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Kundenrezension

74 von 117 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Kritik gegen Clark, 10. Dezember 2013
Rezension bezieht sich auf: Die Schlafwandler: Wie Europa in den Ersten Weltkrieg zog (Gebundene Ausgabe)
Ohne Zweifel ein verdienstvolles Buch, dass den Blickwinkel auf den 1. Weltkrieg radikal verändert.

Trotzdem muss auch Kritik sein. Historiker wie Volker Ullrich (am 12.09.2013 in der Zeitung "Die Zeit"), Weltkriegexperte Gerd Krumeich (beachtliches, sehr deutliches Buch: "Juli 1914. Eine Bilanz") oder Wolfram Wette (sehr selbstsicher in der Phoenix-Diskussion "Wer war schuld am Ersten Weltkrieg), verweisen auch auf Lücken in der Argumentation von Clark oder interpretieren die Fakten auf eine andere Weise.
Die britische Historikerin Annika Mommbauer geht in ihrem kleinen Büchlein aus der Reihe C.H. Beck Wissen sogar auf direkten Konfrontationskurs zu Clark.
Abgesehen von der Frage nach der Hauptverantwortung empfinde ich es als eine Zumutung, wenn Clark behauptet, man wäre geradezu blind in den Krieg hineingestolpert. Denn dieser Krieg war von bestimmten Kreisen geplant und gewollt.

Trotzdem ist das Buch von Clark ist hervorragend, weil es einzigartig den langen Weg zum Krieg analysiert und weil es alle Entscheidungszentralen der kriegsführenden Parteien ins Blickfeld nimmt.
Zwar war Clark in den Archiven, wesentlich neue Quellen hat er allerdings nicht aufgetan, wie er auch selber zugibt. Rein wissenschaftlich ist sein Buch also keine Revolution und wird im Ausland auch nur kühl rezepiert.

Leider habe ich den Eindruck, dass viele Leser hierzulande mit Clark nicht so umgehen. Der große Erfolg von Clarks Buch beruht nach meiner Meinung darauf, dass er Deutschland spürbar entlastet. Das begeistert vor allem deutsche Leser. Andere Meinungen als die von Clark werden nicht mehr gehört oder abgekanzelt. Prof.Andreas Wirsching in der Süddeutschen Zeitung vom 16.07.2014 spricht von einem Missverständis des Buches und benennt die Gründe hierfür.

Fachleute erkennen Details, die vom Durchschnittslesern nicht erkannt werden. Beispiel: So schreibt die FAZ am 04.01.2014, Clark hätte den serbischen Historiker Andrey Mitrovic nicht gelesen. Und das wäre so, als wenn jemand über Hitler schriebe und Kershaw nicht gelesen hätte.

An diesem Thema wird deutlich, wie problematisch die Geschichtswissenschaften doch sind. Söhnke Neitzel meint, man befrage 3 Historiker und erhalte 4 verschiedene Antworten. Daher ist unbedingt eine offene Diskussion zu empfehlen. Denn Wissenschaft besteht aus Thesen und deren Kritik. Die Teilnehmer eines wissenschaftlichen Diskurses müssen selber nicht mal objektiv sein, sie stellen Thesen auf, und diese können von anderen kritisiert werden.
Daher ist es völlig unerheblich, ob Clark aufgrund seiner Nationalität angeblich besonders neutral oder objektiv sein soll.
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Kommentare

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1-10 von 19 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 24.12.2013, 01:09:23 GMT+1
Sie haben recht.

Bin anfangs selber auch die spur von Clark nachgegangen (am 25 Oct 2012) hihr:

http://www.amazon.co.uk/review/RCT61TE1L5ODW

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 26.12.2013, 13:59:51 GMT+1
Zuletzt vom Autor geändert am 26.12.2013, 14:08:21 GMT+1
Robert Schmid meint:
Natürlich haben Sie nicht recht. Wieso geben sie sich mit Büchern zufrieden, die Unbeteiligte geschrieben haben?
Lesen sie doch einfach das Buch von seiner Majestät Kaiser Wilhelm II
Wilhelm II.: Ereignisse und Gestalten 1878-1918
und dazu
Vergleichende Geschichtstabellen von 1878 bis zum Kriegsausbruch 1914: Nachdruck der Originalausgabe von 1921
wo er haarklein die Ereignisse in den Ländern in Tabellenform darlegt.

Beide Bücher gibts auch im Antiquariat oder online als PDF.
https://archive.org/details/Wilhelm-II-Kaiser-Ereignisse-und-Gestalten
https://archive.org/details/Wilhelm-II-Kaiser-Vergleichende-Geschichtstabellen

Veröffentlicht am 02.01.2014, 19:32:15 GMT+1
garry1704 meint:
Interessant wie einseitig Ihre Buchauswahl ist. Was halten Sie von Hew Strachan, Barbara Tuchman, , Möncke etc,etc.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 06.01.2014, 00:32:00 GMT+1
garry1704 meint:
Um Ihren Kommentar zu Münkler hier noch einmal nachzufragen, Frau Mühlegger:

Finden Sie auch bei Clark "diese deutschnational zentrierte Polemik"? Aber Clarc ist doch kein Deutscher? Darf der das auch nicht?

Veröffentlicht am 06.01.2014, 18:37:32 GMT+1
Zuletzt vom Autor geändert am 06.01.2014, 18:45:48 GMT+1
WvHumboldt meint:
Clark, Neitzel, Wette bei Knopp:

http://www.phoenix.de/content/765675

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 06.01.2014, 19:29:23 GMT+1
Openuser meint:
Guter Hinweis, ich habe die Phoenix-Diskussion gesehen. Sehr empfehlenswert. Neitzel hat sich auf die Seite von Clark geschlagen. Ich nehme alles zurück und ändere meine Rezension.

Veröffentlicht am 08.01.2014, 13:59:24 GMT+1
WvHumboldt meint:
Es kann ganz erhellend sein, wenn man sich von den Interpretationen, die andere einem liefern, löst und selbst in zeitgenössischen Texten stöbert.

z.B. hier:

xxxx://archive.org/details/zeitschriftfrp08kluoft
(Die vier "xxxx" durch "https" ersetzen)

Zeitschrift für Politik

Achter Band

1915

Aufsätze u.a.

Sartorius Freih. v. Waltershausen, A. : Die Entwicklung der deut-
schen und der englischen Volkswirtschaft im neunzehnten
Jahrhundert und der Weltkrieg

Schmidt, Richard: Die innere Lage Frankreichs beim Beginne
und beim künftigen Ende des Krieges

Hirschmann, Otto: Das internationale Prisenrecht nach den Be-
schlüssen der IL Haager Friedens- und Londoner Seekriegs-
rechtskonferenz (Godehard Jos. Ebers)

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 08.01.2014, 20:23:21 GMT+1
Openuser meint:
Auch dem kann ich nur zustimmen. Kostet halt Zeit. Aus der Philosophie weis ich, dass Sekundärliteratur hilfreich sein kann, in die Primärliteratur reinzukommen. Das ist hier ähnlich.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 12.01.2014, 19:03:57 GMT+1
garry1704 meint:
"""Daher ist unbedingt eine offene Diskussion zu empfehlen. Und genau dafür wird es im Laufe des Jahres 2014 noch zahlreiche Gelegenheiten geben."""

Das ist eigentlich die wichtigste Erkenntnis aus Clarks Buch. Leider war bisher in Deutschland diese offene Diskussion kaum möglich, weil z.B. Kritiker Fischers als Nationalisten denunziert wurden.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 12.01.2014, 19:12:15 GMT+1
Openuser meint:
Da haette ich mal gerne einen Beleg. Welcher Kritiker von Fischer wurde von wem als Nationalist beschimpft?
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