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Kundenrezension

am 1. September 2010
Das war es nun also. Der letzte Roman mit Kurt Wallander als Hauptfigur. Ein sehr melancholischer Abschied, der mich mit leicht gemischten Gefühlen zurückgelassen hat.

Als eigenständiger Roman ist das Buch meiner Meinung nach nur bedingt zu empfehlen. Leser, die vorher keinen Wallander-Roman gelesen haben, dürften mit "Der Feind im Schatten" eher nicht soviel anfangen können. Dazu setzt die Geschichte zu viele Vorkenntnisse voraus, hat man zuwenig Zeit, sich mit der Figur des Kurt Wallander auseinanderzusetzen, und ist der Fall des verschwundenen U-Boot-Kapitäns auch nicht fesselnd genug.

Für die große Fangemeinde, die bereits die restlichen Bücher um den beliebten, allzu menschlichen Kommissar kennt, stellt der "Feind im Schatten" den endgültigen Abschied von der liebgewonnenen Krimireihe dar, die immer mehr war als bloß spannende Unterhaltung, die auch gesellschaftliche und politische Zustände und vor allem Missstände (nicht nur in Schweden) beschrieb.

Was mich ein wenig gestört hat, ist das für meinen Geschmack allzu große Selbstmitleid, dem sich Kurt Wallander in "Der Feind im Schatten" hingibt und die im Gegenteil zu den früheren Bänden nur mäßige Spannung der Geschichte. Wallander war zwar stets eher pessimistisch, ja teilweise grüblerisch dargestellt, aber nie so übertrieben wehleidig wie hier. Irgendwie passt das auch nicht zu seiner früheren Darstellung. Ich kann aber nachvollziehen, dass Henning Mankell damit wahrscheinlich unmissverständlich klarmachen wollte, dass dies der Abschied von Wallander ist. Die Handlung um den verschwundenen Schwiegervater von Wallanders Tochter fand ich zwar nicht sehr spannend, aber dennoch passt sie zum melancholischen Ende der Reihe. Eine Jagd nach einem weiteren Serienmörder wäre hier nicht mehr angebracht gewesen.

Mankell stellt vor allem zum Ende des Buchs noch einmal ganz deutlich seine politische Position dar. Wie man dazu steht, bleibt jedem selbst überlassen, aber ich finde es gut, wie offen Mankell seine Standpunkte vertritt.

Als endgültigen Abschluss der Wallander-Reihe fand ich "Der Feind im Schatten" zwar nicht herausragend, aber absolut würdig und für alle alten Fans auf jeden Fall zu empfehlen.
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