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Kundenrezension

am 21. Mai 2013
Nach ‚Weltkrieg um Wohlstand‘, das ich als äußerst aufschlussreich und gelungen empfunden habe, ist dies das zweite Buch, dass von Gabor Steingart, das ich gekauft habe.
‚Unser Wohlstand und seine Feinde‘ liest sich sehr gut und enthält einige gute Gedankengänge, die aber diesmal meines Erachtens bisweilen zu kurz gedacht sind:

- Steingart sieht sowohl Politiker und Notenbanker als auch Banker gemeinsam in der Verantwortung für den Ausbruch der Wirtschaftskrise. Damit erteilt er einer einseitigen ideologischen Betrachtung eine Absage; hier macht er einen wichtigen Punkt.

- das Wachstum der letzten Jahrzehnte seit den 1970er Jahren ist für ihn v.a. durch Kredit dazugekauft worden und damit mehr Schein als Sein. Er empfiehlt insbesondere dem Staat zu sparen;
wer die Ersparnisse der Volkswirtschaft dann via Kreditaufnahme wieder in den Wirtschaftskreislauf einbringen soll – damit setzt er sich überhaupt nicht auseinander. Wenn es keiner tut dann würde die Wirtschaft schließlich schrumpfen.
Dass hinter der zunehmenden Verschuldung des Staates letztlich die immer ungleichere Verteilung von Einkommen und Vermögen steht, hat Steingart anscheinend leider nicht erkannt, weshalb er hier eine ungenügende nicht weit genug reichende Schlussfolgerung zieht.

- die Unterscheidung zwischen Marktwirtschaft und Kapitalismus, die Steingart vornimmt, macht vor allem seinen ideologischen Standpunkt klar, wirkt aber letztendlich doch nur künstlich, da das System seit dem 19. Jahrhundert prinzipiell ganz genauso funktioniert wie heute. In seiner Ausgestaltung nähert es sich den Verhältnissen des 19. Jahrhunderts m.E. tendenziell eher wieder an.

- Steingart plädiert für die Errichtung der „Vereinigten Staaten von Europa“ und wirbt für private Investitionen statt Staatshilfen der anderen Länder für Südeuropa. Gleichzeitig ist er gegen die Sparpolitik, die dort veranstaltet wird.
Wie sollen aber private Investoren für Südeuropa gewonnen werden, solange die Kosten – also insbesondere die Löhne – nicht (durch sparpolitische Maßnahmen) erheblich sinken?

- Wünschenswert wäre es auch gewesen, hätte er bei einem Buch über die Verschuldung die Geldschöpfungsmöglichkeiten des Bankensystems und die Tendenz eines Zinssystems zu einem immer höheren Verschuldungsgrad einerseits und steigenden Vermögensbeständen andererseits zumindest ansatzweise in seine Überlegungen mit einbezogen.

So greift das Buch von Steingart – neben zahlreichen guten Gedanken, wie man sie von ihm erwartet bzw. gewohnt ist (- hier wurden jetzt zugegebenermaßen meinerseits vor allem die Kritikpunkte ausgeführt -) beim Thema Verschuldung zu kurz und man hat den Eindruck dass er dieses Thema etwas zu einseitig bzw. eingeschränkt betrachtet und dieses Mal die Materie leider wohl nicht vollständig durchdrungen hat.

Dennoch regt das Buch zum Nachdenken an und enthält wiegesagt durchaus interessante Gedanken zum Thema Staatsverschuldung. Zudem liest es sich wie gewohnt zeimlich gut.
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