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Kundenrezension

TOP 1000 REZENSENTam 3. Juli 2013
Nun muss ich auch meinen True-Metal-Sermon dazugeben. Aber halt, schon mit einem Begriff hantiert, der bei manchem unter Umständen schon Ressentiments auslöst. True Metal = Klischee. Klar, die Aufmachung, die Texte der Sound, passt alles, und trotzdem: bei vielen sogenannten "True-Metal" Platten habe ich immer ein schales Plastik-Gefühl, weil diese Platten ganz oft eine bestimmte Erwartungshaltung erfüllen sollen und damit eben nicht mehr "true" sind, sondern durchkalkuliertes Spektakel. Hier nicht! Ich glaube zwar nicht, dass die Band ihre Klischee-Texte für bare Münze nimmt, aber mit der Trittsicherheit, mit der sie die Gratwanderung schaffen True-Metal zu zocken, ohne auch nur zu einem einzigen Zeitpunkt peinlich zu wirken, die ist verdammt selten.

So, zur Mucke: Jaja, die 80er. Allerdings eher die End-80er, als Bands wie Judas Priest und Accept noch keine Härterekorde fahren wollten, sondern lieber an den Hooklines gefeilt haben. Tracks wie "Into the Heart of Danger" und "Machine Revolution" hätten auch auf Pretty Maids Top-Alben (Future World, Jump the Gun) kein Schattendasein gefristet, der Opener "Let it Roar" hätte sich auf Judas Priests Painkiller nicht schämen müssen, ein Track wie "Fight, Kill, Die" hätte nicht nur textlich auf Manowars "Kings of Metal" Platte gepasst. Andere Stücke, z.B. "Over the Top" oder "Neuromancer" wären auch auf Accepts "Metal Heart" nicht auf verlorenen Posten gestanden.

Die Stimme der Dame erinnert tatsächlich ein wenig an Velvet Viper/Zed Yago, allerdings auf Steroiden, beim Refrain des Openers oder von "Rain Man" klingt sie wie die weibliche Ausgabe von Chris Boltendahl, in anderen Passagen wie ein weiblicher UDO, die Powerscreams hätte Rob Halford in seinen besten Tagen nicht besser hinbekommen. Auf jeden Fall passt sie wie eine Klitschko-Rechte aufs Boxerauge.

Von der Keyboardverspieltheit fällt mir teilweise der Children of Bodom Erstling ein (tolle Soli, gerade auch im Duell mit den Gitarren), andererseits überwiegend aber der songdienliche Einsatz desselben auf o.g. Pretty Maids Alben oder den 80er Judas Priest Outputs. Die Gitarren sind so präzise wie spielfreudig und feuern Powermetal Riffs galore und spritzige Soli ab, die Rhythmus-Abteilung macht ordentlich Doublebass Dampf, ohne allerdings alles plattzudonnern. Die Band weiß auf jeden Fall, wie man zu den hitverdächtigen Refrains auch noch passende Monster-Hooks schreibt und immer wieder Abwechslung in die Stücke bringt, sei es durch ein interessantes Break, eine kurze Akkustikgitarren- oder Keyboardpassage, oder ein knackiges Solo oder Lead (auch mal vom Bass wie in "Rain Man").

Die Produktion ist satt und transparent, die Instrumente spielen tatsächlich miteinander, nicht gegeneinander (und dann insgesamt sehr nah am Clipping, aber es ist noch OK und auch mit In-Ears gut erträglich). Insgesamt einer der hörbareren Produktionen in letzter Zeit.

Fazit: ein tatsächlich authentisches, mit Hits gespicktes, frisches, nie langweiliges, gut produziertes, hochmelodisches Heavy Metal Album mit starkem Wiedererkennungswert. Läuft derzeit bei mir auf Dauerrotation wie kaum eine andere Platte dieses Jahr. 5 Sterne mit Zuckerguss von mir dafür.
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