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Kundenrezension

21 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ein kurzer Blick aufs Glück, 20. Juni 2014
Rezension bezieht sich auf: Das Schicksal ist ein mieser Verräter (DVD)
(Kinoversion)

Nach seinem überaus erfolgreichen Jugendroman "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" kann sich Autor John Green nun auch über eine sehr eng an das Buch angelehnte und somit gelungene Verfilmung seines Romans freuen. Die begeisterte Leserschaft des Romans kann sich beruhigt in das 126minütige Werk von Regisseur Josh Boone ("Love Stories" - Erste Liebe, zweite Chancen") begeben, Boone hat aus der literarischen Vorlage eine nahezu 1:1-Verfilmung gemacht, in der es nur wenige kleine Änderungen gibt und natürlich ein paar Kürzungen, was sich bei der Verfilmung von Romanen ja nie ganz vermeiden lässt. Mir ging es letztendlich genauso wie beim Lesen des Buches, vollständig konnte ich mich nicht auf Protagonisten und Story einlassen, vielleicht liegt das aber auch einfach daran, dass ich meine Teenagerzeit schon lange hinter mir habe und mich nicht mehr ganz in diese Welten einfühlen kann oder mag. Gelungen ist "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" aber allemal, was zum einen an Boones behutsamer Regie und zum anderen an zwei fabelhaft gecasteten Hauptdarstellern liegt.

Hazel (ShaileneWoodley, "Die Bestimmung - Divergent") ist 16 und hat seit drei Jahren Schilddrüsenkrebs, der auch schon in ihre Lungen gestreut hat. In der Selbsthilfegruppe für krebskranke Kinder, die sie nur widerwillig besucht, lernt sie eines Tages den ein Jahr älteren Augustus (Ansel Elgord, ebenfalls "Die Bestimmung - Divergent", "Carrie") kennen. Dieser hat zwar ein Bein an den Krebs verloren, gilt aber durch die Amputation als geheilt. Schnell verlieben sich die Beiden ineinander, auch wenn Hazel sich anfangs dagegen wehrt, da sie fürchtet, andere durch ihren nahenden Tod zu verletzen, wenn sie sie zu nah an sich heranlässt. Doch gegen Augustus' Charme ist sie machtlos, und als er ihr auch noch eine Reise nach Amsterdam zu ihrem Lieblingsautor (Willem Dafoe, "The Hunter") ermöglicht, ist es gänzlich um Hazel geschehen. Doch diese Momente des Glücks werden schon allzu bald wieder vom Krebs überschattet, der Hazels und Augustus' junge Liebe auf eine leidvolle Probe stellt.

Viel mehr braucht man zum Inhalt nicht sagen. Die, die das Buch kennen, wissen sowieso, wie es weiter- und ausgeht. Die, die es nicht kennen, sollten nicht mehr wissen, um sich von der Story noch ausreichend überraschen lassen zu können. Fakt ist, dass auch die Verfilmung des weltweit erfolgreichen Romans sehr zu Herzen geht, dabei aber auch durch hintersinnigen und charmanten Humor glänzt. Nie sind die jungen Protagonisten einfach nur krank und/oder bedauernswert, sie sind auch ganz normale Teenager, die Streit mit den Eltern haben, cool sein wollen und sich Hals über Kopf verlieben. Sie haben gute und schlechte Tage, wie alle anderen Teenager auch. Allerdings enden ihre schlechten Tage oft auch im Krankenhaus und können lebensbedrohend werden. Umso erfreulicher ist es, mit anzusehen, wie sie trotz allem die Kraft finden, in der Zeit, die ihnen noch bleibt, ihre Träume wahr werden zu lassen.

Boone hält sich wirklich sehr eng an die Vorlage. Die meisten Dialoge sind identisch mit denen im Buch und auch die Settings hat man sich größtenteils beim Lesen genauso vorgestellt, wie Boone sie in seinem Film präsentiert. Ähnlich geht es einem bei den Hauptdarstellern, auch sie entsprechen sehr gut den Beschreibungen, die Romanautor Green sich für seine Protagonisten ausgedacht hat. Und man muss diesen beiden Jungmimen eins lassen: für ihr Alter (Woodley ist 22, Elgort 20) und zumindest Elgorts geringe Schauspielerfahrung (er war vor diesem Film erst in zwei anderen zu sehen) meistern sie diese sicherlich schwierigen Rollen sehr gut. Willem Dafoe, Laura Dern und Sam Trammell ("True Blood") müssen sich mit Nebenrollen begnügen, die sie natürlich routiniert beherrschen.

Natürlich kommt man bei einer Buchverfilmung nicht umhin, den Inhalt ein wenig zu kürzen oder abzuändern. So hat auch Boone sich einige wenige künstlerische Freiheiten genommen und ein paar Szenen leicht verändert und ein paar Situationen und Erklärungen (oder sogar Personen - wie Hazels Freundin z. B.) wegfallen lassen. Das fällt dem aufmerksamen Leser des Buches natürlich auf, zum Glück aber nicht negativ. Die Änderungen beschränken sich größtenteils auf Nebensächlichkeiten, meist ist man sowieso damit beschäftigt, begeistert darüber zu sein, wie nah Boone ansonsten am Buch geblieben ist. Darüber hinaus verhilft Boones wirklich sensible und gekonnte Regie (obwohl dies erst sein zweiter Film ist) dem Film dazu, im richtigen Moment witzig oder auch ergreifend zu sein.

So ganz habe ich dennoch (wie schon beim Buch) nicht den Zugang zu "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" gefunden. Manchmal fehlte mir doch der emotionale Zugang zu den Protagonisten oder deren Schicksal. Die Komplexität, die der Roman zwar auch nicht vollständig, aber besser als der Film bietet, fehlte mir an der ein oder anderen Stelle und ich habe stellenweise doch die 126 Minuten Filmlänge "gemerkt", obwohl es nie wirklich langweilig oder belanglos war. Glücklicherweise gab es aber auch diverse Momente, die mich wirklich zu Tränen gerührt haben. Ich denke, wäre ich erst 15 oder 20, hätte der Film bei mir weitaus mehr ausgelöst. Vielleicht auch nicht, ich weiß es nicht, Fakt ist, so ganz fühle ich mich nicht der wahrscheinlichen Zielgruppe des Films zugehörig.

Alles in allem ist "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" eine sehr gelungene Buch-Verfilmung, die sowohl darstellerisch als auch inszenatorisch punkten kann. Ausstattung und gefühlvoller (manchmal auch rockiger) Soundtrack tun ein Übriges, den Film zum Pflichtprogram für Teens und Twens werden zu lassen, besonders, wenn diese das Buch kennen. Ältere oder die Vorlage nicht-kennende Zuschauer mögen manchmal vielleicht nicht ganz eintauchen können in Hazels und Augustus' Welt, werden aber dennoch von deren Schicksal berührt. Für mich (und nur für mich ganz persönlich) sehr gute drei von fünf Buchverfilmungen, denen man eigentlich nicht viel vorwerfen kann, die mich aber dennoch nicht ganz so berührt haben, wie ich es mir gewünscht hätte.
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1-1 von 1 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 16.11.2014 22:23:06 GMT+01:00
Claudia meint:
Nach dieser, meiner Meinung nach, sehr guten Rezension kann ich die 3 Sterne allerdings nicht nachvollziehen. Die Sterne sollten den Film bewerten. Hier wird aber das Alter mit in die Beurteilung genommen. Ich bin mit meinen 49 Jahren ganz sicher nicht die Zielgruppe. Empfinde aber dieses Buch und auch den Film als sehr lesens- bzw. sehenswert. Natürlich haben wir andere Emotionen als Teenager aber diesem Buch nur deshalb 2 Sterne abzuziehen empfinde ich als nicht gerechtfertigt.
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