klar. und mozart (ob man ihn mag oder nicht), und bach. achja haydn natürlich. vielleicht wird's mir dann aber schon knapp.. beim hynes ist mir das in der begeisterung rausgerutscht, natürlich werde ich das noch eingehend prüfen müssen.. als genial kann ich dann schon ohne größerer hemmschwelle mehrere bezeichnen - was seltsam ist, aber ist halt so.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 08.09.2016, 21:25:54 GMT+2
V-Lee meint:
bowie - auch der war für mich ein genie und miles natürlich und zappa. letzterer ist der einzige der, trotz aller parodien und allem klamauk und allem mimikri trotzdem immer er selbst blieb. natürlich gibt's da dylan, es gibt randy newman und noch einige andere, aber die waren allesamt nie so vielfältig und solche allrounder...

übrigens zappa - hast dich schon mal mit den befasst? bin ein überzeugter zapparianer seit 1985...

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 08.09.2016, 22:15:48 GMT+2
sento meint:
ich wusste, du würdest "bowie" schreien.

nö. und ohne jetzt zu schummeln (schnell reinhören) habe ich da nicht mal ein lied im kopf. außer wie der aussieht, der zappa. und dass mich nix was ich je gehört habe scheinbar wirklich aus den socken geschmissen hat. recht grade rock'n'roll nummern waren das doch, vielleicht etwas duster.

aha, jetzt hab' ich kurz reingehört - klar kenne ich den bobby brown goes down. vielleicht muss man da auch genauer hinsehen aber erstmal glaube ich nicht, dass es der für mich echt ist.. boah, der hat ja auch unmengen rausgeworfen. teils auch ganz schön verschrobenes zeug.. hat sich seine musik über die jahre stark verändert/entwickelt?

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 09.09.2016, 09:39:24 GMT+2
V-Lee meint:
zappa und gerade rock'n'roll nummern - nö. es gibt wohl kaum einen rockmusiker der weiter von 'geradem rock'n'roll' weg war als der. und düster war er auch fast nie. textlich war er ein großer spötter und Zyniker, aber immer witzig, und musikalisch hat er nahezu alles gemacht und zwar von anfang an. avantgarde rock, jazz-rock, blues rock, progressive und auf seinen alben ab mitte der 70er war sowieso auf alben immer alles möglich - also auch pop, reggae etc.
er hatte immer unglaublich gute musiker und die brauchte er auch um seine komplexen arrangements gut rüberzubringen, zumal er die meisten seiner kompositionen immer zuerst live erprobte und aufnahm und es von vielen seine nummern gar keine richtige studioversionen gibt.
auch wenn man mit seiner musik nicht viel anfangen kann, so gibt es doch zumindest 2 alben, die man haben sollte und auf die sich auch die meisten einigen können. da ist einerseits das parade jazzrock album 'hot rats' von 1969, das sowohl kompositorisch wie auch von der performance und arrangementmäßig überzeugt und andererseits das liev Album 'roxy and elsewhere' von der 74er tour. von dieser tour hat er dann später noch einen mitschnitt mit erweiterter trackliste und zwar das 'helsinki concert' (auch 'you can't do that on stage anymore vol. II') veröffentlicht, das ich fast noch besser finde.
die mittlere phase mit den alben 'sheik yerbouti', 'joe's garage act i,ii & ii', 'tinseltown rebellion', 'you are what you is', 'the man from utopia', 'them or us' und 'broadway the hard way' könnte man am ehesten als musikalisch höchstanspruchsvolle rock-kabaret alben beschreiben und auf denen findet man stilmäßig so ziemlich alles. dazwischen hat er aber auch immer wieder (moderne) klassik alben geschrieben. er war ein großer verehrer von edgar varese und hat sich kompositorisch gern an ihm orientiert.

aber wenn er dich doch interessieren sollte, dann probier's mal mit den beiden erstgenannten - wenn du denen nichts abgewinnen kannst, dann hat's wohl auch keinen sinn sich den rest anzutun... ich finde ganz ganz viele seiner alben nach wie vor großartig.
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V-Lee
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